Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo liegen Glanzpunkte und Schwächen? Verschafft euch einen Eindruck..., 23. Dezember 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Metal Gear Rising: Revengeance (uncut) (Videospiel)
Ich habe für Spiele ein Bewertungssystem, bei dem es maximal 100 Punkte zu erreichen gibt. Unter „Fazit“ erfolgt die Punktevergabe und die Punkte, die erreicht werden können. Dabei unterteile ich in „Technik“, „Gameplay“, „Story“ und „Atmosphäre“. Ich kann Ihnen außerdem versichern, dass keine relevanten Spoiler vorkommen werden. Sie können sich durch die Gliederung auch direkt den Teil durchlesen, der Sie interessiert. Für Lesefaule reicht es sich nur das Gesamtfazit durchzulesen.;)

Die ganze Rezension zu lesen, dauerte bei mir neun Minuten und acht Sekunden. Wenn Sie sich auch so lange Zeit nehmen, würde es mich sehr freuen. :D

Es handelt sich übrigens nur um meine Meinung. Ich stehe jedem Genre neutral gegenüber und beschäftige mich meist nur mit dem Singleplayer eines Spiels.

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Gameplay:

Steuerung:
An sich steuert sich unser Protagonist recht dynamisch. Die Steuerung ist sehr direkt und ich bemerkte keine Verzögerung. Dafür kommt mir die Tastenbelegung etwas spanisch vor. Beispielsweise ist das Blocken von gegnerischen Angriffen auf der gleichen Taste, wie unser Standardangriff. Drückt man den linken Stick (mit dem man auch läuft) in die Richtung, von der der Angriff kommt und dabei noch zum richtigen Zeitpunkt die Angriffstaste, lassen sich so ziemlich alle Angriffe blocken und kontern. Fragwürdig, vielleicht aber auch gewollt.

Spielmechanik:
Alles in allem geht’s hier um ein Hack’n Slay. Also schlagen wir uns den Großteil des Spiels durch Roboterhorden und erhalten dabei Punkte und Objekte. Mit gedropten Objekten können wir z. B. unsere Gesundheit füllen oder den „Klingenmodus“. Die Punkte dienen unserem Level. Auch kleine Schleichparts, wie für die Serie eigentlich üblich, ließen sich finden. Die waren aber auch mehr zwecks der Fans und kein brauchbares Spielelement. Am Ende jedes Levels erhält man typisch japanisch haufenweise Punkte, die man bei Bedarf wieder toppen kann. Darin läge auch die Langzeitmotivation des Titels. Die Kampagne dauert nämlich zwischen drei und acht Stunden. Je nach Spielweise und wie viele „Anrufe“ man sich anhört. Reines Gameplay etwa drei Stunden.

Kampfsystem:
Zwei verschiedene Angriffstypen stehen zur Verfügung. Auf Viereck den normalen und auf Dreieck den schweren Angriff. Die lassen sich je nach Buttonsmashing kombinieren. Während dem Gekeile füllt sich der Balken für den Klingenmodus. Der lässt sich auf L1 aktivieren. Dabei läuft alles in Zeitlupe und man selbst schlägt wie in „Fruit-Ninja“ um sich. Das hört sich jetzt strange an, aber daran muss man sich bei dem Spiel sowieso gewöhnen und zwar: Bei angeschlagenen Gegnern kann man den Klingenmodus nutzen, um ihnen das Herz rauszureißen und so wieder alle Balken zu füllen.^^ Wie man blockt habe ich schon bei „Steuerung“ erklärt. Das waren mal die Grundrisse. Das Kampfsystem ist nämlich derartig kompliziert aufgebaut, dass sogar H’n’S-Profis eine Herausforderung finden.

Upgradesystem:
Durch Kämpfe erhält man Punkte, mit denen der Charakter gepimpt werden kann. So wird man ständig besser und kann bei erneutem Versuch noch mehr Punkte machen und wieder pimpen und wieder spielen bis man auf jedem Level den S-Rang erreicht. Zu kaufen gibt es dann neue Kombos, mehr Health, längeren Klingenmodus usw.

Schwierigkeitsgrad:
Fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade stehen zur Auswahl. Ich habe wie meistens den mittleren gewählt und wie in einem gut balancierten Spiel wurde es zunehmend schwieriger. Den schweren Modus hätte ich mir noch vorstellen können, aber sehr schwer wäre eine Nummer zu groß für mich. Da muss man wirklich lange üben und unseren Japaner tunen.

Fazit:
Das Gameplay ist klar eine stärke des Titels. Die Steuerung ist sehr kompliziert, aber deswegen nicht schlecht. Nach ein, zwei Stunden reiner Spielzweit sollte alles hin hauen. Das Kampfsystem des Hack’n’Slays ist gut balanciert und macht richtig Fun. Zum Ende hin wird’s zwar ordentlich schwierig, aber wer sich die Zeit nimmt und levelt, hat auch da keine Probleme. Abschließend kann ich sagen: Spiele sollen Spaß machen und das ist hier gegeben. Ginge besser, aber erfüllt seinen Zweck.
20/25 Punkte
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Story:

Handlung:
In der Rolle als Raiden beschützen wir den Premierminister eines afrikanischen Landes. Während wir gemütlich mit der Limo rumcruisen, überrascht uns Desperado Enforcement mit einem Angriff. Ein Typ namens Sam zwingt uns zuzusehen, wie wir versagt haben. Im anschließenden Kampf verlieren wir ein Auge und als wär’s nicht genug auch noch einen Arm. Die Lage scheint aussichtslos und lang verloren, doch so endete es nicht…

Inszenierung:
Was ich zuerst nicht wusste und mich positiv überrascht hat, war die absolut geile Inszenierung. Ich liebe es wirklich, wenn sich Spiele nicht ernst nehmen und sich ständig selbst lächerlich machen. Das muss man einfach selbst gesehen haben.

Humor:
Ebenfalls überrascht wurde ich vom Humor. Klischees und Albernheiten sind zu Hauf vorhanden. Nicht dass ich nicht gerne lache, aber Spiele und Filme schaffen es selten, mich richtig zum Lachen zu bringen. Metal Gear Rising hat es geschafft.

Fazit:
Der Glanzpunkt liegt hier nicht beim Tiefgang, sondern beim Humor. Der hat mich überzeugt und trägt auf jeden Fall zum Spielspaß bei.
17/25 Punkte
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Atmosphäre:

Soundtrack:
Der Soundtrack ist meiner Meinung nach nichts, was man sich runterlädt und während der Bahnfahrt anhört. Dafür untermalt er in diesem Spiel ordentlich die japanische, lächerliche Stimmung. Er stellt sich hauptsächlich aus einer Mischung von schnellem D’n’B und Heavy Metal zusammen.

Mapdesign:
Ja, das Mapdesign… Ich sag’s, wie’s ist. Die Umgebung ist so unkreativ und hässlich. Das hab‘ ich selten so gesehen. Überall nur gleichaussehende, graue Hochhäuser und farblose Palmen. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn der japanische Garten etwa am Anfang des letzten Drittels im Spiel hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Viel gibt’s in dieser Kategorie leider nicht zu schreiben. Der Soundtrack ist geil und passt genau ins Sci-Fi-Setting, aber die langweilige Umgebung geht überhaupt nicht. Das ginge viel besser.
15/25 Punkte
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Technik:

Engine:
Optisch orientiert sich die Engine eher an PS2-Spiele. Vor allem was Objekte betrifft. Einzig die Charaktere sehen detailreich und geil aus. Jetzt kommt der große Pluspunkt: Die Umgebung ist nahezu komplett zerstörbar. Lediglich Mapbegrenzungen lassen sich nicht durchsäbeln. Da sieht auch die Frostbite-Engine alt aus.^^

Sound:
Der Sound geht klar. Die Ortung ist leider schlecht. Also mit Surroundsystem ist man diesmal nicht im Vorteil. Umso geiler sind die Effekte. Das fällt während den Kämpfen auf. Klingenschläge und Kampfgebrüll wurden gut bearbeitet. Dafür umso schlechter abgemischt, denn alles in allem knallt der Sound nicht wirklich. Wer seine neuen Studiokopfhörer oder sein Hi-Fi-Surroundsystem ausprobieren möchte, ist mit MGR schlecht beraten. Stimmen sind okay und kommen wie gewohnt aus dem Center.

Umfang:
Der Umfang ist ebenfalls in Ordnung. Der Storymode ist relativ kurz. Je nachdem, wie viel Sprachnachrichten man sich gibt und wie man spielt, dauert der erste Run etwa drei bis acht Stunden. Danach kann man sich, wie bereits erwähnt, mit dem upgraden weiter pushen und Level wiederholen, sich verbessern usw. Nichts für mich, aber Fans des Genres finden ihren Reiz. Daneben gab’s noch irgendeinen anderen Modus, aber da habe ich nicht reingeschaut. :P

Fazit:
Technisch bewegt sich der Titel auf durchschnittlicher Ebene. Optisch und audiovisuell beeindruckt MGR so überhaupt nicht, aber es funktioniert. Das muss man einem Spiel heutzutage hoch anrechnen, denn die meisten sind ja ohne Ende verbuggt.
14/25 Punkte
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Gesamtbewertung:

Glanzpunkte sind das Gameplay, der Humor und ein passender Soundtrack. Wer eine Mischung aus diesen Punkten sucht, ist damit gut bedient. In jedem anderen Punkt reiht sich Metal Gear Rising im Mittelfeld ein. Ich bin mir sicher, dass dieses Game Fans findet, aber alles in allem gibt’s schon bessere Spiele.

Gameplay: 20/25 Punkte
Story: 17/25 Punkte
Atmosphäre: 15/25 Punkte
Technik: 14/25 Punkte

Für Metal Gear Rising: Revengeance gibt’s von mir 66/100 Punkte.

Das Produkt bekommt somit eine 4-Sterne-Wertung und hebt sich leicht vom Durchschnitt ab. Alternativen im Genre Hack’n’Slay wären God of War oder Remember Me. Auf deren Produktseite findet ihr ebenfalls Rezensionen von mir.;) Ich hoffe, ich konnte bei der Kaufentscheidung helfen und würde mich noch über eine positive Bewertung freuen. :P

Mit freundlichen Grüßen

Daniel :DD
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.12.2013 00:57:32 GMT+01:00
Ben meint:
gebe ihnen recht ausser in dem punkt mit dem soundtrack. das man ihn sich nicht in der bahn anhört. rising ist einer der wenigen spiele deren soundtrack meiner meinung nach wirklich überragend ist. ich höre vorallem die bossfight songs auch gerne unterwegs weil sie einfach rockig, episch und gut sind.^^ vorallem has to be this way, war still rages.., u.s.w

bei einem zweiten teil hoffe ich auf eine längere spielzeit, bessere optik, besseres leveldesign, mehr abwechslung und eine bessere story. und vorallem eine bessere kamera und zielsystem, das hat oft genervt.^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2013 10:28:58 GMT+01:00
Geschmäcker sind verschieden.;) Ich fand den Soundtrack extrem passend, aber eigentlich ist das überhaupt nicht mein Musikgenre.

Kann ich nur zustimmen. Mit der Abwechslung und Story war ich ganz zufrieden. Der Plot war zwar nichts tiefes, aber das möchte ich bei so einem Spiel auch nicht. Wenn es sich zur Aufgabe macht, mich mit Jokes und einer primitiven, lächerlichen Story zuzukleistern, bin ich damit zufrieden.^^

LG
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