Kundenrezension

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trompeten und Pauken sehr wichtig bei Beethoven, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonien 5 & 7 (Audio CD)
Dies ist eigentlich keine Rezension, sondern eine Antwort auf die niederschmetternde Bespeching von Peter Lichtensteiger.
Ich habe diese Aufnahme jetzt mehrmals angehört - mit meinen sehr guten Sennheiser Kopfhörer. Es stimmt, die Pauken und Trompeten sind sehr prominent aber ich kann beim besten Willen keine zu große Dominanz feststellen. Für mich klingt die Aufnahme sehr natürlich. Die Balance zwischen den Orchestergruppen ist realistisch und entspricht die Wirkung live. Peter Lichtenberger schätzt die Aufnahme mit Paavo Järvi außerordentlich - ich auch. Dort sind die Pauken und Trompeten stärker im Gesantklang eingebettet, da hat er vollkommen recht. Die Kammerphilharmonie Bremen unter Järvi spielt auf moderne Instrumente. Auch die Pauken scheinen modern zu sein und folglich runder und weicher im Klang. Der Klang der modernen Streichern ist wesentlich lauter als den, bei Gardiner auf alten Instrumenten erzeugte. Dadurch bekommt die Pauke einen größeren Durchschlagkraft. Ich finde dies keineswegs störend. Im Gegenteil Gardiner's Pauken treiben die Musik unerbittlich voran, setzen Akzente und geben Impulse vorallem im letzten Satz der Fünften. Dort habe ich Paukenschläge gehört, die mir bisher entgangen sind. Das empfinde aber ich als sehr aufregend. Um es zusammen zu fassen bei Järvi höre ich mit Bewunderung zu, bei Gardiner kann ich kaum noch still sitzen, möchte mit dirigieren und laut singen. Interessant ist, dass die Pauken in der alten Gardiner Aufnahme weniger deutlich sind. Sie sind immer hörbar aber stärker integriert. Es scheint also eine bewusste künstlerische Entscheidung gewesen zu sein sie jetzt so zu betonen. Das Resultat finde ich sehr aufregend und für das Stück wohltuend.
Es ist unbestritten, dass Beethoven Trompeten und Pauken eine wichtige Rolle in seinen Sinfonien gegeben hat. Die Partituren beweisen das. Sie sollten deshalb auch deutlich hörbar sein weil sie für die Struktur der Musik entscheidend sind. Oft sind es die Pauken. die die Musik nach vorne "treibt". So ist es bei Gardiner.
Die Pauken zu Beethoven's Zeit wurden übrigens mit einem kleinen, harten Schlägel geschlagen. Ihr Klang war sehr klar und deutlich und blieb hörbar, sogar in Passagen wo das ganze Orchester spielte. Auch die Trompeten hatten einen hellen und penetranten Klang.
Deshalb kann finde ich die harsche Kritik von Peter Lichtensteiger nicht zutreffend.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.12.2012 23:57:39 GMT+01:00
Barockschlägel mit oder ohne Leder bezogen oder die Holzschlägel mit Holzkopf - von "Hammer" kann man wohl kaum reden - waren die Schlaginstrumente für Timpanis in der Beethovenzeit. Das hat zu einem obertonreichen Klangbild beigetragen, weitab von den heutigen dumpf und schwammig klingenden Pauken.
Eben gerade das hat zu einer durchsichtigen Instrumentalisierung und Darstellung geführt.
Also spricht ihr Argument mit dem "Hammer" gerade dafür, dass die Pauken gegenüber dem Orchester eben nicht so penetrant in Erscheinung traten, sondern sich ins Orchester integrierten.
Siehe auch meine Bemerkung zu den Trombonen.
Das alles hat mit der Kenntnis alter oder moderner CD-Aufnahmen wenig zu tun, sondern eher mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von "Laut" bei einem metallischen Klang oder bei einem dumpfen Klang, der erheblich lauter sein muss um als "gleichlaut"" empfunden zu werden.

PL
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