Kundenrezension

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geniale Stücke soundtechnisch verhunzt., 27. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Root of All Evil (Limited CD im Mediabook + Aufnäher) (Audio CD)
Ich habe ja im Prinzip nichts gegen "moderne" Produktionen. So laufen gerne bei mir The Devils Blood und die neue Caliban oder Led Zeppelin und Meshuggah im Wechsel durch. Insoweit ist es völlig ok, wenn der Sound (die Produktion) den Stil der Band noch unterstützt.

Im Falle von Arch Enemy hat die Band ab 1996 drei sehr starke Death Metal Alben mit einem seinerzeit und auch heute noch guten, organischen Sound veröffentlicht. Am Gesang damals noch Johan Liiva.

Seit 2003 (Anthems of Rebellion) fährt die Band immer "krassere" und hörbar teurere Produktionen, die leider komplett totkomprimiert, klinisch und schlechthin unglaubwürdig klingen. Gerade der "Gesang" der werten Dame ist dermassen hörbar gedoppelt und getripelt und mit Effekten zugematscht, dass es schlichtweg lächerlich klingt.

Dieser Entwicklung setzt The Root of All Evil nochmals die Krone auf. Der Gesamtsound ist so dichtgekloppt, dass jegliche Dynamik vollends flöten gegangen ist. Man stelle sich einen Peak-Level vor, der konstant auf +-0 dB steht. Das klingt nicht nur schlecht, sondern total langweilig. Klar, es ist im ersten Moment schon beeindruckend, wie derbe der Hit "Bury Me An Angel" oder das geniale "Beast of Man" jetzt aus der Box gefeuert kommen. Aber diese Art der Produktion nutzt sich extrem schnell ab, so schnell, dass es bald nur noch nervt. Ähnlich wie bei Testament, Exodus und Helstar ist auch dieser Versuch, die alten Schätzchen mit "aktuellem" Sound wieder neu einzuspielen in die Hose gegangen. Denn es sind nicht alleine die Kompositionen, die einen Song ausmachen, sondern auch der Sound und die Zeit. Und diese wird einfach mit der Produktion eingefangen.

Daher ist man besser beraten, die alten Scheiben durchzuhören, zumal insbesondere die Vocals vielleicht nicht besser aber deutlich authentischer waren.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.10.2009 12:08:23 GMT+02:00
H-LO meint:
Ok, dass Dir die Neueinspielungen nicht gefallen kann ich nicht ändern. Allerdings halte ich die Ausführungen für übertrieben; vor Allem die Aussage, dass die neuen Vocals "authentischer" seien sollen. Wenn du dir z.B. die Live DVD anhörst wirst Du merken, dass Angela durch ihre Technik in der Lage ist hohe und tiefe Frequenzen gleichzeitig auszukotzen (klar werden auch mal mehrere Spuren verwendet, aber bei weitem nicht so exzessiv wie du es beschreibst, und warum auch nicht). Außerdem spielen die Musiker dynamischer als auf den Alten aufnahmen, wo der Sound übrigens matschiger ist (das die peaks geringer sind mag allerdings sein). Trotzdem: berächtigter wäre für mich die Behauptung, dass etwa "The Devil's Blood" nicht authentisch sind, wir haben schließlich nicht mehr 1970!

Veröffentlicht am 17.10.2009 18:00:42 GMT+02:00
Goat King meint:
dem stimme ich zu! Meine Meinung H-LO

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2009 15:09:53 GMT+02:00
muffy666 meint:
Ich möchte nur ein wenig und relativ leidenschaftslos die Fakten klarstellen:

1. Ich sage zu keinem Zeitpunkt, dass die neuen Vocals authentisch sind. Ich sage, dass Johan Liiva als Mann mit entsprechender Stimmlage Death Grunts per default besser und ich unterstelle "überhaupt" bringen kann, als eine Frau.

2. Niemand kann Live ohne technische (und damit sind KEINE Gesangstechnikten gemeint) Hilfe zweistimmig singen. Es gibt zwar die Disziplin des Oberton- bzw. Kehlgesanges, doch wurde dieser primär von Leute wie Stockhausen vorangetrieben bzw. in asiatischen Klöstern. Frau G. dürfte Live einen schlichten Harmonizer, etwa wie den TC Electronic Voicelive 2 Harmonizer verwenden.

3. Unter Dynamik verstehe ich jedenfalls: Abstufungen der Lautstärke, kontinuiertliche Übergänge oder Akzente (kurze Peaks). All dies gibt die CD nicht her, da sie immer komplett bis zur unteren Zerrgrenze hochgepegelt ist.

4. Naja, ob es unglaubwürdig sein soll, einen bestimmten Stil zu spielen, nur weil dieser vor längerer Zeit geprägt wurde, halte ich für sachfremd. Dann dürfte es ja auch kein Metal mehr geben, weil man das schon in den 80ern gespielt hat. Das Argument zieht also nicht wirklich.

5. David, ein Hammer-Beitrag! :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.12.2009 15:21:42 GMT+01:00
Motörfader meint:
Naja, bei härterem Metal mit ordentlich double base, getriggerten Drums und high-gain Gitarrensounds ist eine Kompression an sich überhaupt nicht schlimm. Ist doch kein Sinfonieorchester.

Wenn überkomprimiert wird ist der Sound schlechter, aber der 0 dB Pegel an sich ist kein schlechtes Qualitätsmerkmal.
Wobei mir die letzte Arch Enemy auch ein wenig überkomprimiert vorkam, im Gegensatz zu den Sahnesoundteilen "Doomsday Machine" und "Anthems of Rebellion", die ja noch von der Ikone Andy Sneap gemischt/produziert wurden.

Veröffentlicht am 28.12.2010 17:32:23 GMT+01:00
Trollask meint:
Der Sound macht in der Tat kein Vergnügen. Manchmal sollte man gut produzierte Platten einfach in Ruhe lassen. Die Atmosphäre einer Platte macht meines Erachtens einiges aus. Diese wird durch Neueinspielungen häufig zerstört. Bestes Beispiel dafür ist die Stormblast...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.01.2013 13:43:09 GMT+01:00
H-LO meint:
- 1. Ja, da habe ich nicht genau gelesen ; )

- 2. Ich meinte Frequenzen, nicht Gesangsspuren. Und da hat sie ein breiteres Spektrum, als das dumpfe Gebelle von Liiva (nicht als besser/schlechter zu verstehen); live kann ja einer der Brüder mitbrüllen...

-3. Dynamik können die Musiker auch; nicht nur die Mischpulte. Meinte, dass die Amotts sich stark verbessert haben, was ihre Solo-Arbeit anbetrifft...

-4. Das war kein Argument, und auch nicht wörltlich zu nehmen...

Aber im Grunde interessiert mich das Album auch nicht so... und, da Stimme ich voll zu, die Metal-Produktionen haben in den letzten 12 Jahren leider wirklich einige schlechte Entwicklung
vollzogen (wobei ich die Testament '... still deadly' äußerst gelungen fand)...

Ihr leicht irrer Schreibstil gefällt mir (irre, weil sie mehr mitkriegen, als andere, was für'n Wahnsinn in der Metal-Szene passiert).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2013 19:08:45 GMT+01:00
muffy666 meint:
Vielen Dank! :-)
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