Kundenrezension

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damals geht auch heute!, 24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Frei Händig (Audio CD)
Geschickt getrickst hat Stefan Gwildis ja schon auf seinen bisherigen Alben. Zwischen all die Motown- und sonst woher stammenden Soul-Klassiker, mogelte er den einen oder anderen eigenen neu fabrizierten Song. Daß dies nicht groß auffiel, schon gar nicht negativ, ist Kompliment und Bestätigung genug, es doch nun auch mal ein ganzes Album lang zu wagen.
Jetzt, fast dreieinhalb Jahre nach seinem letzten Album "Wünscht' du wärst hier", läuft, singt, musiziert Stefan Gwildis freihändig. Und er stolpert nicht, wackelt auch nicht beim gehen, läuft genauso sicher wie früher an der Hand geliehener Welthits.

Man muß gar nicht einzelne Songs sezieren, um "Freihändig" zu beschreiben. Das Klangbild, der satte, dicke, warme Soulsound ist nach wie vor da, vertraut und wohlig.
Und wenn man früher beim ersten Hören eines neuen Albums bei jedem Song zu Beginn dachte "Ah ja, kenn ich, ist doch im Original von soundso und der englische Titel lautet Brabbelbla", hört man heute das neue Album und denk sich "Ah ja, kenn ich, ist doch im Original von... nee Moment, kenn ich doch nicht, klingt aber so, als würde ich es schon seit hundert Jahren lieben!"

Gwildis und seine Mannschaft beweisen nichts geringeres, als das, was in den 60er und 70ern in Montown und Umgebung ging, auch heute noch in Hamburg und Umgebung geht. Man braucht einfach nur ein paar Leute mit einer kolossal großen Seele, mit Sinn für Musik die sich gleichmäßig auf Beine, Herz und Kopf verteilt und die ihre Instrumente lieben und beherrschen. Ab geht's und Klassiker für die Zukunft werden geboren.

Das Team um den Hamburger Soulman ist eingespielt und einsatzerprobt, Martin Langer und Tobi Neumann konnten sich als Komponisten mehr einbringen als es bei den Coversong dominierten Platten bisher möglich war und der Chef schrieb (Musiken und Texte) reichlich mit. Das Pe Werner einen Text beisteuerte ist nett, aber der wieder einmal hohe Textanteil von Michy Reincke, sichert die Platte auch für alle ab, die nicht nur mittanzen sondern auch genauer zuhören. Wo Michy Reincke den Bleistift anspitzt, fällt kurz darauf Lyrik aus den Sternen.
Und mit "Ohne Dich" hat das Album ein amtliches Duett mit der zauberhaften Regy Clasen, was man versehentlich für ein hinreißendes Liebeslied halten könnte - Text hören!

Das Album beweist, dass Stefan Gwildis auf große Hits vergangener Epochen nicht angewiesen ist, er kann auch eigene schaffen und sie selbstbewusst daneben stellen.
Tolle Platte! (Apropos, eine Pressung auf Vinyl aller Gwildis Alben, wär doch mal 'ne schwarze runde Sache!)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.02.2012 22:55:08 GMT+01:00
G. Feddersen meint:
Eine kleine Anmerkung zu dem Hiddentrack: Dieses letzte Stück ist dem verstorbenen Freund und Kollegen Ralf Schwarz gewidmet. Da darf man auch mal in stille Verweilen und die Worte fehlen einem auch, daher bleibt es ein Klavierstück.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.02.2012 00:36:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.02.2012 00:38:55 GMT+01:00
Das tut mir leid, das war mir nicht bewußt.
Aber ungeachtet des traurigen Hintergrundes zu diesem kleinen Stück, warum "versteckt" man es derartig.
Man könnte einen Titel einfach so anfügen, ohne das er im Cover auf der Tracklist auftaucht, oder wenn schon nicht seperat direkt anwählbar, dann nur eine, zwei Minuten der Stille. Aber über zwanzig?

Meine Kritik (die ja mit erkennbarem Augenzwinkern angefügt wurde) bezieht sich generell auf die ja recht häufige Verwendung von Hiddentracks.
Ein Lied ist so gut, so wichtig, daß es erwähnt sein sollte, dann muß man es nicht verstecken, oder der Künstler hält es für unwichtig, mißlungen oder dergleichen, dann kann man es aber auch ganz weglassen.

In der Praxis führt es letztlich dazu, daß man es beim ersten mal Hören abwartet oder die Vorlauftaste ewig hält, um künftig entweder nach dem offiziell letzten Lied abzuschalten oder jedesmal genervt das Knöpfchen drückt, ewig spult, um dann nocheinmal zwei Minuten zuhören. Völlig unabhängig, ob einem das Lied gefällt oder nicht. Mir scheint das unnötig und unsinnig. Und von all den Musikliebhabern in meinem Umfeld, gibt es wahrlich nicht einen, der sagt - Hiddentracks, tolle Idee.

Dem Freund zu Ehren in Stille zu verweilen, zeugt von Zuneigung und Respekt.
Und nun in Kenntnis dieses Hintergrunds, werde ich die recht saloppe Anfügung zum Thema Hiddentracks aus meinem Artikel entfernen.

Danke für Ihren Hinweis.

Veröffentlicht am 02.09.2013 23:16:06 GMT+02:00
Harald meint:
Trotzdem, eine klasse Rezension, vielen Dank!
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 64