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35 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von
Rezension bezieht sich auf: Anonymus (DVD)
Eigentlich sollte man einen guten Film von Anfang an verstehen, von Anfang an gebannt der Geschichte folgen und mit den Hauptpersonen fiebern. Das konnte ich jedoch nur die ersten Minuten lang. Denn danach kamen Rückblenden, Vorblenden, Kreuz-und-quer-Blenden und etliche verschiedene Charaktere mit 100 verschiedenen Namen, die man sich nicht so schnell merken konnte; Schauspieler, die sich zum Verwechseln ähnlich sahen und gealterte Charaktere, die man nicht wiedererkannte... Das führte zu Verwirrung bei mir. Vielleicht würde ich den Film beim zweiten Anschauen mehr genießen und vor allem verstehen. Denn ich will nicht bestreiten, dass der Film durchaus spannend und interessant ist. Man sollte jedoch viel für Shakespeare's Werke übrig haben, denn es gibt andauernd Szenen mit Aufführungen verschiedenster Shakespeare-Werke. Man darf auch nicht erwarten, auf eine wirkliche Liebesgeschichte zu stoßen, wie in den meisten historischen Filmen (oder überhaupt in den meisten Filmen) üblich ist, sondern man muss sich bewusst machen, dass der Film hält, was er verspricht - nämlich Shakespeare als Betrüger zu entlarven. Ein bisschen schade ist es aber meiner Meinung nach, dass der Film sich nicht auf Shakespeare selbst konzentriert; er ist eigentlich (obwohl er die Hauptfigur sein sollte) nur eine Randfigur mit der man in keinem Fall sympathisieren soll. Stattdessen wird das Augenmerk auf den eigentlichen Verfasser der Shakespeare-Werke gelenkt und auf einen jungen anderen Bühnenautor, der um das Geheimnis weiß.Nun will ich aber nicht zu viel verraten: Leute mit exzellentem Gedächtnis werden ihre wahre Freude beim Ansehen dieses Filmes verspüren! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 2 Kunden verfolgt
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
20.12.2011 10:44:03 GMT+01:00
Tillmann, Eugen meint:
Kann Ihnen nur zustimmen! Auch ich bin mit einem großen Fragezeichen aus dem Kino gekommen. War ziemlich verwirrend, aber trotzdem gut!
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
31.01.2012 20:41:40 GMT+01:00
William Matthew meint:
Sehe ich ähnlich. Der Film ist groß, nett, kompliziert - aber Roland Emmerich hat zumindest mal Hollywood gezeigt, was er noch zu bieten hat. Es ist ein Anfang - keiner, der die Welt verändert, aber an dem der Regisseur wachsen kann.
Veröffentlicht am
10.05.2012 22:13:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.05.2012 22:18:51 GMT+02:00
Mr. Blonde meint:
"Eigentlich sollte man einen guten Film von Anfang an verstehen"
Wenn ich da an Filme wie "Memento", "Lost Highway" oder "2001" denke, muss ich widersprechen. Manchmal ist es sehr gut, ins kalte Wasser geworfen zu werden. Wenn der Denkapperat herausgefordert wird und man sich fragt "Wie passt das jetzt alles zusammen und in welche Richtung geht es?", dann macht mir das persönlich mehr Spaß, als wenn mich ein Film direkt an die Hand nimmt. Die besten Filme hinterlassen mMn einen merkwürdigen Eindruck und lassen einen fragend zurück, denn dann beschäftigt einen das noch nachhaltig. Genau das tun Mainstrem-Blockbuster ja z.B. seltener: Hinterher hat man zwar ein Gefühl von Spaß und Unterhaltung, aber am nächsten Tag bleibt da nicht mehr viel hängen. Und gerade, wenn man nicht viel verstanden hat, sollte man doch einen Ansporn haben, es verstehen zu wollen oder? Wikipedia bietet bestimmt eine detalierte Auflistung der Handlung, die man in aller Ruhe nochmal nachlesen kann und schon macht der Film komplett Sinn und ist nicht mehr so kompliziert. So mache ich das, wenn ich etwas nicht verstehe. Der Film kommt ja nicht zu mir nach Hause und sagt mir, was ich wissen will. :D
Veröffentlicht am
28.05.2012 23:50:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.05.2012 23:55:02 GMT+02:00
Ein Kunde meint:
So siehts aus, unübersichtlich strukturiert und überladen, wahrlich keine Meisterleistung des Regisseurs (dafür gibts tolle Kostüme und ein tolles Bühnenbild). Darüber hinaus behandelt der Film leider nur am Rande jene interessante These, ergeht sich stattdessen in nur schwer nachvollziehbaren politischen Verwicklungen - schade!
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