Kundenrezension

323 von 350 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man ist abhäbgig von Netatmo - leider., 16. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Netatmo NWS01 wasserdichte Wetterstation für Apple iPhone und Android (Haushaltswaren)
Ich konzentriere mich in meiner Bewertung auf die Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Die positiven Dinge, die von anderen Nutzern bereits ausreichend geschildert wurden, teile ich dennoch - und genau diese waren es, die mich zum Kauf der Wetterstation bewegt haben.

Ich habe einige Bewertungen gelesen...einige überflogen...die Gesamtstatistik (5 Sterne) sprach für sich und habe dann (trotz des hohen Preises) zugeschlagen. Was ich allerdings nicht registriert hatte: wie "behandelt" die Wetterstation ihre Daten. Darüber hinaus bin ich skeptisch was die Lebensdauer des Außenmoduls anbelangt.

A. "Datenhandling"
Bei der Installation muss der Innenraumsensor (große Röhre) mit einem PC oder Smartphone verbunden werden. Damit hatte ich gerechnet, da diese Sensoren ja in mein Heim-Netzwerk eingebunden werden müssen und man dafür eine Benutzeroberfläche benötigt. Was mir dabei jedoch auffiel war, dass man bereis bei der Einrichtungsprozedur einen Internetzugang benötigt (sicherlich heute nicht mehr ungewöhnlich). Gewundert hatte mich dann auch, dass man ein Konto bei Netatmo einrichten muss, was jedoch recht einfach von statten ging.

Erst nach Abschluss der Installation und Inbetriebnahme begriff ich, dass die Daten, die von den Sensoren gemessen werden, ins Internet übertragen werden - nämlich an Netatmo - und nicht von der Wetterstation selbst gespeichert werden (und wohl auch nicht gespeichert werden können). Das Einbinden in mein Heim-Netzwerk dient also lediglich dazu, der Wetterstation die Übertragung der Daten ins Internet zu ermöglichen. Das hat mich überrascht und empfinde ich als negativ.Auf der Webseite von Netatmo steht wohl, dass Internetzugang eine Vorraussetzung ist. Dies hatte ich aber nicht für den dauerhaften Betrieb unterstellt, sondern um Updates zu ermöglichen(was mein Verständnis anbelangt: Ich betreibe in meinem Netzwerk einen Server, Drucker, IP-Cam, mehrere Laptops, Smartphones, Tablet).

Warum stört mich das?
1. Ich benötige zwingend einen Internetzugang um die Wetterstation überhaupt betreiben zu können. Habe ich diesen nicht - zum Beispiel in meinem Ferienhaus, Wohnwagen, Hütte, etc., dann kann ich die Station gar nicht betreiben.

2. Wenn der Server von Netatmo, auf dem die Daten liegen, nicht erreichbar ist, dann komme ich nicht an meine Daten...die Wetterstation ist in dem Fall außer Betrieb.

3. Wenn Netatmo pleite geht (und das ist bei einem Startup-Unternehmen wie Netatmo ja durchaus nicht auszuschließen) und damit den Geschäftsbetrieb einstellt, dann ist die gesamte Hardware nutzlos und dient nur noch zur Dekoration. Das wäre vergleichbar mit: Ich kaufe mir ein Auto und in dem Moment, in dem das Unternehmen pleite ist, fährt mein Auto nicht mehr.

Bei einem 5 Euro Artikel würde mich das nicht stören, aber bei 170 Euro schon.

Viele Nutzer mag das nicht stören, denn so kommen sie einfach und ohne besondere Netzwerk-Kenntnisse an ihre Wetter-Daten - auch von unterwegs. Die Datencloud von Netatmo macht das möglich. Diese Möglichkeit hätte ich aber gerne als Alternative gesehen und nicht als zwingende Voraussetzung.

Damit meine ich konkret: Netatmo hätte die Speicherung der Daten in der Wetterstation direkt vorsehen sollen - einfach einen Speicher einbauen. Die Wetterstaion wird ins Heimnetzwerk eingebunden. Die App wird auf dem Smartphone installiert. Und innerhalb des Netzwerkes rufe ich die Daten ab - unabhängig von einer Internetverbindung. Wer Lust drauf hat, richtet sich ein Konto bei Netatmo ein und überträgt die Daten über das Internet dann an sein Konto und kann mit seinem Smartphone überall darauf zugreifen. Dann wäre die Geschichte rund.

B. Außenmodul
Erst der Langzeittest wird zeigen, ob das Außenmodul einem ganzjähigen Einsatz im geschützen Außenbereich wirklich besteht.
Die Standfläche des Sensors besteht aus Kunststoff. Hier befindet sich der Verschluss für die Batterien - genauso wie bei Geräten mit Batteriefach für den Innenbereich. Ob dies aber ausreicht, die Elektronik im Gehäuse dauerhaft vor der witterungsbedingten Feuchtigkeit zu schützen, bleibt anzuwarten. Ich bin da skeptisch.

C. Fazit
1. Da die Station nur mit Internetzugang zu betreiben ist, ziehe ich hier nur 2 Sterne ab. Diese Abhäbgigkeit empfinde ich wirklich als echten Nachteil und würde eigentlich zu mehr Abzug führen.

2. Für die Wertigkeit des Außenmoduls würde ich auch 1 Stern abziehen - lasse dies aber vorerst, da ich ja noch keine negative Erfahrung gemacht habe.

3. Ich ziehe nicht mehr Sterne ab, da die Wetterstation ansonsten nur noch 2 Sterne hätte und das würde dem wiederum nicht gerecht werden, weil es trotzdem ein gutes Produkt ist. Trotz der von mir empfundenden Negativpunkte bietet die Station genau das, was ich mir gewüscht habe: Temperaturmessung im Innen- und Außenbereich mittels Sensoren sowie Abrufen der Daten über eine App.

Daher 3 Sterne!

Wen die o.g. Punkte nicht stören, der kann nach meiner jetzigen Erfahrung beruhigt zugreifen.
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Kommentare

Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.04.2013 19:06:07 GMT+02:00
Martin meint:
Naja, bleibt abzuwarten wann der Hersteller die Daten verkauft. Reichlich gestreute User bescheren dem Unternehmen wichtige Temperatur, Luftdruck und CO2 Daten. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit aus diesen Daten richtig Geld zu machen.

Veröffentlicht am 15.05.2013 13:11:30 GMT+02:00
Erste hilfreiche Rezi für diesen Artikel!

Veröffentlicht am 29.05.2013 11:03:00 GMT+02:00
Frank meint:
Vielen Dank für die ausführliche und hilfreiche Info!
Ich hatte die Station schon fast in den Warenkorb gelegt. Die Minuspunkte waren mir so auch nicht geläufig, da auch ich dachte, dass die Daten in der Station selber gespeichert werden.
Dieses Gerät hat sich somit für mich erledigt!
DANKE!!!

Veröffentlicht am 02.07.2013 07:55:56 GMT+02:00
B. Mario meint:
Ich kann mich Frank nur anschließen! VIELEN DANK für diese Infos.... somit hat sich das Gerät auch für mich erledigt.
- Aussensensor nicht Wetterfest?!?!?
- NUR Online nutzbar
- Was passiert eigentlich mit meinen Daten???

Nee da lass ich lieber die Finger davon

Veröffentlicht am 15.07.2013 06:45:21 GMT+02:00
Lapcharoensap meint:
Vielleicht ist dann eine IP Cam für 100¤ die ein ein analoges Thermometer aufnimmt dann doch die bessere Wahl.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.07.2013 08:55:58 GMT+02:00
Kurt K. meint:
Die muss dann aber auch in das Heimnetzwerk eingebunden werden :-)

Veröffentlicht am 02.10.2013 11:16:35 GMT+02:00
Ich sehe das auch, dass man bei einer Insolvenz von NetAtmo Probleme haben könnte, aber zum einen ist es doch wahrscheinlich, dass jemand das Unternehmen übernehmen wird und zum anderen frage ich mich, ob es wirklich besser wäre, die Daten lokal auf der Station zu speichern und dann vom Frontend aus abzurufen. Ein Rechner in einem modernen Rechenzentrum ist höher verfügbar als eine lokale Station per WLAN und DSL angebunden und die Daten sind bei NetAtmo gesichert, wenn ich mal die Station austausche (Defekt, Upgrade, etc.). Mir ist es auch schon passiert, dass eine SD Karte einfach so kaputt gegangen ist, also sind lokal gespeicherte Daten, die nicht redundant woanders gesichert werden, nicht so gut. Ein positives Beispiel für eine andere Lösung im Bereich Internetradio bietet Reciva, das Unternehmen bietet einen Server, über das die lokalen Radios ihre Setupdaten ziehen und auch hier wäre das Radio ohne Reciva wertlos, bisher war das aber kein Problem, Reciva gibt es immer noch.

Veröffentlicht am 11.10.2013 21:19:09 GMT+02:00
lala meint:
sehr hilfreich. bei dem preis immer online auf den hersteller angewiesen sein? nicht wetterfest? schade - wäre sonst sicher ein kauf gewesen

Veröffentlicht am 18.10.2013 12:29:46 GMT+02:00
Vielen Dank für diese nützliche Rezension. Das Gerät hat sich damit für mich erledigt. Sobald Netatmo hier nachbessert (d. h. auf diesen online-Zwang verzichtet), kann man noch mal über einen Kauf nachdenken.

Veröffentlicht am 15.11.2013 11:00:57 GMT+01:00
D.S. meint:
Ist ja schön, dass sich hier alle über den Onlinezwang beschweren, aber kennt jemand eine Alternative dazu?
Kaum ein Haushalt verfügt über eine statische IP Adresse, da eine solche nunmal teuer ist. Bei den üblichen dynamischen IPs hätte eine Smartphone App aber keine feste Adresse, über die die Daten abgerufen werden könnten. Ein entfall des onlinezwangs und speichern der Daten lokal, würde also dazu führen, dass ein wichtiges feature des Systems verloren ginge.
Der Weg über einen Server ist also unabdingbar.
Natürlich könnte dieser Server auch 'nur' routen, aber zugriff auf die Daten hätte er dann trotzdem.

Was nun den verkauf der Daten angeht:
Da es sich um Wetterdaten und nicht um persönliche Daten handelt, sehe ich keinen Grund, hier Datenschutzprobleme zu sehen. Klar, könnte es einen stören, dass man mit seiner Wetterstation Daten produziert, an denen jemand anderes verdient, aber macht es ganz ehrlich einen unterschied ob sie verdienen oder nicht?
So lange sie verdienen, wird es die Firma geben und das System damit lauffähig bleiben.
Davon abgesehen stellen sie die Serverfunktionen (die ja auch Geld kosten) für alle 'User' kostenfrei zur Verfügung.
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