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Erster Überlick für Einsteiger, 1. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das neue Handbuch des Journalismus (Taschenbuch)
Ich habe das Buch nur quergelesen und mich auf einige Kapitel konzentriert, die mich besonders interssierten. Insgesamt, denke ich, ist das Buch ok, um sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Journalismus und konkrete Techniken zu verschaffen. Das Buch bliebt dabei zwar ziemlich oberflächlich, aber für weitergehende Lektüre sind im Anhang reichlich Empfehlungen verzeichnet. Für mich wichtig: Das Buch ist gut zu lesen, man langweilt sich nicht, und statt immer nur abstrakt zu bleiben werden bestimmte Aspekte an Beispielen erläutert. Das ist gut. Größter Mangel: Das Buch ist nicht auf dem neuesten Stand. Man weiß, es stimmt etwas nicht, wenn man in der 3. Auflage - erschienen immerhin 2007(!) - Sätze liest, wie: "Schauen wir uns eine Recherche an, die den Computer nutzt, der oft als nützliches Hilfsmittel unterschätzt wird." Oder wenn ein Recherchetipp zum Internet aus einem Buch von 1997 herangezogen wird, der davon spricht, dass eine Internet-Recherche "sich sehen lassen" könne; wenn immer noch erklärt wird, dass ein Link eine "Verbindung" ist und das Wort "Google" kein einziges Mal fällt. Abgesehen davon, dass es heutzutage kaum junge Journalistenanwärter geben dürfte, die so etwas nicht wissen - wer es tatsächlich nicht wissen sollte, wird es als Journalist schwer haben. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn die Verfasser im folgenden Absatz schreiben, das Internet sei gefährlich, weil "das meiste [der dort erhältlichen Informationen] ungeordnet und veraltet ist". Auch die Aussage, dass "fast ausschließlich" ein Volontariatsplatz bekommen, wer langjähriger, freier Mitarbeiter derselben Zeitung sei, kann ich - zumindest für mich persönlich - so nicht bestätigen. Aber das sind eben Feinheiten, die eher unter die Rubrik "Erbsenzählerei" fallen. Insgesamt ist das Buch für Einsteiger durchaus zu empfehlen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Weiterführende Bücher sollten natürlich in jedem Fall zu Rate gezogen werden.
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Das neue Handbuch des Journalismus 349961569X
Wolf Schneider
rororo
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Erster Überlick für Einsteiger
Ich habe das Buch nur quergelesen und mich auf einige Kapitel konzentriert, die mich besonders interssierten. Insgesamt, denke ich, ist das Buch ok, um sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Journalismus und konkrete Techniken zu verschaffen. Das Buch bliebt dabei zwar ziemlich oberflächlich, aber für weitergehende Lektüre sind im Anhang reichlich Empfehlungen verzeichnet. Für mich wichtig: Das Buch ist gut zu lesen, man langweilt sich nicht, und statt immer nur abstrakt zu bleiben werden bestimmte Aspekte an Beispielen erläutert. Das ist gut.
Größter Mangel: Das Buch ist nicht auf dem neuesten Stand. Man weiß, es stimmt etwas nicht, wenn man in der 3. Auflage - erschienen immerhin 2007(!) - Sätze liest, wie: "Schauen wir uns eine Recherche an, die den Computer nutzt, der oft als nützliches Hilfsmittel unterschätzt wird." Oder wenn ein Recherchetipp zum Internet aus einem Buch von 1997 herangezogen wird, der davon spricht, dass eine Internet-Recherche "sich sehen lassen" könne; wenn immer noch erklärt wird, dass ein Link eine "Verbindung" ist und das Wort "Google" kein einziges Mal fällt. Abgesehen davon, dass es heutzutage kaum junge Journalistenanwärter geben dürfte, die so etwas nicht wissen - wer es tatsächlich nicht wissen sollte, wird es als Journalist schwer haben. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn die Verfasser im folgenden Absatz schreiben, das Internet sei gefährlich, weil "das meiste [der dort erhältlichen Informationen] ungeordnet und veraltet ist".
Auch die Aussage, dass "fast ausschließlich" ein Volontariatsplatz bekommen, wer langjähriger, freier Mitarbeiter derselben Zeitung sei, kann ich - zumindest für mich persönlich - so nicht bestätigen. Aber das sind eben Feinheiten, die eher unter die Rubrik "Erbsenzählerei" fallen.
Insgesamt ist das Buch für Einsteiger durchaus zu empfehlen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Weiterführende Bücher sollten natürlich in jedem Fall zu Rate gezogen werden.
Thomas Colshorn
1. März 2008
- Insgesamt:
5

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