Kundenrezension

56 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja, nicht ganz so schlecht, aber ..., 27. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Der fliegende Holländer (DVD)
Warum kann es nicht einen Holländer geben, just so, wie ihn Richard Wagner imaginierte? Auch auf dieser DVD steht - wird behauptet - das Werk sei von Richard Wagner. Der aber hat eine nordische Seefahrer-Geschichte erzählt und vertont, weil ihm das richtig erschien, weil er das wollte ... und NICHT eine tiefenpsychologische Traumdeutungs-Show einer frustrierten Landpomeranze. Warum kann sich ein Regisseur mit Blähungen nicht einen gleichgesinnten Kompositeur nehmen und einen Bühnenbildner und was auch immer - und seine Vorstellungen dann umsetzen, "von Harry Kupfer" dann eben.-
Richtig. Weil das keine Sau interessieren würde. Sie brauchen ein Vehikel, sie nehmen sich eines und das wird dann auf Teufel komm´raus mißbraucht und zerstört.
Was kommt als nächstes? wenn ich in eine Rembrandt-Ausstellung gehe - sehe ich dann nur noch Übermalungen vom Herrn Franzi Hinz oder Kunz, oder die Nachtwache aus der Sicht des gerade dienstfreien Aushilfswächters?
Trotzdem 3 Sterne, weil einige Bilder DOCH und trotz alledem stimmen, und weil´s musikalisch nicht so schlecht ist, wie Bayreuth seitdem geworden ist.
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11-15 von 15 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2012 08:45:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.07.2012 18:18:23 GMT+02:00
An EDDF01 : Was meinen Sie denn nun konkret. Was ist peinlich? Die Unwissenhheit über Wagners Werkintentionen, die Beschimpfung von Regisseuren oder was? Erstaunlich, daß bestimmte Vertreter immer genau wissen, was Wagner angeblich imaginierte, ohne - jederzeit wissenschaftlich belegbar- nur die geringste Ahnung seiner schriftlich nachzulesenden Werkintentionen zu haben. Der Bauch sagt nicht was Wagner sich vorstellte. Von einer romantischen Schauerballade kann bei Wagners Werkintentionen nicht die Rede sein. Ihm war der Mythos lediglich Transportrahmen seiner Weltanschauung. Ich will das hier auch nicht weiter mit Belegen ausführen, weil bestimmte Vertreter ohnehin keine Fakten wissen wollen. Sollte Bedarf bestehen, kann ich alle getätigten Darlegungen wissenschaftlich untermauert, belegen. Wer Inszenierende -egal ob es nicht gefällt- mit Beschimpfungen wie Mist und Blähungen und ähnlichem belegt, muß auch vertragen können, daß solche Entgleisungen in ihrer Wahrnehmungsbegrenztheit einmal offengelegt werden. Regisseure verstehen sich in aller Regel nicht als Erfüllungsgehilfen der Tradition sondern als Widerspiegler gesellschaftlicher Aspekte in subjektiver Form. Genau das , was Wagner gewollt hat, wenn man seinen Darlegungen folgt. Er wollte sich ja gerade von der Erbauungsoper absetzen und eine politische Botschaft vermitteln. Das ist alles in umfangreichen schriftlichen Darlegungen durch Wagner selbst und in umfassender Fachliteratur belegt.
Das heißt natürlich nicht, daß Regie-Theater-Inszenierungen besser sind als traditionelle. Es gibt eben je nach Geschmack die unterschiedlichsten Ergebnisse. Genauso gibt es hervorragende traditionelle Inszenierungen. Siehe z.B. die Barock-Opern in jüngster Zeit inszeniert. Das Problem bei Wagner liegt darin, daß sich hier Schwarmgeistige kultisch verrannt haben und nicht daran interessiert sind, sich mal schlau zu machen, was in der Wagner Tradition die wahre Verfälschung der Werke war. Nicht das Bühnenbild ist die Botschaft.
Lesen Sie einfach mal die Ring Interpretation von G.B. Shaw aus dem Jahre 1898, also noch ganz nah dran an Wagner, als "Wagner Brevier" veröffenlicht. Dort können Sie die allegorische Bildsprache und die Tatsache kennenlernen, daß Wagner eine Darstellung der politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts vor Augen stand, natürlich in einem künstlerisch prozessoralen Geschehen, welches sich über Jahrzehnte hinzog und auch nicht so zu verstehen, daß es nur einen Zugang zum Ring gibt. Der ist stets offen durch den mythischen Transportrahmen und wird immer den Zeitgeist widerspiegeln.
Also die Bühne Welt, die Wagner gewollt hat. Keine museale Verwaltung, des ersten Rings 1876, den er eher desaströs sah. Einen anderen hat er nicht mehr erlebt.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2012 08:47:35 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 06.02.2012 08:48:45 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2013 13:43:37 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.01.2013 13:04:40 GMT+01:00
Pelleas07 meint:
@Seidel

Ihren Ausführungen zu Wagners Werkintentionen stimme ich voll zu. Dass Wagner die mittelalterliche Sagenwelt und den nordisch-germanischen Mythos nicht mit dem Ziel einer kulturellen Wiederbelebung des Mittelalters, sondern als Vehikel für seine gesellschafts- und zivilisationskritischen Anschauungen aufgegriffen hat, steht außer Zweifel. Der Mythos ist in der Tat (deutungs-)offen und zeitlos. Gerade deshalb aber sollte der mythologische Charakter der Werke Wagners (und anderer) nicht zerstört werden. Genau dies geschieht jedoch in den vielen Inszenierungen, in denen das Werk lediglich als Projektionsfläche für die persönlichen Positionen des jeweiligen Regisseurs herhalten muss. In der aktuellen Inszenierung (2013) des "Siegfried" am Mannheimer Nationaltheater wird Siegfried als Clown, als Hanswurst, als dummer August dargestellt. Ich kenne Bermbachs Ausführungen zum "Ring des Nibelungen". Und gerade deshalb bin ich auch der Auffassung, dass selbst, wenn man Siegfried als einen gescheiterten "Helden" auffasst, eine solche, oben erwähnte Darstellung weit über das Ziel hinausschießt und eben nichts mehr mit Wagners Werkintentionen zu tun hat.
Im "Rondo"-Magazin (6/2012) beklagt der Sänger Christian Gerhaher, der von sich selbst sagt, er habe einen eher intellektuellen Zugang zur Musik, dass das "Regie"theater dem Publikum offenbar nicht zutraue, einen alten Stoff auch heute noch zu begreifen, obwohl der Mensch doch ein "in Historie befangenes Wesen" sei und fragt, warum man ihm denn dann keinen historischen Kontext zumuten solle. Was Wagner eben nicht wollte, war Gesellschaftskritik nach dem Vorbild des realistischen bzw. naturalistischen Romans eines Balzac, Flaubert oder Zola, wie dies zum Teil in der italienischen und französischen Oper ("La Traviata", "Carmen", "La Bohème") der Fall ist.
Darüber hinaus beinhaltet Wagners Werk auch ein utopisches Potential. Wo bleiben der Ausblick und die Hoffnung auf eine neue, bessere Welt, die Wagner sich ersehnte (im Finale der "Götterdämmerung" auch zu hören), weshalb er überhaupt erst zum Revolutionär wurde und eben auch den "Ring" ersann? Auch dies gehört eine Inszenierung mit hinein (wie in der 1976er von Boulez/Chéreau in Bayreuth).

Ein weiterer Kritikpunkt am "Regie"theater (wird in konservativeren Aufführungen eigentlich keine Regie geführt?) besteht meines Erachtens in der ungeheuerlichen Vernachlässigung des moderneren bzw. zeitgenössischen Musiktheaters. Es gibt im Repertoire der meisten europäischen Opernhäuser einen Kern von 50-60 Werken (im Wesentlichen Mozart, Rossini, Verdi, Puccini, Wagner, Strauss und verschiedene einzelne Werke wie "Fidelio", "Der Freischütz" u. a.) die rauf und runter, um nicht zu sagen zu Tode inszeniert werden, und dies nicht nur in Jubiläumsjahren wie 2013 mit dem jeweils 200. Geburtstag von Wagner und Verdi. Und jeder Regisseur meint, auch unter dem Druck der Feuilletons, immer wieder eine vollkommenen neue "moderne" Sicht auf das Werk präsentieren zu müssen (und zu können). Da dies aber nicht unendlich möglich ist - jedes Werk hat nun mal eine mehr oder weniger fest umrissene thematische Konzeption - kommt es zwangsläufig immer wieder auch zu völlig abstrusen Deutungen, die völlig am Werk vorbeigehen (ich meine nicht die hier besprochene hervorragende "Holländer"-Inszenierung von Kupfer). Warum wendet man sich eigentlich nicht viel stärker der Oper des 20. / 21. Jhdts. zu, wenn man schon ach so "modern" und "aktuell" sein möchte? Wir haben in diesem Zeitraum gerade im deutschsprachigen Raum herausragende Werke, die von unserem angeblich so aufgeklärten "Regie"theater sträflich vernachlässigt werden. Wo sind denn (von gelegentlichen Ausnahmen abgesehen) die Aufführungen von Schönbergs "Moses und Aron", Zimmermanns "Soldaten", Lachenmanns "Mädchen mit den Schwefelhölzern", der Opern Hans Werner Henzes, Aribert Reimanns? Was ist mit Stockhausens "Licht"-Zyklus, der nicht weniger monumental und weltumspannend ist als Wagners "Ring"? Da wird von allen Seiten gekniffen, von den Opernhäusern, den Regisseuren, auch vom moderner Musik vermeintlich ja so aufgeschlossenen Wagnerpublikum. Dass den genannten Komponisten damit ein ungeheuerliches Unrecht angetan wurde (Henze und Stockhausen) bzw. wird (Reimann:"Lear", "Troades", "Das Schloss", "Medea"), muss wohl nicht eigens herausgestellt werden.
Erfreuen wir uns also weiter an der 5.000. "Traviata", der 10.000 "Carmen", dem 20.000 "Lohengrin" usw., natürlich in immer noch "neueren" und noch "moderneren" und noch "aktuelleren" Deutungen.
(Meine Tochter würde gerne mal die "Zauberflöte" live erleben. Solange Pamina in ihrer g-Moll-Arie allerdings mit blutverschmiertem Gewand und eben solchem Messer über die Bühne läuft, muss ich ihr dieses Erlebnis noch eine Weile versagen.)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2013 12:44:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.07.2013 12:54:38 GMT+02:00
Wie ich schon an anderer Stelle darlegte, kann ich Ihre Kritik an bestimmten Inszenierungskonzepten sehr gut nachvollziehen. Auch mir erscheint die simple eins zu eins Übertragung von Personen und Milieus eher kontraproduktiv im Sinne einer ästhetisch adäquaten Umsetzung. Wenn Regie nur noch Zuordnungsfunktion in die Neuzeit ausübt und die notwendige Bebilderung liefert, fehlt die Substanz.
Falls nicht bekannt, schauen Sie mal bei Herbert Wernicke Inszenierungen, Elektra, Les Troyens, La Calisto, Giulio Cesare. Leider zu früh verstorben, dieser Künstler.

Veröffentlicht am 07.01.2014 10:49:17 GMT+01:00
Der aber hat eine nordische Seefahrer-Geschichte erzählt und vertont, weil ihm das richtig erschien, weil er das wollte ... Zitat Ende.

Und genau das stimmt nicht!

Es ist keine Seefahrer-Geschichte, diese ist nur das mythologische Gewand in das sie sich kleidet. Wie Alle Dresdner Opern handelt es sich um Künstlerdramen.
Mehr möchte ich hier nicht schreiben, außerdem gibts genug Literatur dazu (z.B von Hans Meyer)
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