Kundenrezension

4.0 von 5 Sternen leicht durchwachsenes Finale der Kultreihe, 21. Mai 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Mass Effect 3 - N7 Collector's Edition (Videospiel)
Seit dem ersten Teil bin ich ein großer Fan der Mass-Effect-Reihe. Doch aufgrund vieler eher negativer Rezensionen, gerade das Ende betreffend, habe ich lange mit dem Kauf gezögert. Nachdem ich es mir allerdings einige Tage von einem Freund ausgeliehen hatte, habe ich mich jetzt sogar zum Kauf der Collectors-Edition entschieden. Und das obwohl ich die negativen Kritiken vieler Fans durchaus nachvollziehen kann. Doch dazu später mehr.

Schonmal zur Warnung: Wer die ersten beiden Teile bislang nicht gespielt hat, sollte dies zunächst nachholen. Nicht nur das es hervorragende Titel sind, die Handlung selbst knüpft fast nahtlos an die Vorgänger an und setzt entsprechendes Vorwissen vorraus. Da sich zudem viele Entscheidungen die man in den Vorgängern traf, auch auf diesen Teil auswirken, bleibt einem sonst auch einiges an Spaß verwehrt.

So hat man zu Beginn die Wahl ob man einen neuen Charakter erstellt oder seinen ME2-Recken importiert. Anders als bei ME2 bleibt diesmal übrigens der Level des importierten Charakters erhalten, man kann aber bei Bedarf eine neue Klasse auswählen und die Fähigkeitspunkte neu verteilen. Das Levelcap wurde dabei von 30 auf nun (wenigstens) 60 erhöht. Zudem wurde die Anzahl der Stufen bei den jeweiligen Fähigkeiten von 4 auf 6 angehoben. Wobei man jeweils bei den letzten 3 Stufen sich stets zwischen zwei verschiedenen Upgrades entscheiden muss.

Hat man sich seinen persönlichen Sheppard erstellt gehts auch schon los mit der Handlung. Diese knüpft ein halbes Jahr nach den Geschehnissen des zweiten Teils an. Sheppard ist zur Allianz zurückgekehrt, muss sich nun aber wegen seiner Zusammenarbeit mit Cerberus vor Gericht verantworten. Doch wie das Leben so spielt klopft plötzlich ein altbekannter Feind an das Portal zur Erde an und überrennt diese förmlich. Sheppard kann gerade noch so mit der Normandy entkommen und steht nun vor der undankbaren Aufgabe, die einzelnen Völker unserer Galaxis im Kampf gegen die Reaper zu vereinen und den alles entscheidenden Gegenschlag einzuleiten. Viel mehr möchte ich von der Story gar nicht vorweg nehmen. Wie in der Serie üblich hat man wieder die Möglichkeiten die Probleme auf eine vorbildliche oder rücksichtslose Weise anzugehen. Ich habe mich natürlich für die zweite Variante entschieden, schließlich ist auch der Gegner knallhart und rücksichtslos. Normalerweise hält mein schlechtes Gewissen dabei Funkstille (ist ja auch nur ein Spiel^^), doch diesmal haben es die Entwickler bei einigen sehr emotionalen Momenten tatsächlich geschafft, mir einen dicken Kloß in den Hals zu zaubern. Respekt! Leider muss man aber sagen, dass die Entscheidungsmöglichkeiten in dem Vergleich zu den Vorgängern etwas abgenommen haben. Oftmals gab es sogar sehr lange Zwischensequenzen ohne eine einzige Dialogoption. Schade.

Natürlich besteht das Spiel nicht nur aus Dialogen, sondern vorallem auch aus Kämpfen. Aus sehr vielen Kämpfen. Die Gewichtung auf diese fällt sogar noch etwas größer aus, als beim ohnehin schon sehr actionlastigen zweiten Teil. Mir persönlich hatte das Balancing beim ersten Teil, ja doch etwas besser gefallen. Das ist letzten Endes aber Geschmackssache. Das Kampfsystem ähnelt dabei stark Teil 2. Interessanteste Neuerung ist dabei wohl die Kinect Einbindung. Auf Rumgefuchtel jeglicher Art wird dabei (Gott sei Dank) verzichtet. Es geht stattdessen um die Spracherkennung. So kann man seiner Gruppe oder auch einzelnen Mitgliedern Befehle erteilen, wie Waffenwechsel oder den Einsatz von bestimmten Fähigkeiten. Dies geht problemlos und sorgt dafür, dass man nicht ständig in das Radialmenü wechseln muss. So laufen die Gefechte sehr viel flüssiger ab. Allerdings muss man sich schon die Frage stellen wieso die Entwickler hier nur Kinect unterstützen und für die Sprachbefehle nicht auch Headsets (wie z.B. bei EndWar) einbinden. Aber naja irgendwie muss Microsoft ja seine Kinects an den Mann bringen, auch wenn ME3 dafür sicher keinen alleinigen Kaufgrund darstellt. "Auflockerungen" wie Makofahrten oder Minispiele beim Hacken fehlen komplett. Einige wirds vieleicht sogar freuen, ich finds schade. Abwechslung gibts eher selten, einmal darf man in einen Riesenmech einsteigen, läuft aber letzten Endes auch nur aufs Kämpfen hinaus. Ein anderes Level erinnert stark an Tron, optisch sehr ansprechend. Spielerisch aber doch eher öde.

Die größte Neuerung stellt der Multiplayer dar. Dieser erinnert stark an den Horden-Modus aus GoW. Ihr spielt im Koop mit bis zu vier Leuten und müsst ein relativ kleines Areal gegen etliche Gegnerwellen verteidigen. Nebenbei muss man öfters auch kleine Nebenaufgaben erledigen, wie Computerterminals unter Zeitdruck hacken. Nach den Kämpfen erhaltet ihr Erfahrungspunkte und levelt euren Multiplayerchara auf. Das funktioniert genau so wie im Singleplayer. Machte mir insgesamt viel Spaß.

Grafik und Sound sind auf ähnlich hohem Niveau wie beim Vorgänger. Die Figuren wirken noch einen Tick detaillierter und die Planetenoberflächen warten mit einigen sehr beeindruckenden Panoramen auf, z.B. mit gewaltigen Reapern oder einem gigantischen Sandsturm. Leider sind die Innenareale, wie bei den ersten beiden Teilen, optisch recht eintönig und unspektakulär geraten. Die Musik ist abermals grandios. An der deutschen Synchro werden sich wohl wieder die Geister scheiden. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden damit.

Kommen wir nun zum heißdiskutierten Ende. Ich will hier eigentlich nicht groß spoilern, dennoch vorsichtshalber hiermal eine

SPOILERWARNUNG

Das Ende wirkt einfach, naja, hastig zusammengeschustert und schlicht und ergreifend unvollständig. Die vorher getroffenen Entscheidungen sind hier komplett irrelevant, viele Fragen bleiben einfach offen. Und die allerletzte Sequenz, nach den Credits, führt alles noch einmal komplett adabsurdum. Das erinnert an Story-Twists ala "Hey das war alles eigentlich nur ein Traum."
Insgesamt sehr enttäuschend und ich habe lange überlegt wie ich dies in die Wertung einfließen lasse. Da das Spiel handwerklich abolut top ist und sehr viel Spaß bereitet, belasse ich es bei einem Stern Abzug. Gefühlt sind es schon fast zwei.

SPOILERENDE

Jetzt noch zu den zusätlichen Extras und der Aufmachung der Collectors Edition. Das Game erscheint im Papschuber. In dem befindet sich das Spiel selbst (in edler Metallhülle), sowie (nochmal in eigener Papphülle) die Extras. Die bestehen aus einem N7-Aufnäher, einer Postkarte mit Normandy-Motiv, einem (englischsprachigen) Comic, in welchem es um Aria und ihrem Kampf um Omega gegen die Reaper geht, sowie einem Art-Book. In dem gibt es nicht nur schöne Konzeptzeichnungen, sondern sogar sehr interessante Hintergrundinformationen über das Design der Figuren, Umgebungen und Raumschiffe. Man sollte aber vorher das Spiel durchgespielt haben, um sich nicht die ein oder andere Überraschung zu verderben. Allerdings sind die Texte komplett in Englisch. Wer dieser Sprache nicht mächtig ist, sollte vor dem Kauf der Collectors Edition sehr gut nachdenken, ob man die Download-Contents (Zusatzmission und Figur, sowie einige Waffen und Ausrüstungen) nicht lieber über den XboxLive-Marktplatz bezieht. Preislich müsste man da in etwa auf das gleiche Niveau kommen, wenn nicht sogar etwas günstiger.
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