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Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Last Train From Gun Hill, 27. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Zug von Gun Hill (DVD)
John Sturges inszenierte diesen heute leider viel zu wenig bekannten Western 1958 mit zwei absoluten Superstars in den Hauptrollen. Der Film wurde für Paramount Pictures im Vista Vision Format gedreht. Dieses Format nutzte Sturges zuvor auch bei seinem Edelwestern "Zwei rechnen ab" (Gunfight at the OK Corrall, 1957).

Matt Morgan (Kirk Douglas) ist Marshall in dem kleinen Städtchen Pawley. Er ist mit einer gebürtigen Indianerin verheiratet und hat einen achtjährigen Sohn. Auf dem Heimweg von einem Verwandtenbesuch mit ihrem Sohn wird Matts Frau von zwei betrunkenen Cowboys belästigt. Als sie sich gegen die Zudringlichkeiten wehrt, verlieren die Männer vollends die Kontrolle. Sie stoppen die Kutsche und vergewaltigen die wehrlose Frau. Der Junge kann entkommen und seinen Vater zu Hilfe holen, doch es ist zu spät. Als Matt am Tatort eintrifft, findet er seine Frau tot vor. Die Täter sind über alle Berge, doch sie haben in ihrer Panik einen wertvollen Sattel zurückgelassen. Matt erkennt den Sattel wieder. Er gehört seinem alten Freund Craig Belden (Anthony Quinn).

Matt Morgan und Craig Belden sind vor vielen Jahren als einfache Cowboys zusammen geritten, bis jeder seine eigenen Wege ging. Matt wurde Marshall und Craig Belden ließ sich in Gun Hill nieder. Dort residiert er mittlerweile als mächtiger Rinderbaron.

Matt begibt sich nach Gun Hill, um den Sattel zurückzubringen und mit Craigs Hilfe die Täter dingfest zu machen. Als die beiden Freunde sich wiedersehen, wissen beide noch nicht, dass Craigs einziger Sohn Rick (Earl Holliman) einer der Gesuchten ist. Matts Frau hatte ihm mit einem Peitschenschlag eine Narbe im Gesicht zugefügt...

Die Tatsache, dass der Zuschauer, was die Täter angeht, zunächst mehr weiß als die beiden Protagonisten, erzeugt Suspense. Man fragt sich, was passieren wird, wenn die beiden herausfinden, was wirklich passiert ist.

Kirk Douglas verkörpert den trauernden Mann des Gesetzes, der unbeirrt seinen Auftrag zu Ende bringen will, voller unterdrückter Wut und dennoch würdevoll. Anthony Quinn glänzt als sein Gegenpart, ein Patriarch, der erkennen muss, dass er als allein erziehender Vater versagt hat, und der sich dennoch verzweifelt an den einzigen Menschen klammert, der ihm, seit seine Frau nicht mehr lebt, wirklich etwas bedeutet.

Durch diese Konstellation wird der Konflikt zwischen den beiden Hauptfiguren etabliert. Dazu reicht bereits eine einzige Szene als Matt und Craig zunächst zusammen trinken und bei einem normalen Gespräch über einen Sattel plötzlich der Situation gewahr werden.

Beide Männer sind Witwer und Väter eines Sohnes. Der eine will Gerechtigkeit für den Tod seiner Frau, der andere will mit allen Mitteln verhindern, dass ihm auch noch sein einziger Nachkomme genommen wird, den er über alles liebt. Rick droht wegen Vergewaltigung und Mord die Todesstrafe.

Auf der Suche nach Rick und seinem Kumpan Lee (Brian Hutton), der ebenfalls versucht, seine Haut zu retten, muss Matt Morgan feststellen, dass die ganze Stadt von Craig Belden kontrolliert wird. Es gelingt ihm dennoch, Rick festzunehmen. Während Craig Belden versucht, seinen Sohn frei zu bekommen, verschanzt sich Morgan mit Rick in seinem Hotelzimmer und wartet auf das Eintreffen des letzten Zuges, mit dem er ihn nach Pawley zurückbringen will, um ihn dort vor Gericht zu stellen.

Craig Beldens Geliebte Linda (Carolyn Jones), die er auf der Fahrt nach Gun Hill im Zug kennengelernt hatte, versucht als einzige, dem Marshall zu helfen...

Freunde, die zu Todfeinden werden. Ein Gesetzeshüter, der sich in einer ihm feindlich gesinnten fremden Stadt bewegt, in der ein Mann, den alle fürchten, das Sagen hat. Der Film bezieht daraus eine Spannung, die bis zum exzellenten Showdown nicht abreißt. Die Geschichte steuert konsequent auf ein Finale zu, bei dem, obwohl im gewissen Sinne Gerechtigkeit geübt wird, es letztlich nur Verlierer gibt.

Dass die vielschichtige Geschichte, die subtile Reflexionen über Themen wie Loyalität, Einsamkeit und sogar Rassismus bietet, in räumlich und zeitlich klar definierten Grenzen spielt und sich nur um wenige Figuren konzentriert mit den beiden Hauptakteuren als Antagonisten, trägt natürlich sehr zur Dramatik der Handlung bei. Der Film ist straff inszeniert und bis in die Nebenrollen beeindruckend gespielt.

Die Vergewaltigung zu Beginn ist besonders beklemmend, vor allem, weil sie nur angedeutet wird. Aufgrund der damaligen Auflagen durch die Zensur hätte man eine solche Szene ohnehin nicht graphisch zeigen können. Das zerrissene Kleid des Opfers genügt, um das Schreckliche zu verdeutlichen. Auch die Leiche der Frau sieht man nie im Bild. Der Horror läuft im Kopf des Zuschauers ab. Dies lässt an die subtile Bildsprache eines John Ford denken, etwa in "The Searchers" (1956).

Die vorliegende DVD bietet zwar keine Extras, dafür liegt der Film in der ungekürzten Originalfassung vor. Es gibt zwei Szenen, die in der deutschen Version auf Englisch mit fest eingeblendeten deutschen Untertiteln erscheinen.

Das Bild ist zwar nicht ganz so gut wie bei der DVD zu "Zwei rechnen ab", aber das Format stimmt auch diesmal. Das Bild liegt im anamorphen Widescreen vor bzw. bei entsprechender Einstellung eines kompatiblen Fernsehers im Format 1:78.1. Die Schärfe ist immer noch in Anbetracht des Alters bemerkenswert. Die Farben sind kräftig, der Kontrast ist ebenfalls zufriedenstellend.

Der Ton liegt in mehreren Sprachen vor und es gibt gut ein Dutzend Untertitelspuren. Die Tonspuren sind alle lediglich in Mono verfügbar.

Während der englische Originalton und auch die weiteren ausländischen Tonspuren wirklich sehr gut und sauber klingen, scheint ausgerechnet an der deutschen Tonspur der Zahn der Zeit genagt zu gaben. Zwar erscheint mir der deutsche Ton bei weitem nicht so schlecht wie von dem einen oder anderen Rezensenten geschildert. Vielleicht liegt das aber auch an meinem TV-Gerät und dem genau darauf abgestimmten Player. Ein konstantes Rauschen und diverse Unsauberkeiten bei Dialogen und Musik sind dennoch nicht zu leugnen. Schade. Der eine oder andere stärkere Filter hätte beim Transfer des Tons sicher geholfen.

Ich empfehle, den Film möglichst im englischen Original zu sehen, nicht nur wegen der besseren Klangqualität. Die Dialoge wirken im Original einfach stärker! Man erkennt noch besser, dass hier ein großes Drama auf relativ kleinem Raum in Shakespeare-Tradition vonstatten geht.

Eine beeindruckend inszenierte Tragödie im Gewand eines Westerns mit zwei Schauspiel- Giganten in Topform. Nicht nur für Western- Enthusiasten zu empfehlen!
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