Kundenrezension

56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein, aber dennoch mehr als lesenswert, 19. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Feast for Crows (A Song of Ice and Fire, Band 4) (Gebundene Ausgabe)
Nach langer Wartezeit ist nun endlich der vierte Band von Martins A Song of Ice and Fire-Reihe erschienen: A Feast for Crows, wobei Martin nicht alle gewünschten Elemente unterbringen konnte. Über Jahre verzögerte sich das Erscheinen, weil Martin Passagen ändern und Storyentwicklungen neu konzipieren musste. Die Fans waren relativ geduldig, obwohl diese Verzögerungen zu wilden Spekulationen in diversen Internetforen führte. Eingefleischte Fans wissen schon slängst, dass Martin viele Handlungsstränge in das nächste Buch der Reihe, "A Dance with Dragons", ausgliedern musste. Das vorliegende Buch behandelt deshalb nur einen Teil der bekannten POVs (Charaktere, aus deren Blickfeld die Story beschrieben wird).
Die Handlung knüpft da an, wo das letzte Buch "A Storm of Swords" sein Ende genommen hat: Die sieben Königreiche von Westeros sind von dem Krieg der fünf Könige in weiten Teilen verwüstet. Robb Stark und auch sein Widersacher Tywin Lannister, die Hand des Kindkönigs Tommen, sind tot. Währenddessen reist die totgeglaubte Arya Stark in die Freie Stadt Braavos, wobei sie von Rache erfüllt ist. Auch wenn sie nichts davon ahnt, sind ihre anderen Geschwister aber noch am Leben: Sansa Stark befindet sich unter dem "Schutz" des dubiosen Petyr Baelish, genannt Littlefinger, der versucht, die Macht im Tal von Arryn an sich zu reißen.
Währenddessen verliert die Regentin Cersei Lannister immer mehr den Verstand und gefährdet gleichzeitig die große Allianz mit dem mächtigen Haus Tyrell, während Jaime Lannister sich von ihr abwendet und sich in die Flusslande begibt, um dort den letzten verbliebenen Widerstand von Stark-Loyalisten zu brechen. Brienne von Tarth, neben Cersei ein neuer POV-Charakter, hat sich derweil auf die Suche nach Sansa Stark gemacht, um damit ihr Versprechen gegenüber Lady Caitlyn zu erfüllen.
Samwell Tarly begibt sich derweil nach Oldtown, während die Nachtwache sich auf den bevorstehenden Kampf mit den "Others" rüstet. Die Ironmen hingegen planen ebenfalls ihre nächsten Schritte und fallen in die Weite ein. Im südlichsten der sieben Königreiche, Dorne, brodelt es, und Doran Martell, Prinz von Dorne, der träge auf die Ereignisse zu reagieren schien, verfolgt nun weitreichendere Pläne. Währenddessen gelangen nach Westeros immer mehr Geschichten über Daenerys Targaryen und ihre drei Drachen...
Der Stil Martins ist gewohnt erstklassig: vor allem vielen kleineren Erzählungen wird deutlich mehr Platz eingeräumt, wobei der gewohnte, eher düstere Grundton beibehalten wurde. Gleichzeitig wird die Haupthandlung aber weniger als erhofft vorangetrieben, wenngleich Martin durchaus die eine oder andere Überraschung parat hat, wenngleich viele Handlungen weniger miteinander verknüpft sind, als dies in den vorherigen Büchern der Fall war, Man mag sich darüber streiten, ob denn nun das Buch unbedingt nötig gewesen ist und es nicht vielleicht doch sinnvoller gewesen wäre, eine zusammenhängende und gestrafftere Darstellung aus den Büchern "Feast" und "A Dance with Dragons" zu schreiben. Dennoch ist das Buch keineswegs schlecht, ein Leser, der sich ein zweites "Storm of Swords" erhofft hat, wird aber sicherlich enttäuscht sein. Störender ist aber das Fehlen von lieb gewonnen Charakteren wie Tyrion und Dany sowie Jon (der im vorliegenden Buch nur kurz und am Rande vorkommt). Dennoch ist eine Trennung nach Handlungsorten - wenn mann schon die Handlung aufsplitten will - auch m. E. sinnvoller.
Wie bereits gesagt: das Buch ist kein Meilenstein, aber sicherlich eine hervorragend erzählte Geschichte, die sich kein Fan entgehen lassen sollte, wenngleich die Handlung sicherlich nichts für Kinder ist. Zwei Punkte stören außerdem: zum einen sind die der UK-Version beigefügten Karten ein deutlicher Rückschritt gegenüber "Storm", zudem hätte die Erklärung Martins, weshalb "Feast" nun das Buch ist, was es ist, eindeutig nach vorne gehört. Beides ist schlechter Stil, mindert den Lesegenuss aber freilich nur am Rande.
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Kommentare


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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.11.2008 20:23:34 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.08.2010 14:48:45 GMT+02:00
Melia meint:
Autsch. Also Dan Brown qualitativ höher anzusiedeln als GRRM ist... öh.... ja, da fehlen mir die Worte. Nix gegen Dan Brown, der ist sehr unterhaltsam, aber wirklich tiefgründig sind seine Charaktere nun beim besten Willen nicht. Da weiß man nämlich von Anfang an, wer gut und wer böse ist, es gibt kaum Überraschungen diesbezüglich - bei Martin sehr wohl. Aber gut, letzten Endes ist das alles Geschmacksache.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2011 16:07:24 GMT+02:00
Benjamin meint:
Ich habe Dan Brown gar nicht erwähnt und halte auch persönlich nix von ihm - aber gut....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2012 15:31:50 GMT+02:00
Kristallkatze meint:
Hallo,

danke für Ihre Rezension. Allerdings muss ich sagen, finde ich dieses Stalling (Zeit schinden) gar nicht so ungewöhnlich. Schließlich ist Krieg und während es in anderen Romanen immer Schlag auf Schlag geht, und oft solche 'langweiligen' Dinge übersprungen werden, legt Martin mehr Wert auf Realismus, denke ich. Das finde ich gar nicht so schlecht, ist aber wohl Geschmackssache. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2012 15:32:15 GMT+02:00
Kristallkatze meint:
Wenn man keine Ahnung vom Schreiben hat, hush. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.09.2014 14:30:10 GMT+02:00
Melia meint:
Mein Kommentar hat sich auch nicht auf Ihre Rezension bezogen, sondern auf den mittlerweile ausgeblendeten Kommentar von Herrn Herwig, der meinte GRRM sollte bei Dan Brown in die Lehre gehen :)
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