Kundenrezension

134 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisches Abenteuer mit einer der besten Verfolgungsjagden aller Zeiten, 23. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Apocalypto (OmU) (DVD)
Pranke des Jaguars (überzeugend und intensiv gespielt von Rudy Youngblood), sein Vater und dessen Mitstreiter kommen von der Jagd nach Hause. Unterwegs treffen sie auf Flüchtlinge eines anderen Stammes, die desorientiert und verstört erscheinen. Am Tag darauf erfahren sie am eigenen Leib den Grund: Ihr Dorf wird brutal von einer kriegerischen Horde Majas überfallen, die Sklaven und Menschenopfer für den Bau ihrer Pyramiden erbeuten wollen. Pranke des Jaguars gelingt es, seinen Sohn und seine hochschwangere Frau in einem Felsloch in der Nähe zu verstecken, kann aber nicht verhindern, dass er selbst gefangen und der Rest des Dorfes entweder getötet oder verschleppt wird. Er weiß dass seine Familie ohne ihn nicht wieder aus dem Versteck entkommen kann. Die Majas entführen ihn in eine gigantische Stadt, eine Welt voller Gewalt und Grausamkeit, und gegen die zahlenmäßig weit überlegenen und perfekt ausgebildeten Krieger haben die Dorfbewohner keine Chance zur Flucht. Die Mayas rechnen jedoch nicht mit dem unbändigen Willen Pranke des Jaguars seine Familie zu retten, und das Schicksal hilft denen, die ihre Hoffnung nicht verlieren, und so bekommt auch er seine Chance.
Mel Gibson hat es hier mal wieder geschafft durch seine Arbeit zu überzeugen und seine privaten Eskapaden in den Hintergrund zu verdrängen. Apocalypto ist in seiner Gesamtheit ein stimmiges und packendes Abbild einer längst vergangenen Welt. Die Illusion wird perfekt durch die originale Sprache der damaligen Zeit, doch das stört nicht im Geringsten. Denn selten gelang es Schauspielern so gut wie hier, nur durch Gesten und Mimik nonverbal zu kommunizieren. Eigentlicher Hauptdarsteller ist der Dschungel selbst, für den Komponist James Horner einen kongenialen Score geschrieben hat und den Kameramann Dean Semler in zum Teil unglaublichen Kamerafahrten und Bildern abgelichtet hat. Zwar ist der Film ohne Frage blutig und brutal, aber nie zum Selbstzweck oder Effekthascherisch. Es lässt sich geschichtlich belegen, dass die Mayas dem Wert eines Lebens keine große Bedeutung beimaßen.
40minütiger Höhepunkt des Films ist eine atemberaubende und an Spannung kaum zu überbietende Verfolgungsjagd durch den Dschungel. In ihrer Intensität, der Dauer und Konzeption kann sie es selbst mit Klassikern der Autoverfolgung wie French Connection oder Bulitt aufnehmen. Auch hier hat sich Kameramann Dean Semler selbst übertroffen; derart spektakuläre und verblüffende Bilder, Aufnahmewinkel und Schnitte sah man in dieser Perfektion lange nicht mehr.
Apocalypto ist ein weiterer Beweis dafür dass Gibson ein Visionär des Kinos ist. Man kann von der Glaubwürdigkeit der Geschichte und deren Blutgehalt halten was man will, von der Bildersprache, dem visuellen Einfallsreichtum, der Kameratechnik und der an eine Highspeed Achterbahnfahrt erinnernden Verfolgungsjagd nicht überwältigt zu sein, ist fast unmöglich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.11.2010 12:18:43 GMT+01:00
Claudio meint:
hätte man nicht besser schreiben können!

Veröffentlicht am 01.11.2011 18:26:21 GMT+01:00
Pennywise meint:
"Es lässt sich geschichtlich belegen, dass die Mayas dem Wert eines Lebens keine große Bedeutung beimaßen". Es würde mich doch sehr freuen, könnten Sie mir diesen wissenschaftlichen Beleg zu kommen lassen. Das es Menschenopfer gab akzeptiere ich hierfür in keinem Fall, da dem Opfer aus der religiösen Vorstellung heraus schon eine hohe Bedeutung zugemessen werden muss. Ansonsten finde ich ihre Rezension sehr gelungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.05.2012 10:03:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.05.2012 10:05:24 GMT+02:00
Mustermann meint:
Nun viel Maya Geschichte braucht man nicht zu kennen. Aber das Sie Religiöse Opfer zu tausenden brachten, ist in jedem Buch über Amerikas Ureinwohner zu lesen. So war es üblich zu besonderen Festen Kinder lebendig einzugraben als Opfer der Götter. Das war auch der Grund für das schnelle Ende der Mayas. Denn in der Tat hatten sie ein Millionenheer an Soldaten, die allein schon wegen der Masse ganz leicht mit ein paar hundert Spanieren fertig werden konnten, trotz Musketen. Doch in ihrer Religiöser Engstirnigkeit hat sie ihr Erscheinen dermaßen aus dem Tackt gebracht, dass sich deren König ihnen direkt ergeben hat. Das ist keine direkte Folge der Opfer, doch die Opfer sind Ausdruck einer unglaublichen Götter- und Zeichenfurcht, die zu völligen Zusammenbruch führten als Götter- und Zeichengleich diese für sie so völlig andersartigen Spanier auftauchten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.02.2013 02:02:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.02.2013 02:03:12 GMT+01:00
Hubert412 meint:
Man liest hier verschiedene Dinge zu den Untertiteln!?
Gibt es deutscher Untertitel und vor allem:
ist Gibsons Regiekommentar untertitelt??

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.06.2013 02:23:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.06.2013 02:50:04 GMT+02:00
Jayanti meint:
@Mustermann.

Hier wird schnell vergessen, das der Filmemacher selbst, ein total-engstirniger, und das bei allem Respekt - Katholik ist, welcher, wie es auch die heute möchte-gern-monotheitistischen- Religionen beweisen, intoleranter kaum sein könnten. Denn das Christentum, diese reine Männerreligion, hat selbst Jahrhunderte lang in ihrer barbarischen Grausamkeit andersdenkende umgebracht, gefoltert, massakriert und Nächstenhass gepredigt. Gibson mag zwar an-und-für sich ein guter Film gelungen sein, doch insgesamt ist dieser wie auch das Judentum, der Islam, und wieviele weitere Männerreligionen total-patriarchalisch voreingenommen - genau wie der Rezenstent, der hier mutwillige Grausamkeit unterstellt, man bedenke: Nur Grausamkeit. Das kommt davon, wenn das eigene Weltbild einen blendet. Freilich, es gab bei den Mayas Opferungen, das bestreite ich nicht, aber glaubt hier jemand ernsthaft, das dies nur tagtäglich gemacht wurde?. Und ward ihr selbst Live vor Ort dabei?.

Also im Alten Testament wird deutlich lebende Opferungen verlangt, soviel zur Christenheit Wer wirklich ernsthaft Grausames lesen will, der sollte sich mal das Alte Testament wie auch den Hexenhammer durchlesen.....

Und im Gegensatz zu den Mayas, die sehr wohl, und das im grassen Gegensatz zur reinen Männerrelion der Christentheit, schätzten die Mayas das Leben sehr, und verstanden es als PANEN-theismus; das heißt, das sich die Göttin, oder der Gott, wie Manitu durch die Natur offenbaren-und beleben. Das Christen dieses jetzt nicht nachvollziehen können, versteht sich von selbst, denn für diese existiert keine Mutter-Erde oder überhaupt eine Gaia - da der total Frauen-und-auch-Umweltverachtende Herr der Christenheit keine Transzendenz in den Pflanzen, der Tiere, und alg. im Biologischem System duldet, da alles abstrakt und unnahbar sein muss. Ja, die Evangelische Kirche glaubt nicht mal an eine Seele, sondern an eine abstruse Ganz-Tod-Theorie.

Fakt ist, das die Mayas sehr wohl dem Leben einen großen, ja freilich einen sogar überaus immens-großen Wert beigemessen haben. Denn für sie war alles mit-einander vernetzt, verwebt, strukturiert und zusammenhängend, wie ein großes synaptisches Feld - es lebte quasi alles ineinander. Für die Maya`s war der Planet, war Mutter-Erde das - die mut` die große Mutter -, was für die Aboriginis in Australien die Ululu gewesen ist und immer noch darstellt: die alles verwebende große Allmutter-Natur. Und wer das abstreitet, ignoriert auch jene die Tatsache-und Faktum, das am Anfang Gott die Mutter gestanden hat. Und der sogenannte Herr war eine Hirngeburt von Göttinnenfeindlichen Männern, die gegen die Klugheit der Frau rebelliert haben

Da Menschen nabelgeborene sind, und dies in ihrem Bewusstsein natürlich seit ewigen Zeiten verankert ist, ist sie Gott die Mutter. Da ein Vater naturgemäß nicht nabelgebären kann, kann er soziologisch und religionshistorisch niemals am Anfang der Schöpfung stehen. Menschheitsgeschichtlich ist er eine Kurzerfahrung und deshalb konnte er, aller Machtanstrengungen zum Trotz, die Ewige große Mutter nie verdrängen.
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

4.3 von 5 Sternen (246 Kundenrezensionen)
5 Sterne:
 (169)
4 Sterne:
 (24)
3 Sterne:
 (26)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (18)
 
 
 
EUR 12,89
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Rezensentin / Rezensent