Kundenrezension

46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend famoser Teil der vorher schwächelnden Reihe, 7. Dezember 2013
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 4: Black Flag - Bonus Edition - [PlayStation 4] (Videospiel)
Ich bin mit sehr verhaltenen Erwartungen an das Spiel gegangen, da mich die beiden Vorgänger Revelations und Creed 3 nur noch mäßig begeistern konnten. Trotz vorheriger Skepsis, bin ich jedoch mehr als begeistert. Die Entwickler haben sich endlich von einigen nervigen Altlasten der Serie verabschiedet. Aber alles nacheinander.

Komme wir erstmal zu der bewegendsten Frage: Wie macht sich die Technik der PS4 Fassung. Hier gingen die Meinungen der allgemeinen Kritiken ja weit auseinander. Von "kaum ein Unterschied zur Current Gen" bis "Deutlich hübscher". Für mich ist zweiteres ganz klar richtig. Die 1080p Auflösung kommt dem Spiel sehr entgegen. Die Weitsicht ist einfach toll. Die ganze Szenerie erstrahlt in einem ganz neuen Licht. Endlich gehören auch hier matschige Texturen der Vergangenheit an. Felswände, Gräser usw. sind mit schönen Texturen versehen und Pop Ups sind auch deutlichst reduziert worden und fallen kaum mal auf. Das Wasser des Meers in dem Spiel, ist für mich als Konsolen only Spieler gar das schönste Wasser, was ich je in einem Spiel bis dato gesehen haben. Es sieht so plastisch aus, dass ich am liebsten selbst von Board meiner Brigg hineinspringen möchte. Einzig das typische Kantenflimmern an einigen Objekten, trübt das Gesamtbild ein wenig. Ich finde, dass das Spiel einfach nur herrlich aussieht. Sicher wäre bei der PS4 da noch mehr drin gewesen, aber dennoch bin ich sehr zufrieden. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass wir hier von einem Next Gen Spiel der ersten Generation reden. Ich hatte nach den vielen eher verhaltenen Kritiken zu der Grafik hier deutlich weniger erwartet. Kurzum, wenn man die PS3 Creed Teile gewohnt ist, sieht die PS4 Fassung phantastisch aus.

Auch soundtechnisch macht das Spiel eine sehr gute Figur. Sehr räumlich abgemischt. Die tosende See oder die Unwetter dringen förmlich ins heimische Wohnzimmer und sorgen für ein gelungene Atmosphäre.

Kommen wir zu dem Piraten Szenario. Ich finde es ganz famos. Diese Szenario ist ähnlich frisch wie das Unabhängigkeits Szenario aus Teil 3. Mir gefällt es aber deutlich besser. Dies ist sicherlich Geschmackssache. Das Spiel strotzt nur so vor Atmosphäre. Die Zwischensequenzen sind sehr herrlich in Szene gesetzt. Die sehr gute deutsche, filmreife Synchronisation, fügt sich in dieses Bild nahtlos ein. Der Charaker, den man spielt, (meiner Ansicht nach der bisher beste und interessanteste der Creed Reihe) hat die Synchronstimme von Tom Hardy, wenn ich mich nicht irre. Besser bekannt als Bane aus The Dark Knight Rises oder dem jüngeren Bruder aus The Warrior. Wenn man bei tosender Brandung seine Brigg frontal in eine riesige Welle legen muss, um keinen Schaden zu nehmen, ist das einfach nur Atmosphäre pur. Das Karibik Szenario ist versehen mit vielen liebevollen Details, die eine für mich kaum zu übertreffende fimreife Atmosphäre schaffen.

Kommen wir zum Gameplay. Wie ich eingangs schon erwähnte, haben die Entwickler sich von einigen Altlasten verabschiedet oder diese zumindest ausgebessert. Dieses Spielelement mit dem Fahndungslevel reduzieren, ist endlich ad acta gelegt worden. Wie habe ich es bei den Vorgängern gehasst, wenn man stumpf irgendwelche Steckbriefe abreißen musste, die zum Teil auf Dächern angebracht waren, wo sie eh niemand hätte sehen können. Das Spiel ist in dieser Hinsicht jetzt deutlich kulanter, was dem Spielfluss sehr entgegenkommt. Ähnlich wie bei GTA hat man eine Fahndungszone aus der man entkommen muss. In einem ungesehen Moment, kann man sich wie gehabt in den vielen verteilten Verstecken einfinden, bis "Gras über die Sache gewachen ist". Danach gehts dann einfach weiter, ganz ohne Fahndungslevel.

Die Stealthmechanik wurde ebenfalls verbessert. Beim Vorgänger funktionierte sie meist nur auf vorgegeben Routen. Bei Black Flag hat man da weit mehr Freiheiten. Das Dickicht in dem man sich nun verstecken kann, sieht auf der PS4 jetzt auch endlich glaubhaft aus, da die Vegetation weit üppiger gestaltet ist. Im Gegensatz zum Vorgänger verschwindet der Charakter nun wirklich optisch darin. Leider haben die Entwickler es immer noch versäumt, dem Charakter eine Schleichfunktion zu verpassen, in dieser er in gebückter Haltung läuft und weniger Geräusche macht. Das Fehler dieser Funktion ist vor allem dann ärgerlich, wenn man von Deckung zu Deckung huschen will und dann zwischendurch im aufrechten Gang weiter muss, Dies hat oft zur Folge, dass man oft von Gegner entdeckt wird. Mir ist unverständlich, dass man hier keine Abhilfe geschaffen hat.

Einige Features der Vorgänger erscheinen bei Black Flag jetzt in abgewandelter und wie ich finde auch sinnigerer Form. Zum Beispiel kann man immer noch Piraten befreien. In den Vorgängern waren es ja Personen, die man dann in nervigen Menüklickereien zu Assassinen ausbilden konnte. Dadurch wurde das Spiel dann noch leichter, wenn man diese eingesetzt hat. Ich habe es nach Brotherhood sein gelassen, weil es mich nur nervte die Assassinen in dem Menü auf Ausbildungsreise zu schicken. Hier schließen sich die befreiten Piraten der eigenen Crew an. Man hat an Board seines Schiffs extra einen Stärkebalken, der die Mannschaftsstärke anzeigt. Eine große Crew ist wichtig, um größere und stärkere Schiffe kapern zu können. Sehr gut gelöst wie ich finde. Überhaupt ist dieses Kapern sehr herrlich inszeniert. Man bekommt im Spielverlauf ein Fernrohr, mit dem man Informationen über die herumfahrenden Schiffe einholen kann. Man erkennt gleich die Ladung und die Stärke dieses Schiffs. Das Opfer seiner Wahl kann man dann im Gefecht kampfunfähig machen. Wenn man es versenkt, bekommt man automatisch die Hälfte der Ladung. Nimmt man sich jedoch die Zeit es zu kapern, muss man einen Teil der gegnerischen Crew eliminieren und man bekommt die ganze Fracht. Diese kann verkauft werden oder dient als Rohstoff für die Aufrüstung des eigenen Schiffs. Da man bei diesen Gefechten auch Crewmitglieder verlieren kann, empfiehlt es sich immer neue Piraten zu befreien, in Tavernen zu rekrutieren oder unterwegs schiffbrüchige zu retten.

Die Schiffsfahrten sind im Gegensatz zum Vorgänger nur ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Und dieser wurde gut weiter entwickelt. Unterwegs gibt es einiges zu tun. Man entdeckt Inseln, die man erkunden und plündern kann. Gegnerische Forts wollen eliminiert werden, wie bereits erwähnt können Schiffe gekapert werden usw. Mein persönlicher Favorit ist aber die Hai/Waljagd. Auch diese wurde herrlich inszeniert. Man wird in einem Beiboot zu Wasser gelassen und harpuniert in einem gelungenen Minispiel den Meeresbewohner. Der Ertrag sind wieder Rohstoffe zum verkaufen oder zur Herstellung von Ausrüstung. Das Minispiel erinnert ein wenig an den im Wasser lebenden Bossgegner aus Resident Evil 4.

Im Vorgänger gab es diese umherfliegenden Seiten die man sammeln konnte. Die gibt es jetzt auch wieder. Nur sind es diesmal Notenblätter für Shanties. Wenn man in einer Region alle Notenblätter sammelt, lernt die eigene Crew neue Seemannslieder, die sie während der Fahrten trällern. Auch das ist für mich Atmosphäre pur und eine sehr gute Idee.

Ich könnte mit diesen herrlichen Features noch lange so weiter machen, aber dies würde den Rahmen hier einfach sprengen.

Wo viel Licht ist, gibt es aber natürlich auch etwas Schatten. Die Kletterein laufen natürlich immer noch wie von selbst. Mir macht das nicht so viel aus, da es toll aussieht. Was jedoch immer noch nervt, ist die Tatsache, dass man noch viel zu oft mit Objekten interagiert, mit denen man es gar nicht möchte. Dieses Manko wird die Serie wohl nie loswerden. Auch an der Kampffront hat sich leider nichts getan. Am einfachsten ist es immer noch, wenn man den Gegner angreifen lässt und ihn dann per Konter im Quickkill ausschaltet. Wenn man sich nämlich in einer eigenen Kombo befindet und dann angegriffen wird, kann man nicht mehr reagieren und kassiert den Schlag. Wenn man es dann auch noch mit einem schwer bewaffneten Gegner zu tun hat, ist der Kampf schnell verloren. Hier wäre ein System wie bei den Batman Arkham Teilen meiner Meinung nach wünschenswert gewesen. Schließlich bekommt man bei Black Flag auch angezeigt, wenn der Gegner zum Streich ausholt. Nur anders als bei Batman kann man hier leider nicht reagieren. Bei den Kämpfen muss sich in der Reihe dringend etwas tun!

Ansonsten habe ich jedoch nichts zu meckern. In meiner Kritik fällt mehrfach der Begriff "Atmosphäre". Und das ist auch die große Stärke des Spiels. Durch glaubhafte, gut designte Charaktere, eine tolle stimmige 1080p Grafik und tollen Sound, wird eine unglaublich lebendige Piraten/Karibikwelt erschaffen, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat und mich das PS4 Pad nur schwerlich zur Seite legen lässt. Für mich persönlich ist es nach Last Of Us das zweitbeste Spiel, was ich im Jahr 2013 gespielt habe. Ich bin zwar noch nicht durch, aber ich würde an dieser Stelle 91% vergeben.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.12.2013 03:42:14 GMT+01:00
Patrick meint:
Sehr gute Rezension! Kann ich eins zu eins bestätigen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2014 11:17:47 GMT+01:00
Padde' meint:
Gute Rezi. Sehr ausführlich. Vieles kann ich auch bestätigen, so wie die Tatsache mit dem geklettere und der ungewollten interaktion mit Sachen. Nur dass mit dem Kampsystem halte ich für nicht ganz richtig?
Du sagst wenn man in einer eigenen Kombo ist kann man den Schlag des Gegners nicht mehr kontern? Da bin ich anderer Meinung? Also zumindest funktioniert es bei mir? Es gibt keinen Schlag egal was ich mache denn ich nicht kontern kann, vorrausgesetzt ich drücke "schnell" genug oder ich drücker überhaupt.

Freundliche Grüße Patrick.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 12:18:26 GMT+01:00
God of War meint:
Die Grafik ist aber wirklich hässlich.
Keine gscheite Kantenglättung.

Veröffentlicht am 03.06.2014 22:12:34 GMT+02:00
Danke für diese ausführliche und sachliche Rezension! Nachdem Watch_Dogs von Ubisoft nun eine so herbe Enttäuschung war, spiele ich AC4 noch mal auf der PS4 durch, obwohl ich es auf der PS3 schon durchgespielt habe. Aber was bleibt einem, wenn das nach einer Enttäuschung nach der anderen das einzige wirklich gute Spiel für die PS4 bislang ist? :-/
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