Kundenrezension

347 von 375 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man ist abhäbgig von Netatmo - leider., 16. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Netatmo Wetterstation für Apple iPhone und Android (Gartenartikel)
Ich konzentriere mich in meiner Bewertung auf die Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Die positiven Dinge, die von anderen Nutzern bereits ausreichend geschildert wurden, teile ich dennoch - und genau diese waren es, die mich zum Kauf der Wetterstation bewegt haben.

Ich habe einige Bewertungen gelesen...einige überflogen...die Gesamtstatistik (5 Sterne) sprach für sich und habe dann (trotz des hohen Preises) zugeschlagen. Was ich allerdings nicht registriert hatte: wie "behandelt" die Wetterstation ihre Daten. Darüber hinaus bin ich skeptisch was die Lebensdauer des Außenmoduls anbelangt.

A. "Datenhandling"
Bei der Installation muss der Innenraumsensor (große Röhre) mit einem PC oder Smartphone verbunden werden. Damit hatte ich gerechnet, da diese Sensoren ja in mein Heim-Netzwerk eingebunden werden müssen und man dafür eine Benutzeroberfläche benötigt. Was mir dabei jedoch auffiel war, dass man bereis bei der Einrichtungsprozedur einen Internetzugang benötigt (sicherlich heute nicht mehr ungewöhnlich). Gewundert hatte mich dann auch, dass man ein Konto bei Netatmo einrichten muss, was jedoch recht einfach von statten ging.

Erst nach Abschluss der Installation und Inbetriebnahme begriff ich, dass die Daten, die von den Sensoren gemessen werden, ins Internet übertragen werden - nämlich an Netatmo - und nicht von der Wetterstation selbst gespeichert werden (und wohl auch nicht gespeichert werden können). Das Einbinden in mein Heim-Netzwerk dient also lediglich dazu, der Wetterstation die Übertragung der Daten ins Internet zu ermöglichen. Das hat mich überrascht und empfinde ich als negativ.Auf der Webseite von Netatmo steht wohl, dass Internetzugang eine Vorraussetzung ist. Dies hatte ich aber nicht für den dauerhaften Betrieb unterstellt, sondern um Updates zu ermöglichen(was mein Verständnis anbelangt: Ich betreibe in meinem Netzwerk einen Server, Drucker, IP-Cam, mehrere Laptops, Smartphones, Tablet).

Warum stört mich das?
1. Ich benötige zwingend einen Internetzugang um die Wetterstation überhaupt betreiben zu können. Habe ich diesen nicht - zum Beispiel in meinem Ferienhaus, Wohnwagen, Hütte, etc., dann kann ich die Station gar nicht betreiben.

2. Wenn der Server von Netatmo, auf dem die Daten liegen, nicht erreichbar ist, dann komme ich nicht an meine Daten...die Wetterstation ist in dem Fall außer Betrieb.

3. Wenn Netatmo pleite geht (und das ist bei einem Startup-Unternehmen wie Netatmo ja durchaus nicht auszuschließen) und damit den Geschäftsbetrieb einstellt, dann ist die gesamte Hardware nutzlos und dient nur noch zur Dekoration. Das wäre vergleichbar mit: Ich kaufe mir ein Auto und in dem Moment, in dem das Unternehmen pleite ist, fährt mein Auto nicht mehr.

Bei einem 5 Euro Artikel würde mich das nicht stören, aber bei 170 Euro schon.

Viele Nutzer mag das nicht stören, denn so kommen sie einfach und ohne besondere Netzwerk-Kenntnisse an ihre Wetter-Daten - auch von unterwegs. Die Datencloud von Netatmo macht das möglich. Diese Möglichkeit hätte ich aber gerne als Alternative gesehen und nicht als zwingende Voraussetzung.

Damit meine ich konkret: Netatmo hätte die Speicherung der Daten in der Wetterstation direkt vorsehen sollen - einfach einen Speicher einbauen. Die Wetterstaion wird ins Heimnetzwerk eingebunden. Die App wird auf dem Smartphone installiert. Und innerhalb des Netzwerkes rufe ich die Daten ab - unabhängig von einer Internetverbindung. Wer Lust drauf hat, richtet sich ein Konto bei Netatmo ein und überträgt die Daten über das Internet dann an sein Konto und kann mit seinem Smartphone überall darauf zugreifen. Dann wäre die Geschichte rund.

B. Außenmodul
Erst der Langzeittest wird zeigen, ob das Außenmodul einem ganzjähigen Einsatz im geschützen Außenbereich wirklich besteht.
Die Standfläche des Sensors besteht aus Kunststoff. Hier befindet sich der Verschluss für die Batterien - genauso wie bei Geräten mit Batteriefach für den Innenbereich. Ob dies aber ausreicht, die Elektronik im Gehäuse dauerhaft vor der witterungsbedingten Feuchtigkeit zu schützen, bleibt anzuwarten. Ich bin da skeptisch.

C. Fazit
1. Da die Station nur mit Internetzugang zu betreiben ist, ziehe ich hier nur 2 Sterne ab. Diese Abhäbgigkeit empfinde ich wirklich als echten Nachteil und würde eigentlich zu mehr Abzug führen.

2. Für die Wertigkeit des Außenmoduls würde ich auch 1 Stern abziehen - lasse dies aber vorerst, da ich ja noch keine negative Erfahrung gemacht habe.

3. Ich ziehe nicht mehr Sterne ab, da die Wetterstation ansonsten nur noch 2 Sterne hätte und das würde dem wiederum nicht gerecht werden, weil es trotzdem ein gutes Produkt ist. Trotz der von mir empfundenden Negativpunkte bietet die Station genau das, was ich mir gewüscht habe: Temperaturmessung im Innen- und Außenbereich mittels Sensoren sowie Abrufen der Daten über eine App.

Daher 3 Sterne!

Wen die o.g. Punkte nicht stören, der kann nach meiner jetzigen Erfahrung beruhigt zugreifen.
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Kommentare

Von 7 Kunden verfolgt

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11-19 von 19 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2013 17:34:49 GMT+01:00
kaykral meint:
Ich habe eine praktische alternative in meiner bewertung geschildert - und aus technischer sicht scheint das keine grosse herausforderung zu sein. Es entspricht einfach nur nicht dem geschäftsmodel von netatmo...und aus deren sicht kann ich das durchaus nachvollziehen. Ich bin aber nicht netatmo.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2013 15:39:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.11.2013 15:39:48 GMT+01:00
@D.S.

Sie sollten sich mal schnellstens mit dem Thema dynamische DNS beschäftigen. Es gibt kostenlose Anbieter die wandeln ihre "ständig wechselnden IP Adressen" in eine fixe DNS um welche in eine App problemlos eingegeben werden kann und dies schon seit etlichen Jahren und mit dem Aufwand eines WLAN einrichtens.

Eleganter und mit mehr Aufwand ist sicherlich ein eigener Web Server den man aber auch für ein paar Euro im Monat hinterher geworfen bekommt, sogar von Amazon bei AWS wenn man will :-)

Ich denke allerdings auch das eine mögliche Pleite von Netatmo überbewertet wird denn a) denke ich nicht das das morgen passieren wird und ich kaufe solche Artikel nicht vor dem Hintergrund das sie nun 50 Jahre laufen müssen und b) halte ich es für unwahrscheinlich das Netatmo die Pforten schliesst ohne den Servercode für ihre Produkte zu veröffentlichen (Withings Waage, Blutdruckmessgerät, etc.) damit man private/halb private Server ohne kommerziellen Nutzen aufsetzen kann.

Veröffentlicht am 15.01.2014 14:53:14 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.01.2014 14:56:19 GMT+01:00
MoniWofa meint:
Hintergrund dieser Machart ist ganz einfach die "Einfachheit" und man findet sie zum Beispiel auch bei Digitalkameras, Überwachungskameras und Speichersticks mit WLAN, etcetera. Das hat nichts mit Datensammelwut der Hersteller zu tun oder dass sie was Böses im Sinn hätten, sondern es ist zurzeit der einzige Weg um auch "Laien" binnen Minuten zum vollen Glück zu verhelfen. Alles andere ist von der jeweiligen Infrastruktur abhängig, mehr oder weniger blöden Routern von Telekom usw. Eines funktioniert aber IMMER: Wenn ein "Client" einen Webserver im Internet adressiert und die Daten dorthin sendet. Umgekehrt geht es den Weg zurück mit jedem internet-tauglichen Endgerät. Völlig problemlos. Alle Alternativen sind was für Hobby-Administratoren, aber davon gibt es zu wenige, für die paar Hanseln lohnt es nicht, ein solches Produkt zu entwickeln.

Veröffentlicht am 16.02.2014 09:47:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.02.2014 09:57:43 GMT+01:00
N.H. meint:
Sicherlich ist die kritische Position des Rezensenten nachzuvollziehen und man sollte sich beim Kauf des Gerätes dieser Punkte definitiv bewusst sein. Aber zumindest bzgl. der Vertraulichkeit der Daten in der Cloud hätte ich nur Bedenken hinsichtlich der Aufzeichnung des Geräuschpegels. Hier könnte man tatsächlich die Frage stellen, was das Mikrofon im Haus aufzeichnen und an den Hersteller schicken kann. Was die anderen Informationen betrifft, so sind diese aus meiner Sicht diese völlig unkritisch. Zumal man ja nicht seinen richtigen Namen und seine richtige Anschrift angeben *muss*. Von Wetterdaten kann wohl kaum jemand auf meine Identität schließen, von Gesprächsinhalten schon, insofern dies möglich wäre. Diese Funktion müsste in der Tat deaktivierbar sein.
Ein Speichern historischer Daten im Gerät macht dagegen wenig Sinn, wenn man diese wirklich dauerhaft archivieren möchte. Ein Problem wäre hier z.B. ein Defekt des Gerätes und alle Daten sind weg. Auch das Hosten auf einem eigenen Webserver - wie hier in einem Kommentar vorgeschlagen - ist natürlich keine Option. Das Gerät soll von jedermann möglichst leicht zu bedienen sein. Wer stellt sich eine solche Infrastruktur zuhause hin, welche 24x7 in Betrieb sein müsste. Und vor allem: Wäre das dann sicherer, wenn Lieschen Müller ihren PC mit einem vorinstallierten IIS, Apache oder was auch immer direkt ins Internet stellt ? Das ist keine Option, bleibt also nur die Cloudlösung. Insofern lebt man mit dem Thema Cloud oder man darf viele moderne Anwendungen / Technologien konsequent nicht nutzen. Es betreibt ja auch niemand einen privaten Mailserver, weil er seine Mails nicht von web.de und Co hosten lassen will. Und diese Informationen sind wahrscheinlich kritischer, als Wetterdaten. Außerdem: Wer kontrolliert schon, was seine auf dem Smartphone / Tablet installierten Apps ins Internet schicken ? Seltsamerweise wird diese Möglichkeit hier gar nicht hinterfragt. Aber eine tolle App möchte natürlich jeder für diese Wetterstation. Doch die darf dann natürlich nur im eigenen Intranet funktionieren.

Bleiben für mich wirklich die Minuspunkte "Audioaufzeichnung" (in welcher Qualität der Daten auch immer) und tatsächlich die Abhängigkeit vom Hersteller. Diese impliziert nicht nur eine Insolvenz und damit Nutzlosigkeit der Hardware, sondern auch die Übernahme durch Dritte, welche u.U. Funktionen implementieren, die zum Zeitpunkt des Kaufs nicht existierten. Man denke nur an die Übernahme von NEST durch Google in der jüngsten Vergangenheit. Das wäre ein Beispiel, welches ein G'schmäckle hinterlässt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 11:59:37 GMT+02:00
Felix Z. meint:
Dynamische IPs sind kein Problem, das Stichwort hierfür ist DDNS (http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamisches_DNS).
Es wäre also überhaupt kein Problem, wenn die Daten lokal in der Wetterstation gespeichert werden würden und diese über einen integrierten Webserver zur Verfügung gestellt würden. Der interne Zugriff würde über eine feste lokale IP funktionieren, der Zugriff von Außerhalb über DDNS.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2014 12:54:12 GMT+02:00
Martin meint:
Das stimmt. Vielleicht als Alternative, aber nie als einzige Möglichkeit wäre das mit DDNS nutzerfreundlich. Ich habe mir vor kurzem nun das Teil auch geholt. Es ist schnell und komfortabel und das ist wohl mit der Grund, warum so viele so viel Geld ausgeben für die wahrscheinlich x-te Wetterstation. Solange die App kostenfrei bleibt und Netatmo auch weiterhin die Schnittstelle moderat oder kostenlos zur Verfügung stellt, passt es für mich. Sollen sie meine Daten doch auswerten oder verkaufen. Wenn sie aber anfangen die App als Abomodell laufen zu lassen, bin ich weg. Das ist ja wohl der neue Trend.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.05.2014 18:44:08 GMT+02:00
Michael Graul meint:
she ich genao so!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2014 20:28:59 GMT+02:00
Steve` meint:
Hinsichtlich der Audioaufzeichnung sollte sich auch recht einfach sniffen lassen, ob nur dB-Werte oder ganze Audiosegmente übertragen werden.

Ansonsten wäre es schön, wenn man es dem Anwender überlässt, ob er genug KnowHow und Ressourcen zum Selberhosten hat. Die Entscheidung ist ja auch nicht Cloud oder Selberhosten, sondern Cloud UND Selberhosten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2014 00:24:27 GMT+02:00
Christian meint:
Da nicht nur Temperatur sondern auch Geräusche aufgezeichnet werden sind die Daten sehr wohl interessant sofern man diese evtl. auch noch geografisch zuordnen kann (kA ob man seine Adresse angeben muss wenn man sich bei Netatmo registriert)

Im primitivsten Fall könnte man daraus ableiten wann man welche Wohnungen am besten ausräumen könnte. Für andere mögen das Ableiten von Gewohnheiten interessant sein - ich könnte mir Vorstellen dass sich das in personalisierte Werbung integrieren ließe.

Solange meine Daten vollkommen Anonym sind, ich uneingeschränkten Zugriff darauf und einen nutzen daraus habe können diese gerne verarbeitet werden. Ob all diese Voraussetzungen gegeben sind - da bin ich mir nicht so sicher.
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