Kundenrezension

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht der erwartete Knall!!!, 24. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: XOXO (Audio CD)
Doch nun geht es sofort mit dem Album los. Den Anfang macht der Track "Der Druck steigt", dieser fängt mit einem relativ ruhigen Beat an und dann kommt die Reibeisenstimme von Casper und Rammstein Elemente mischen sich ins Instrumental. Das klingt schonmal sehr geil. Textlich ist Casper treffsicher wie so oft und regt zum nachdenken über eine verlorene Generation an. Leider lässt das Instrumental aber schwer nach und erweist sich lediglich im Refrain als großartig...der hat es dafür aber in sich. Ein gutes Opening also. Weiter geht es mit "Blut sehen", der mit einem Elektro Beat anfängt, was mir persönlich einfach überhaupt nicht gefällt. Ich kann mit diesen Elektro Dingern nichts anfangen. Nichtsdestotrotz reisst Casper mit seiner Stimme und seinem Text den Track noch leicht über das Mittelmaß hinaus. Es folgt "Auf und davon" und dieses Mal stimmt so ziemlich alles. Instrumental, Text, Stimme...all das ist richtig gut und vereint alles was man an Casper so genial findet. Vom Flow her ist das sehr hoch anzusiedeln was er hier bietet. Thematisch bleibt es bei den Geschichten über seine Generation. Es folgt der Titeltrack "XOXO", für den sich Casper Thees Uhlmann als Gast geholt hat. Dieser steuert den Refrain bei und das Ganze klingt irgendwie wie ein Refrain der neuen Deutschen Welle. Das Instrumental weiß auch bestens zu überzeugen. Und vom Gesang her brauch ich wohl nicht mehr erwähnen, dass Casper hier gute Arbeit leistet. Mit "Michael X" folgt der erste Glanzpunkt des Albums. Es geht darin thematisch um den Selbstmord eines Freundes und das ganze ist verdammt persönlich und intensiv gehalten. Wenn man den Track unbedingt vergleichen möchte, so kann man dies am besten mit Prinz Pi's Laura. Ganz großes Kino was uns Benjamin Griffey, wie Casper mit bürgerlichen Namen heißt, abliefert.

Weiter geht es nun mit "Alaska", welches schon zuvor bekannt war dadurch, dass Casper es auf einigen seiner Konzerte gespielt hat und es auf Youtube mitgeschnitten wurde. Der Track ist wirklich gelungen und hat einen für Hip-Hop recht ungewöhnlichen Beat, der aber bestens funktioniert. Es folgt nun auf Track 7 "Das Grizzly Lied" und das fängt sehr sehr ruhig an, entwickelt sich aber schnell zu einem der stärksten Tracks auf dem Album. Es ist ein Track der einem Mut machen soll und dem das auch durchaus gelingt. Dann kommt mit "So perfekt" die erste Singleauskopplung, für welche sich Casper Marteria an Bord geholt hat. Mir persönlich gefällt der Song nicht so gut, was vor allem an den vielen Elektro/Dance Elementen im Song liegt. Das ist wie erwähnt einfach nicht meine Welt, aber leider momentan ein Trend im Hip-Hop. Auf der 9 haben wir schließlich "Die letzte Gang der Stadt". Hier geht der Beat von anfang an gut ab und man wippt enthusiastisch mit dem Kopf. Thematisch geht es auch hier wieder einmal um das aufwachsen in einer verlorenen Generation. Der Track ist okay, aber auch nicht überragend...allerdings hat Casper recht, wenn er schreit "Zu viele scheiß Bands, zu viel Hype!". Mit "230409" gelingt Casper dann ein weiterer Glanzpunkt vom Text her spiegelt er hier Dinge wieder, die fast jeder wohl schon einmal selbst gedacht hat. Getragen wird das alles von seiner einzigartigen Stimme.

Track Nummer 11 hört auf den Namen "Lilablau" und wartet mit einem englischen Refrain auf, was ziemlich gut funktioniert. Insgesamt ist aber auch das lediglich ein Mittelmäßiger Track in meinen Augen. Auf Startplatz 12 wartet dann das "Arlen Griffey Prelude" auf uns. Wie der Name schon sagt, ist es ein Prelude in welchem man den Vater von Benny (Zumindest wird einem dies nahegelegt) ein wenig über seinen Sohn spricht. Dieses Prelude geht direkt über in den letzten Track des Albums "Kontrolle/Schlaf". Der Song ist dann auch der perfekte Abschluß für dieses Album. Er kommt sehr ruhig daher und wirft Wörter in den Raum, die sich schließlich zu einem Gesamtbild formen. Dabei ist Casper ziemlich poetisch.

Fazit: Es ist nicht der ganz große Wurf, den ich persönlich nach "Unter der Sonne" erwartet habe. Schlecht ist das Album aber auch nicht. Es ist ein relativ gutes Konzeptalbum geworden, welches sehr ruhig ausgefallen ist und zum nachdenken anregen will. Auf jeden Fall ist es ein Album, dass sich angenehm vom "Gangster"-tum der heutigen Zeit abhebt und jedem empfohlen werden kann, der auf gute Texte steht und sich mit der Stimme von Casper anfreunden kann.

Wertung: 7,5/10
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.07.2011 23:15:16 GMT+02:00
wie kommt man denn bei 7.5 Punkten auf 3 Sterne :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2011 16:19:43 GMT+01:00
Naja 3,5 Sterne gehen nicht und 4 waren mir zu viel, also sind es 3 geworden. Deshalb habe ich die andere Wertung ja auch mit in die Rezension gepackt.
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