Kundenrezension

25 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Si tacuisses….., 17. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Ganz oben Ganz unten (Gebundene Ausgabe)
Und wieder hat er es geschafft, mit seiner Eitelkeit und Selbstgerechtigkeit die Würde des Amtes eines Bundespräsidenten zu beschädigen. Denn die zu achten und zu schützen wäre gerade nach seinen Rücktritt die Aufgabe von Christian Wulff gewesen. Hat man je etwa von Horst Köhler solche Jammereien und Selbstgerechtigkeiten gehört? Obwohl auch die Medien ihm übel mitspielten, hat er bis heute Haltung bewahrt und sich nach seinem Rücktritt durch eine stille Arbeit wieder den öffentlichen Respekt erarbeitet.

Ähnlich wie es Wulffs ehemaliger Frau Bettina mit ihrem nach dem Rücktritt verfassten Buch viel mehr um die eigene Eitelkeit als um wirkliche Aufklärung ging, sind auch seine hier vorliegenden Erinnerungen ein Sammelsurium an Selbstbeweihräucherung und Larmoyanz. Kaum ein Wort zu den eigenen Fehlern und Lügen, dafür aber versteckt Angriffe auf seinen Nachfolger, wenn er behauptet, er wäre „auch heute noch der Richtige im Amt“.
Peer Steinbrück, dem die Medien im letzten Wahlkampf auch übel mitgespielt haben, hat in seiner Rezension des Buches in der letzten ZEIT darauf hingewiesen, dass die Geschichte Wulffs kein Einzelfall sei, sondern paradigmatisch für den Umgang der Medien mit der politischen Klasse: "Unter dem Druck des Wettbewerbs um Auflage, Quote und Klicks, im Hochgeschwindigkeitsjournalismus um die erste und die süffigste Nachricht, in der Tendenz zur Personalisierung und Reduzierung von Politik auf Duellsituationen haben wir es gewiss mit anderen Zeiten zu tun als jener, in der es nur zwei öffentliche Fernsehanstalten, kein Internet, keine Onlinedienste und kein Twitter gab".

Das ist richtig, aber das zu analysieren hätte es dieses vor Eigenlob trotzende Buch nicht gebraucht, in dem mit keinem Wort die Rede ist davon, wie etwa Wulff in Kooperation mit der BILD-Zeitung damals die Trennung von seiner ersten Frau medial begleiten ließ und sich mit seiner neuen Frau in einer neuen Glamourwelt feiern ließ.

Christian Wulff ist von allen Vorwürfen frei gesprochen worden und sollte sich nun auf den Aufbau eines neuen Lebens konzentrieren. Ein guter Bundespräsident war er mit seiner Verortung bei den Reichen, Berühmten und Schönen nicht. Die Türken in Deutschland lieben ihn wegen dem Satz, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Für die meisten Deutschen wird er auch wegen diesem Buch als selbststilisiertes Medienopfer und selbstgerechte Plaudertasche in Erinnerung bleiben.

Nachdem er sich tapfer vor Gericht verteidigt hatte und sich damit auch den Respekt seiner Kritiker erwarb, sehen diese, unter anderem der Rezensent, sich durch dieses Buch erneut bestätigt.

Si tacuisses…..
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.06.2014 21:45:34 GMT+02:00
Florian meint:
Warum lesen Sie das Buch nicht?????
Es steht nicht im Buch 'er wäre auch heute noch der Richtige'.
Es steht viel drin zur Begleitung der BILD bei seiner Trennung.....
Wie kann man so urteilen über andere, wenn man selbst das Buch ignoriert. Richten und hinrichten anlaßlos scheint in Mode zu sein.

Veröffentlicht am 20.06.2014 14:57:16 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 20.06.2014 15:11:31 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 27.06.2014 17:31:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2014 10:06:07 GMT+02:00
Nebelparder meint:
Zitat: "Hat man je etwa von Horst Köhler solche Jammereien und Selbstgerechtigkeiten gehört?"

Mit dem Gedächtnis des Rezensenten scheint es nicht weit her zu sein. Ich kann mich durchaus an jede Menge Gejammer und geradezu mimosenhaftes Verhalten Köhlers bei seinem Rücktritt erinnern. Außerdem verbietet sich im Grunde ein Vergleich beider Rücktritte, da Wulff mehr oder weniger aus dem Amt gejagt wurde. Dennoch hat auch Köhler durch seinen blamablen Rücktritt das Amt beschädigt, da diese Reaktion dem Anlass gegenüber grotesk unverhältnismäßig war. Und wieso der "Rezensent" für seine an einen Totalveriss grenzende Bewertung noch 3 Sterne vergibt, bleibt sein Geheimnis.

Im übrigen fällt dieser Fließbandrezensent dadurch auf, dass ihm mit schöner Regelmäßigkeit Patzer unterlaufen, die vermuten lassen, dass er die rezensierten Werke nicht gründlich, oder, noch wahrscheinlicher, gar nicht gelesen hat. Wie auch, bei einem Pensum von rd. einem Buch pro Tag?

Der Sinn des Zitats am Ende seiner Bewertung würde dem Rezensenten selbst gut zu Gesicht stehen.
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Ort: Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland