Kundenrezension

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Fieber lässt etwas nach..., 7. März 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed: Revelations (Videospiel)
Fangen wir mal vorne an, damit meine Bewertung etwas transparenter wird (wer das überspringen möchte, lese bitte ab der ++++++-Linie weiter und wenn einen nur das Fazit interessiert, lese man ab der oooooooo-Linie):

Assassin's Creed habe ich zunächst nicht gemocht. Der erste Teil zog sich teilweise wie Gummi und wirkte wie ein Abklatsch der Ubisoft-Prince of Persia-Spiele. Nachdem ich mich allerdings mehr oder weniger dazu gezwungen hatte, den ersten Teil durchzuspielen, hatte mich das AC-Fieber gepackt. In den letzten 1-2 Stunden nahm die Story rund um Desmond und Altair richtig Fahrt auf und man wollte - nein MUSSTE - wissen, wie es weitergeht.

Als dann AC2 erschien, war die Vorfreude groß und nach kurzer Eingewöhnungszeit wollte man Ezio Auditore da Firenze nicht mehr missen. Die Story war packend erzählt und voller Emotionen, dazu kam noch der recht spezielle Humor (z.B. bei den Gebäudebeschreibungen oder Signora Forza ;)).

Alles in Allem wirkte der zweite Teil wie ein ausgereiftes Spiel und man konnte sich regelrecht in der Welt des Ezio Auditore verlieren. Man fieberte mit und auch die Mythologie rund um Subjekt 16 bzw. "die, die vor uns kamen" gab es in der Form noch nicht zu sehen. Top!

AC: Brotherhood setzte das Konzept von AC2 fort und der gereifte Ezio durfte auch weiterhin die Herzen der Spielerschaft erobern und erfreuen. Einige kleinere Neuerungen wie das Rektrutieren von Assassinen lockerten den Spielfluss etwas auf, ohne überladen zu wirken. Es machte einfach Spaß!

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Diesen Werdegang im Hinterkopf, war die Vorfreude auf Revelations natürlich enorm. Man musste infach "mehr" wissen, man wollte wissen, wie es nun endlich weitergeht (oder in Bezug auf Ezio "endet"). Und man war gespannt auf die Neuerungen im zweiten Teil der Ezio-Trilogie.

Aber diesmal hatte mich Ubisoft etwas enttäuscht (daher die 4 Sterne Spielspaßwertung): Die Grafik hat sich nicht sehr viel weiterentwickelt, wirkt aber ohne Zweifel stimmig und gut. Die Animationen sind weiterhin flüssig und die Steuerung eingängig, auch wenn hier einige Änderungen vorgenommen wurden, was die Tastenbelegung angeht.

Konstantinopel ist in etwa vergleichbar mit Rom, was die Größe angeht. Die Karte ist allerdings deutlich unübersichtlicher, obwohl (oder weil?) diese eine "Satellitenbild-Optik" besitzt. Pferde zur schnelleren Fortbewegung in der Stadt existieren nicht mehr, dafür ist das Tunnelnetzwerk von Anfang an freigeschaltet.

Ansonsten hat sich nicht mehr viel getan - außer dass Ezio nun komplett ergraut ist, deutlich veränderte Gesichtszüge aufweist (ebenso wie Desmond. Man erkennt sie eigentlich nur aufgrund der Kleidung und Stimme wieder) und es wurden Bomben und Fallen eingeführt.

Hier liegt meiner Meinung nach auch das Problem: AC und AC2 sowie Brotherhood vermittelten einem das Gefühl, einen Assassinen zu spielen: Meuchelmord, ab und an mal ein Angriff aus der Ferne via Armbrust oder Wurfmesser und ansonsten Nahkampf mit Schwet und versteckter Klinge.

In AC: Revelations verkommen Nahkampfwaffen zu nettem Beiwerk und man wird häufig gezwungen, sich mit sineer Pistole oder eben Bomben zu wehren. Die Hälfte der Wachen besitzt Gewehre (wohlgemerkt sind hier keine 100 oder 200 Jahre vergangen, sondern knapp 1 nach den Geschehnissen in Brotherhood), Templerfestungen (die "neuen Borgia-Türme") werden von Bunkern mit Scharfschützen bewacht und selbst mit komplett aufgerüstetem Equipment hat man nach spätestens 2 Treffern ein Problem ;)

Dennoch ist Revelations - wie die Vorgängerspiele ebenfalls - nicht schwierig oder unfair. Dank der Unterstützung durch die eigene Assassinenschar und die Bomben kommt man auch hier gut zurecht und muss sich auch als Einsteiger nicht vor allzu vielen Frustmomenten fürchten.

Man muss sich eben auf diese Veränderungen einlassen und sich von der Spielweise von AC, AC2 und AC:B verabschieden, will man nicht ständig zum Arzt rennen oder flüchten.

Die Steuerung könnte zwar etwas präziser sein, das ist aber bei den Vorgängern auch schon so gewesen. Die Musikalische Untermalung wirkt melancholisch, aber ansprechend und nicht so "bedrohlich" bzw. teilweise nervig wie noch in Brotherhood. Die Sprecher machen einen guten Job, was man wirklich selten findet im deutschen Synchronbereich. An dieser Stelle ein großes Lob an das Synchronstudio!

Die Nebenbeschäftigungen "Mediterrane Verteidigung" und "Festungsverteidigung" stellen einen nicht zu unterschätzenden Zeitfaktor dar, werden aber nach einigen Malen recht eintönig, da sich alles recht schnell wiederholt. Minispiele eben. Wenigstens bekommen die rekrutierten Assassinen so eine sinnvolle Aufgabe neben ihrer Fähigkeit, für den Spieler Ziele zu töten ;) Und die Festungsverteidigung bringt ebenfalls etwas Abwechslung in den Spring- und Schieß-Alltag, kann aber witehend vermieden werden, wenn man seinen Bekanntheitsgrad niedrig hält - was hier durchaus einfach ist. Man muss es schon drauf anlegen, will man von den Templern gejagt werden.

Flaggensammeln und Federnsuchen ist hier nicht mehr nötig, dafür sucht man nun Seiten eines Buches (10) und Animus-Datenfragmente (100, wobei man die ersten 50 gefunden haben muss, damit die letzten 50 in der Stadt erscheinen).

Zudem dreht sich Revelations um die Masyaf-Schlüssel, mit denen man die Bibliothek und somit die Weisheit von Altair öffnen und erlangen kann. Interessant ist das in der Hinsicht, dass man nach Auffinden eines solchen Schlüssels eine kurze Episode aus Altairs Leben nachspielt. Mal als alter Mann, mal als junger Assassine - eine klasse Einbindung und Brücke zum ersten AC!

Die bereits erwähnten Datenfragmente öffnen - quasi als Ersatz für die Rätsel bzw. Romulus-Dungeons aus Brotherhood - einige Sequenzen für Desmond selbst. Hier steuert man ihn aus der Ego-Perspektive durch ein Labyrinth aus Erinnerungsfetzen und erfährt so etwas zur Vorgeschichte von Desmond. Wirklich herausfordernd sind diese Sequenzen nicht, aber einige "verdammt, warum kann der nicht noch 1cm weiter springen?!"-Momente wird man haben ;) Wer Portal 1 oder 2 gespielt hat, wird hier keinerlei Probleme haben.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
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Abschließend kann ich sagen, dass mich Revelations nicht so sehr gefesselt hat wie die Vorgänger. Zudem war ich richtig froh, dass Ezio nun alle Erinnerungen preisgegeben hat und in Frieden ruhen darf. Schade ist auch, dass der Fokus immer mehr auf Fernkampf gelegt wird, was in AC3 wohl noch weiter ausgebaut werden dürfte (AC3 spielt im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, 18. JH), wodurch das "Feeling" der ersten drei AC-Spiele teilweise verloren geht.

Für Fans der Reihe führt dennoch kein Weg an Revelations vorbei. Etliche Fragen werden beantwortet und viele neue kommen auf - die Story bleibt spannend, auch wenn man sich manchmal durch die einzelnen Erinnerungen quälen muss.

Spieler, die noch keinen Teil von AC gespielt haben, sollten zunächst die Vorgänger spielen, da sonst vieles einfach keinen Sinn ergibt. Und als Low Budget-Versionen bekommt man diese mittlerweile sowieso sehr günstig.
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