Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glück im Unglück, 11. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Don Giovanni (MP3-Download)
Die Geschichte ist bekannt ? Klemperer sollte / wollte eine Aufnahme des Giovanni machen, schlief im Bett mit der Pfeife ein, das brannte, er fiel wegen Krankheit über ein Jahr aus und Guilini machte die Aufnahme mit dem schon ausgewählten Team.

Die Aufnahme von Guilini wird hochgelobt.

Klemperer machte fünf Jahre später diese Aufnahme, mit einem anderen Team. Diese Aufnahme stand selten im Focus des Interesses.

Leider. Wir Hörer haben Glück im Unglück des Otto Klemperer. Am Beispiel des Don Giovanni: Eberhard Wächter sang bei Guilini, Ghiaurov dann bei Klemperer. Gar kein Vergleich. Wächter ist ein Leichtgewicht gegen den virilen Ghiaurov.

Dieser ist eine der Idealverkörperungen des Giovanni. Verführerisch, la ci darem la mano, herrisch und auftrumpfend in der Finalscene. Endlich ein Giovanni, der dem Standbild gewachsen ist und ihm Paroli bieten kann. Wenn er zur Buße aufgefordert wird ( pentiti) ,kann er ein Non entgegenschleudern.

Höchst eindrucksvoll. Mit Wächter hätte Klemperer das so nicht realisieren können.

Auch das sonstige Team gehört zu den besten, die es auf CD gibt.

Er selbst, der Dirigent, dirigiert eher ein dramatisches Werk als ein dramma giocoso. Das Heitere gelingt ihm weniger, das Dramatische umso besser. Wer hat je eine so dramatische Schluss-Scene gehört ? Gerade durch die langsamen Tempi wird der Reichtum der Partitur hörbar.

Nach wie vor eine der besten Aufnahmen dieses Werkes.

Warum man die download-Version kaufen sollte, ohne Textbuch und bei verminderter technischer Qualität, wenn man zum gleichen Preis die CD bekommt, erschliesst sich mir nicht.

Als CD gehört sie zu den Schätzen des Jahrhunderts.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.08.2009 18:56:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.08.2009 18:59:29 GMT+02:00
H. Lieberich meint:
Hallo, lieber hansalberts, es ist wie es nicht anders sein kann: wir alle sind nicht frei von subjektivem Urteil - einst hochgelobte Einspielungen weichen allmählich neueren - zunächst abgelehnten - Klangerlebnissen. An erster Stelle Harnoncourt (entsetzlich dessen asthmatisch-engbrüstig klingenden Streicher - grauenhaft...) danach jedoch Järvi, Schiff ( mit dem Bremer KOrch.), Norrington, Hoogwood, Adam u.I. Fischer, René Jacobs usw. - mit ihren jeweiligen Klangkörpern auf Kammerorchesterbasis - sie verhelfen mit erfrischender pulsierender Klangkraft zu hinreißenden Hörerlebnissen. Bitte - auch dies nur mein bescheidenes Eingeständnis subjektiven Empfindens. Aber auch - man höre sich die alten Aufnahmen der Beethoven-Sinfonien mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchester unter Leibowitz an - Interpretationen ohne partiturfremde Tempo- und Dynamikverfälschungen. Toscanini nah, aber doch mit einem versöhnlicherem Klangbild gezeichnet. Böhms Mozart-Opern, sie sind Denkmäler, bewundert und verehrt. Bertrand de Billy mit dem RSO Wien gelangen neuere Einspielungen der Da-Ponte-Opern Cosi (2000), Figaro (2001) u. d. D.Giovanni (2003) in bemerkenswerter Frische und Präsenz - zwar mit relativ wenig bekannten aber ausgezeichneten Sänger(inne)n. Die Aufnahmen erschienen bei ArteNovaClassics. Danke für Ihren Beitrag. H.Li.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2009 07:22:59 GMT+02:00
Sagittarius meint:
Lieber Herr Lieberich,

das Neue ist ja durchaus nicht immer das Bessere. Es gibt Aufnahme, die halten alle Veränderung aus. Sie bleiben gültig. Dazu würde ich diesen Giovanni von Klemperer zählen. Es ist durchaus nicht die einzige Version. Die Version von Billy lief gestern in 3Sat, Salzburg 2008. Hinter diesen Sänger müssen sich die von Klemperer nicht verstecken. Und musikalisch wird Klemperer auch nicht zum alten Eisen abzuschieben sein. Schöne Grüsse Hans Alberts

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.04.2011 10:55:49 GMT+02:00
Lieber Sagittarius, ich finde Sie haben recht. Der Don ist kein Verführer, sondern ein Wüstling. Mozart hat ihn nicht für einen Kavallierbariton, sondern für einen Basso Cantate geschrieben. Und somit ist die Aufführungstradition falsch, den Don mit einem Liedbariton wie Fischer Dieskau oder Prey oder Waechter zu besetzen. Mozart hat den Don als eine sadistischen feudalen Edelmann komponier, der nichts als Verachtung für die herrschenden Verhältnisse übrig hat. Bei Mozart war es der Austrokatholizismus, die sändische Ordnung, die Macht der Adligen. In der sog. "Champagnerarie" wird die Kritik deutlcih. Es ist von Tänzen die Rede. Tänze waren ein wesentlicher Bestandteil des höfischen Zeremoniells. Die Abfolge war streng festegelgt. Der Don bricht mit diesen Konventionen. Auch im Finale des 1. Aktes bei seiner Party, entschuldigen Sie die saloppe Bemerung werden die Tänze durcheinander gespielt. Bürgerliche mit adligen mit bäuerlichen. Es gibt für den Don keine Stände. In der Komturszene verwendet Mozart die erste Zwölftonleiter der Geschcihte " Don Giovanni a cerna teco" . Für die Zeit ein Unding. Und dieses moderne das verdammt visionäre hat keiner so dirigiert wie Kl`'emperreur. MeineLieblingsdongiovannis sind Tito Gobbi, zwar Bariton aber zynisch hinterfotzig, vor allen gegen die Schläger von Masetto, herrlich keifende Gesangsart. ...Ferräte [ im Stile, Masetto, Du bist so billig, du kannst nicchts anderes als brutal zuschlagen mit Deinen Saufkumpeln von Frühschoppen]
Bryn Terfel : sadistischer Pfundskerl im Umgang mit Leporello.
Nicolai Ghiaurov: Ein Machtmensch, der sogar, einem mit diktatorischer Macht ausgestatteten habsburgischen Stadtkommandanten trotzt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.07.2011 11:05:40 GMT+02:00
lupo meint:
Lieber Nikolaus Neugrodda,

"Der Don ist kein Verführer, sondern ein Wüstling."
"Mozart hat den Don als einen sadistischen feudalen Edelmann komponiert, der nichts als Verachtung für die herrschenden Verhältnisse übrig hat."

Das können Sie natürlich nicht belegen aus irgendeinem Brief Mozarts oder sonstigem Zeitzeugnis.
Deswegen ist das ihre subjektive Meinung und keine Tatsache. Wenn dies also keine Tatsache ist, dann ist ihre Aussage:
"Und somit ist die Aufführungstradition falsch, den Don mit einem Liedbariton ....usw."
nicht richtig.
Falsch und richtig gibt es hier nicht.
Wenn jemand natürlich das Vorurteil hat, der Don Giovanni kann nicht von einem "Liedbariton" (merkwürdige Bezeichnung) gesungen werden, dann klingt es natürlich für diesen falsch. Aber nur dann.

Ich habe selbst einige Male schon die Erfahrung gemacht, dass der erste Eindruck, wenn er überwältigend gut ist, das spätere Verständnis oder genießen können eines Musikstücks entscheidend mitprägen kann. Es dauert dann einige Zeit und es braucht Offenheit des Geistes, um etwas andere Interpretationen wertschätzen zu können.

Ich finde inzwischen mehrere Aufnahmen (von Krips 1955 bis Halasz 2000) inklusive Friscay 1958 (mit dem "Liedbariton") gleichermaßen sehr gut.

Mozart wusste selbst, dass die großen Sängerinterpreten (und Dirigenten) in Zukunft nicht alle gleich sein werden und er deshalb beim Komponieren nicht nur eine bestimmte Stimme und Interpretation im Sinne gehabt hat.
Richtig: dies kann ich auch nicht belegen....ist nur meine Meinung.

Viele Grüße
und auch einen Dank an "Sagittarius" Hans.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.10.2011 14:34:28 GMT+02:00
vully meint:
Wie kommen Sie darauf, dass das Komturthema "Don Giovanni, a cenar teco" eine Zwölftonreihe sein sollte?

Das ist schlicht und einfach ein gebrochener Moll-Dreiklang:

Quinte, Quinte, Oktave, Grundton, Grundton, kleine Terz, Grundton, Quinte, Quinte

Veröffentlicht am 30.08.2013 19:20:58 GMT+02:00
Sagittarius meint:
Diese Ausgabe gibt es nun preiswerter. amazon hat seine Preisgestaltung gar nicht im Griff. Inzwischen ist CD plus download billiger als der download.
Die hingefügten making of scenen sind nicht übermässig erhellend, aber mitnehmen kann man sie ja.
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