Kundenrezension

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aller guten Dinge sind Drei, 13. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Zimmer (Taschenbuch)
Ich hatte die beiden Vorgänger nicht gelesen, aber die Leseprobe zu 'Das verbotene Zimmer' von Sam Hayes hatte mir gefallen. Leider wurde ich enttäuscht.

Doch worum geht es? Es handelt sich um einen Roman mit drei separaten Erzählsträngen, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben:

Erstens eine Frau, die von einer Brücke in den Tod springt. Wer ist sie und warum will sie sterben?
Zweitens Nina Kennedy, Frau von Mick und Mutter von Josie. Aber wovor hat sie Angst? Jemand scheint sie zu verfolgen und ihre Familie zu bedrohen.
Schließlich ist da noch Ava, ein 8jähriges Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter vom alkoholkranken Vater in ein Kinderheim gesteckt wird. Welcher Albtraum Ava dort wohl noch bevorsteht?

Ein ernstes Thema, eine gute Idee, nur die Umsetzung ist m.E. nicht gelungen. Trotz der vielen Zeitsprünge, merkt der geübte Thriller-Leser bald, dass es sich um die Geschichte einer einzigen Person handelt, die - vermeintlich - mehrfach ihren Namen wechseln muss.

Auf den ersten 200 Seiten passiert fast gar nichts, weitere 50-70 leidlich spannende Seiten vergehen, bis zum ersten Toten. Zunehmend hat mich der Erzählstil der Autorin genervt, den ich ziemlich schwülstig fand. Normalerweise mag ich keine LiRos bzw. Lady-Thriller, eben genau aus diesem Grund. Die Sprache ist klar, aber zu viele Erklärungen haben etwas Oberlehrerhaftes. Sind die Leserinnen von Frauenliteratur alle blond und dumm?

Ich bin zwar blond, aber mit jeder Seite, die die Protagonistin neue Ausreden/Ausflüchte findet, um den Mund nicht endlich auf zu machen, bin ich aggressiver geworden und war kurz davor, das Buch in die Ecke zu schleudern. Auf Seite 406 kommt sie endlich zur Erkenntnis, dass es an der Zeit wäre zu reden. Dennoch geht das Schweigen weiter'

Diese hysterische Zicke war mir megaunsympathisch. Mitleid oder gar Verständnis für die erwachsene Person konnte ich zu keiner Zeit empfinden. Die ganze Geschichte kam unglaubwürdig und konstruiert rüber. Ich habe nur noch weitergelesen, um zu erfahren, ob so viel Dummheit irgendwann bestraft wird. Leider war dem nicht so. Die Klientel dieses Genre würde alles andere als ein Happy End wahrscheinlich nicht akzeptieren.

Mein erstes und definitiv letztes Buch von Frau Hayes. Kann ich nicht empfehlen. Trotz des mutigen Themas nur ein (Gnaden-)Stern für die Idee.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.01.2012 11:52:20 GMT+01:00
J. Juhrich meint:
ich hätte es nicht besser ausdrücken können. ich kann die vielen sehr guten Rezensionen hier nicht nachempfinden, besonders der handlungsstrang der Nina beschreibt wirkt sehr konstruiert und ist extrem langweilig beschrieben. Das Ende ergibt auch keinen Sinn, erst wird es hingestellt als ob die Welt nur noch aus Pädophilen besteht und man keinem Menschen auf der Welt vertrauen kann und trotzdem wirft sich die Protagonistin dem nächstbesten in die Arme und heiratet sofort, hauptsache ein Happy End. Ebenso die Reaktion von Josie auf all das Geschehene ist extrem unglaubwürdig, keine 15-jährige würde so auf das was ihr widerfahren ist reagieren und von totunglücklich wieder auf superhappy umswitchen.
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