Kundenrezension

187 von 223 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein TV Ereignis geht zu Ende und lässt Raum für eigene Interpretationen. Großartig!, 22. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Lost - Die komplette sechste Staffel (5 DVDs) (DVD)
Das größte TV Ereignis aller Zeiten geht zu Ende. "LOST" schaffte den Durchbruch im Jahre 2004. Plötzlich war jeder angesteckt vom Mysterium. "LOST" war nicht nur eine Geschichte über einen Flugzeugabsturz, sondern eine Geschichte über das Leben und wie man es sehen kann. Keine Serie versteht oder verstand es Science Fiction, Horror, Action und Drama so nah beieinander zu kreieren, ohne das es irgendwie unecht wirkte, wie das Serienhighlight von J.J. Abrahams. Jeder, der von der ersten Staffel an von "LOST" begeistert war, der hat sicher auch alle Staffeln mitverfolgt, so auch die sechste und letzte Staffel!
Natürlich war das Warten nach dem gnadenlosen Cliffhanger vom 5. Staffelfinale unerträglich! Und weil es ja schließlich die letzte Staffel einer Serie mit Unmengen an Mysterien war, verlangten die Fans auch nach Lösungen und Erklärungen. Was hat es mit den Zahlen auf sich? Wer ist Jacob? Was ist das große Geheimnis der Insel? Sind alle eigentlich tot oder noch am Leben? Mit diesen Ansätzen gingen wir LOST- fans nun in den finalen Auftakt der definitiv spannendsten und fesselndsten Serie aller Zeiten!

!VORSICHT WEGEN EVENTUELLER SPOILER!

"LOST" geht genau da weiter, wo es in Staffel 5 aufgehört hat: Nachdem die Wasserstoffbombe hoch ging fiel wachen alle im Dschungel auf und befinden sich wieder in der Gegenwart. Jedoch scheint etwas anders zu sein. In einer anscheinenden Parallelzeit sehen wir einen Oceanicflug, der nicht abstürzt und ohne Probleme in Los Angeles ankommt. In dieser Welt scheinen die üblichen Charaktere wie immer zu sein, aber nur auf den ersten Blick...
In der Gegenwart geht die Geschichte dramatische Wege: Locke entpuppt sich als der schwarze Rauch und verfolgt nun ein Ziel. Jedoch hat dies nicht nur Folgen für die Insel...

Mehr möchte ich nicht schreiben, weil ich wahrscheinlich zu viel verraten würde. Fakt ist jedoch, dass die eigentliche Geschichte erst dann beginnt. Schon ab den ersten beiden Episoden ("LAX I" und "LAX II") merkt man, dass "LOST" langsam auf ein Ende hinausläuft.
Dabei achtet die Serie wieder Mal auf jeden einzelnen Charakter, der in jeder neuen Folge analysiert wird. Diesmal gehen die Produzenten aber in eine ganz andere Richtung:
Mit den sogenannten "Flash Sideways" sehen wir immer das Leben eines Losties in der "Parallelwelt". Das mag zunächst eigenartig klingen und aussehen, aber nach mehreren Folgen entdeckt man, dass viel mehr dahinter steckt, als nur eine simple "Was wäre wenn?" Alternative!
Dennoch gibt es zwei Ausnahmen: In "Seit Anbeginn der Zeit" ("Ab Aeterno" klingt viel besser!) und "Übers Meer" werden die guten alten Flashbacks wieder benutzt und zeigen die wohl besten Rückblenden überhaupt in "LOST"! Aber später mehr dazu...

Die wichtigsten und neusten Elemente in der letzten Staffel sind neben den Flash Sideways zum Beispiel der Tempel und die Fokussierung auf Jacob und den Mann in Schwarz und deren "Spiel". Darauf baut ein Großteil der Staffel auf, während die Darma Initiative und das Thema des Zeitreisen so gut wie gar nicht mehr angestoßen werden. Aber warum auch, für mich haben sich diese Themen erledigt und sind in sich abgeschlossen. Jetzt geht es um das letzte große Mysterium, dass "LOST" so interessant gemacht hat: Zufall und Schicksal, Wissenschaft und Glaube.
Endlich erfahren wir wer Jacob ist, warum er auf der Insel ist, was es mit dem Mann in Schwarz auf sich hat und was das Geheimnis der Insel ist. Viele werden jetzt fragen: Wo sind denn die Antworten?

Die letzte Staffel hat nicht umsonst jede Menge Kritiken bekommen und wird von vielen Fans als grauenvoller Abschluss angesehen. Denn die so dringenden Antworten, auf die alle gewartet haben werden nicht alle so überraschend geliefert, wie man das sich vielleicht gewünscht hat. Einige Sachen scheinen nicht gelöst worden zu sein und besonders die zweite Hälfte der Staffel geht sehr ins Spirituelle und Abergläubische. Da viele auf eine große und logische Antwort gehofft haben, die wirklich jedes Problem in "LOST" klärt, wurden die Meisten enttäuscht. Ist die Serie deshalb eine große Vera*sche? Nein!
Carlton Cuse und Damon Lindeloff geben im letzten Akt viel Raum für eigene Interpretationen und Ansichtsweisen. Das merkt man vor Allem in "Das Ende"... Fast jeder hat eine andere Ansicht vom Ende und interpretiert es anders. Aber darauf will ich gar nicht weiter eingehen um mich nachher den unzähligen Kritikern auszuliefern. Ich sage nur, dass man nicht mit der Erwartung ran gehen darf, in der man sich eine 100 %ige Lösung erhofft, man muss sich auf etwas einstellen, das zwar einfach aber auch effektiv sein kann!

Doch bevor wir uns dem Ende nähern gibt es da noch Einiges zu erwähnen:
Es gibt wieder ein paar neue Figuren, aber im Zentrum stehen hauptsächlich die altbekannten Charaktere, die von Anfang an dabei sind. Erwähnenswert ist, dass (fast) alle Figuren, die wir im Laufe der sechs Jahre ins Herz geschlossen haben, nochmal auftauchen werden. Und alle werden eine Rolle spielen im großen "LOST"- universum. Und endlich werden die Charaktere zentriert, die alle am meisten beschäftigt haben. Zunächst Richard Alpert, der nicht altert und mittlerweile ein allgemeiner Liebling der Fans ist. In "Ab Aeterno" erfahren wir seine Geschichte und warum er so ist, wie er ist. Und wir sehen hier die wahrscheinlich beste Episode von "LOST" (für die, die "Das Ende" schrecklich fanden...) Nestor Carbonells Leistung hier ist unglaublich!
Und Jacob und der Mann in Schwarz erhalten eine große Rückblende in "Übers Meer", in der nicht nur das Geheimnis der Insel gelüftet wird, sondern auch eine Frage beantwortet, die seit der ersten Staffel besteht... Für Einige werden diese beiden Folgen die Interessantesten in dieser Staffel sein.
Doch es gibt noch viele andere Höhepunkte: Gegen Ende nimmt die Serie ein unglaubliches Tempo auf und die eine oder andere überraschende Wendung wird den Zuschauer vom Hocker reißen und ihn mitleiden lassen ("Der Kandidat").

Nun zum Dreh- und Angelpunkt der gesamten Serie: "Das Ende". Die Doppelfolge von "LOST" ist insgesamt 100 Minuten lang und bietet ein Filmformat der Serie. Alles wirkt in diesen letzten Minuten, wie ein Hollywoodblockbuster, aber da steckt mehr dahinter! Das Finale ist groß, laut, bombastisch, mitreißend und voller Gefühl und liefert uns ein sehr seltsames aber dennoch logisches Ende. All das wirkt anfangs sehr großartig, aber nach dem Anschauen werden viele ein Gefühl von "Das solls jetzt gewesen sein?" haben. Ich selbst hatte dieses Gefühl, aber nach einer Weile und vielen Überlegungen und eigenen Gedanken gewinnt dieser Abschluss von "LOST" einen gewissen Charme. Für mich ist das Finale einfach umwerfend, nicht nur weil es ein Ende für die Charaktere von "LOST" ist, sondern weil man sich selbst eine Antwort zusammenbasteln muss. Die Puzzleteile sind die sechs Staffeln und all die ergeben ein großes Bild. Ein Bild mit Lücken, die man selbst füllen kann. So sehe ich "LOST"!
Und ganz unter uns: Die letzte halbe Stunde liefen bei mir ununterbrochen Tränen!

Die Schauspieler leisten wie immer atemberaubende Arbeit, vor Allem die Hauptcharaktere, wie Matthew Fox (Jack), Terry O Quinn (Locke) oder auch Nestor Carbonell (Richard). Und von der Optik und der Atmosphäre lehnt sich die letzte Staffel sehr an die erste an, bleibt aber wie immer. Aber dazu muss man, finde ich nichts mehr sagen.
Außer der Score von Michael Giacchino: Jedes mal hat sich Giacchino übertroffen, so auch in seiner letzten Arbeit. "The Final Season" ist mit Abstand seine beste Arbeit, in der jede Menge neue Themen aufgeführt werden und die alten wundervoll zusammengeführt werden und sich besonders in den letzten Minuten zu einem unvergesslichen Hörvergnügen steigern!

Letztendlich ist meine Meinung diese: "LOST" ist die beste Serie, die ich jemals gesehen habe und das hauptsächlich, weil sie etwas hat, das andere Serien nie haben werden: Eine mitreißende Spannung und das in jeder Folge! Dazu ein Universum an Mysterien, Lebensphilosophien- und ansätzen, wundervollen und echten Charakteren und eine faszinierende Geschichte. Ich werde diese Serie vermissen und damit bin ich sicherlich nicht allein, denn "LOST" hat wahrscheinlich eine der größten Fangemeinden, neben "Star Wars", "Herr Der Ringe" oder "Harry Potter"! Niemals gab es so was und das wird es auch nie mehr geben, davon bin ich überzeugt. Wer seine Erwartungen nicht unendlich hoch schraubt und sich einfach auf diese Staffel einlässt, der wird einen grandiosen Abschluss von "LOST" erleben!

Danke für sechs unvergessliche Jahre!

Update 19.07.2012: Nach dem bereits dritten Ansehen der Serie, ist für mich nun alles klar, jede Unstimmigkeit macht nun Sinn! Warum? Wenn man die Serie mal ganz nüchtern sieht (und das habe ich dieses Jahr getan und alle Folgen objektiv betrachtet), dann entbehrt "LOST" einem eine wundervolle Geschichte, und zwar von vorne bis hinten! Wirklich jede Folge hat ihren Sinn und alle Fragen werden am Ende gelöst, der Clou ist, dass viele Antworten im Laufe der letzten Staffel ihre Zeit brauchen, um zu "fruchten". Außerdem wird nicht alles auf einem Silbertablett geliefert, wie noch in Staffel 1 und 2. Nimmt man sich Zeit und konzentriert sich auf jede Folge, ohne dabei auf das nächste "WTF"- Erlebnis zu warten, dann erklären sich plötzlich so viele Dinge, gewisse Ereignisse in den ersten Staffeln betrachtet man ganz anders und sieht nun, was dahinter steckt. Es gibt jede Menge Hinweise, die zeigen, dass das Ende nicht nur ein willkürlich hingeklatschtes Finale ist, sondern die logische Folge der Ereignisse, die passiert sind. Wer das Ende oder sonst was nicht mag, kein Problem, aber für mich ist klar, dass jeder "LOST"- Fan der Serie nochmal eine Chance geben sollte, beim zweiten Sehen, werden viele Dinge verständlicher sein! Diese letzte und zu unrecht kritisierte Staffel ist ohne zu überlegen mein Favorit von allen sechs!
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 42 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.10.2010 19:02:42 GMT+02:00
Jan Kröger meint:
Danke!
Klasse Rezension.
Und dieser Meinung bin ich auch.

Veröffentlicht am 29.10.2010 11:18:42 GMT+02:00
MatMat meint:
Und ich dachte, ich wäre der einzige, dem die Tränen runtergelaufen sind. Super Rezension!

Frage: Gibt es nach dem Erscheinen der DVD noch einen Nachtrag in puncto, Bild, Ton und Specials?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.10.2010 13:40:51 GMT+02:00
T. Thomas meint:
Wirklich schöne Rezension - der ich mich anschliessen kann und möchte.

Denn "so" muss man Lost "sehen".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.10.2010 21:23:35 GMT+02:00
@ MatMat:
Eigentlich wollte ich warten, bis es die Komplettversion hier in Deutschland gibt, wer weiß, wann dieses Wunderwerk hier erscheint...

Veröffentlicht am 30.10.2010 09:21:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.10.2010 09:30:59 GMT+02:00
Taske meint:
Naja, einer muss ja damit anfangen hier den Miesepeter zu spielen ...

Viele ... nein, streiche "viele" ... VIEL ZU VIELE Fragen lässt die Staffel 6 unbeantwortet. Am ärgerlichsten dass "Fallenlassen" der Dharma-Initiative und natürlich das "Vergessen" der Zahlenkombination, auf die in den vorangegangenen Staffeln etliche Folgen aufgebaut waren. Das ist kein "Offenlassen" sondern schieres "erzählerisches Unvermögen".

Ich war selbst ein begeisterter Lostie und einzelne Folgen der 6. Staffel sind tatsächlich sehenswert, aber die "Auflösung" ist sehr, sehr schwach. Sorry!

P.S.: Aber da sich Deine Kritik wirklich gut liest, verzichte ich auf eine negative Bewertung, die ich ja nur deshalb geben würde, weil ich anderer Meinung bin!;o)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2010 19:43:33 GMT+02:00
@ Taske: Was genau meinst du mit "Fallenlassen" in Bezug auf die Dharma Initiative? Für mich hat dieses Thema einen klaren Anfang und ein ebenso klares Ende.

Und zu den Zahlen, mir persönlich genügt die Antwort, dass Jacob sie für die Kandidaten ausgewählt hat und sie deshalb vielleicht auch Auswirkungen auf das Leben von Hugo usw gehabt haben, is nur ne Theorie, aber mir gefällt der Ansatz, aber da sind die Geschmäcker ja an jeder Ecke anders ;D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2010 08:27:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2010 08:29:30 GMT+01:00
smallkitten meint:
@Taske
100% Deiner Meinung. Das Ende von Lost sowie die gesamte Staffel 6 sind so unglaublich mies, dass es meine bis dahin sehr positive Meinung über die Serie und den Wiederanschau-Wert komplett zerstört hat. Auch zwängt sich mir die Ansicht auf, dass das Ende so gar nicht geplant war, man sich aber in zu vielen Secrets verstrickt hatte, so dass eine Auflösung aller Geheimnisse vom Logischen her schon gar nicht mehr möglich war. Und wahrscheinlich hätte man für ein würdiges Ende der Serie eine Staffel 7 gebraucht, die man aber nicht produzieren wollte. Also schwenkte man auf diesen Jakob/Schwarzer Rauch-Blödsinn um und ließ einfach alles andere, was bis dahin aufgebaut wurde, komplett fallen.

Wie auch immer, durch die Staffel 6 und das miese und lächerliche Ende rutschte die Serie in meinem persönlichen Ranking von "Zweitbeste Serie aller Zeiten" (gleich nach "24") auf "Letztes Drittel ohne Wiederansehwert" ab. Und das völlig zu Recht.

Die Produzenten haben sich hier eine unglaubliche Frechheit erlaubt. Aber so etwas kennt man ja inzwischen zur Genüge von TV-Serien.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2010 00:27:08 GMT+01:00
@ Hot Force:
Man kann es so oder so sehen, ich finde, dass du dir die sechste Staffel etwas ZU schlechtredest!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2010 03:15:25 GMT+01:00
@ Hot Force:
Dass am Ende zu wenig Zeit war um alles (in deinen Augen) würdiger enden zu lassen kann so nicht sein, da Mitte der dritten Staffel beschlossen wurde die Serie in 6 Staffeln zu beenden und von diesem Zeitpunkt an jede Staffel einen klaren Schwerpunkt bekommen hat und die Handlung von Staffel 4 an gewollt zu diesem Ende geführt wurde. Die Dharma Initiative wurde somit auch nicht "fallen gelassen" sondern ihre Geschichte war in Staffel 5 soweit aufgearbeitet und in Staffel 6 wurde sich neuen Komplexen zugewandt.
Grundsätzlich frage ich mich auch wie man von so einer Fantasy-Serie verlangen kann komplett "logisch" zu Ende zu gehen. Es ist doch nichts anderes als ein modernes bombastisches Märchen.
Ich bin übrigens der Meinung, dass fast alle offenen Fragen in irgendeiner Form in Staffel 6 aufgegriffen werden, die Frage ist allerdings ob man sich mit den Antworten zufrieden gibt. Die sind zugegeben oft recht interpretationsfreudig. Rückblickend bin ich sogar ganz dankbar, dass man sich nach dem Ende dieses Spektakels weiterhin den Kopf über manche Dinge zerbrechen kann...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2010 09:10:07 GMT+01:00
Jammerlappen meint:
An die Leute, die sich darüber beklagen, daß noch (so viele) Fragen "offen" seien und es vor allem an einer "rationalen", "logischen" Gesamterklärung fehlt, mal eine Frage: Wenn Ihr so auf Euer eigenes beschauliches kleines Leben schaut - geht da eigentlich immer alles so "rational" und "logisch" zu, wie Ihr es offenbar von Filmen/Fernsehserien verlangt? Habt Ihr für jeden Schritt/jeden Wendepunkt Euerer Biographie eine "Erklärung"? Sucht Ihr diesbezüglich überhaupt nach entsprechenden "Antworten" - oder wird das erst in dem Moment zum Argument, wo man sich in einer Erwartungshaltung oder "Hoffnung" enttäuscht sieht?

Vielleicht hängt die allgemeine Enttäuschung mit dem Ende der letzten Staffel auch ganz einfach an einer psychologischen Binsenweisheit: Daß am Ende der Tod auf alle wartet, was im allgemeinen als "unerhörter Skandal" verbucht wird, nicht zuletzt von Leuten, die auf "Rationalität" und "Logik" pochen und darauf, daß alles einen (nachvollziehbaren) "Sinn" hat. Hinzu kommt der angedeutete - zugegeben sehr kitschige Entwurf - einer "postmortalen" Dimension als "Tröster". Das ist nun wirklich auch ein bißchen eine "Geschmacksfrage" und kann nicht jedem gefallen.

Es braucht ein bißchen "Naivität" oder eben "Glaubensbereitschaft", sich darauf einzulassen. Mir liegt das auch nicht und es IST definitiv ein, nein DER Schwachpunkt der Serie. Aber macht nicht alles wertlos, was vorher spannend/unterhaltsam in Szene gesetzt wurde - und was durchaus auf verschiedenen Symbolebenen funktionieren kann und "Sinn" macht.

Aber halt nicht bei Leuten, die zwar keinerlei Problem damit haben, daß überhaupt so viele Menschen einen solchen Flugzeugabsturz überlebt haben und danach in der Zeit herumreisen können - solange nur wenigstens zum Schluß irgendwie (pseudo)logisch "erklärt" wird, wie das alles "rational" möglich gewesen sein soll.

Aber man wunderte sich ja auch nicht darüber, daß man sich irgendwie "verloren" auf einem sich drehenden Steinhaufen im "unendlichen" All befindet, auf dem Mord und Totschlag herrscht und nichts einen rechten Sinn zu ergeben scheint - und sich die Zeit bis zum unausweichlichen eigenen Tod damit vertreibt, sich über "Logikfehler" und "offene Fragen" einer Mysterie-Serie zu ereifern...
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