Kundenrezension

87 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreiche Alienhatz mit Anspruch !, 12. Oktober 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: XCOM: Enemy Unknown - [PC] (Computerspiel)
Achtung: dies ist tatsächlich ein Triple A (AAA) Titel:
- abwechslungsreich durch die Verbindung verschiedener spielerischer Elemente
- anspruchsvoll durch die vielen zu treffenden strategischen und taktischen Entscheidungen
- Aliens !!! Und diesmal nicht in einem Actiontitel, sondern in einem Strategiespiel !

Firaxis hat es wirklich geschafft, den Klassiker "UFO - enemy unknown" von 1994 in das neue Jahrtausend zu portieren und es dabei so neu zu interpretieren, dass sowohl Neueinsteiger der Serie als auch Veteranen wieder stundenlang vor dem Monitor gefesselt bleiben.
Warum ?
Es ist wieder diese grandiose Mischung aus globaler Strategie und taktischen Squadkämpfen, die zum Glück rundenbasiert geblieben sind, wenn auch so dynamisch in Szene gesetzt, dass man meint, es handle sich um ein Actionspiel - "Incubation - Battle Isle IV" läßt grüßen.

Worum gehts? Aliens bedrohen die Erde, es kommt immer häufiger zu extraterrestischen Zwischenfällen. Um dieser Invasion entgegenzutreten, wird die XCOM gegründet. Eine Spezialeinheit, der alle Mittel der Erdengemeinschaft zur Verfügung gestellt werden, um herauszufinden, was es mit der Bedrohung bzw. den Absichten der Aliens auf sich hat und natürlich die Erde zu verteidigen. Sie sind der "General" und treffen alle strategischen sowie taktischen Entscheidungen.

Das Spiel läßt sich grob in 2 Parts unterteilen:

die globale Ebene, auf der alle strategischen Entscheidungen getroffen werden:
- Ausbau der Basis mittels verschiedener Module (Forschungseinrichtungen, Werkstätten, Hangars, ...)
- Erforschung neuer (Alien)Technologien
- Management der Soldaten, d.h. Leveln und Ausrüsten selbiger
- starten von Abfangmissionen feindlicher UFOs
- treffen von Entscheidungen (welche Gebiete werden von der XCOM unterstüzt; wirkt sich auf die finanzielle Unterstützung der versch. Staaten aus)
- Aufstellen von Spionagesatelliten
- managen der finanziellen Mittel
- fertigen von Ausrüstung

die taktische Ebene, auf der die Kämpfe geführt werden
Dabei laufen die Kämpfe rundenbasiert ab. In jeder Runde können die Soldaten des Squads (besteht anfangs aus 4 Soldaten und kann im Spielverlauf bis zu 6 Soldaten umfassen)jeweils sich einmal bewegen und einmal angreifen (in der Reihenfolge!) oder 2 Bewegungen durchführen. Abhängig von der gewählten Klasse der Soldaten und den damit verbundenen Eigenschaften (die nach Rangaufstieg ausgewählt werden) kann dieser Bewegungsablauf auch noch modifiziert werden, z.B. kann ein Scout dann 2mal bewegen und anschließen auch noch einen Angriff ausführen.
Die Kampfkarten sind alle handgearbeitet und nicht zufallsgeneriert. Die Umgebung ist komplett zerstörbar und es gibt ein rudimentäres Deckungssystem (Anzeige mittels "Schilde") sowie realistische Physikeffekte: wird z.B. ein Feuer entzündet an einer Tankstelle und trifft eine Runde später auf die Zapfsäule, so explodiert diese und in einem großen Radius wird alles in Mitleidenschaft gezogen.
Die Inszenierung der Kämpfe ist dabei für ein rundenbasiertes Spiel sehr dynamisch. Bei jeder Feindentdeckung gibt es dynamische Kamerafahrten aus der Schulterperspektive der Soldaten und erfolgreiche "Abschüsse" werden mittels Killcam cineastisch in Szene gesetzt - toll!
Die taktischen Missionen sind von ihren Zielen her vordergründig sehr abwechslungsreich: es gilt VIPs zu beschützen/zu befreien, Terrormissionen zu überstehen, Eskorteinsätze, das Bergen von spez. Ausrüstung, ....
Am Ende läuft es aber immer darauf hinaus alle Gegner zu eliminieren oder - besser - gefangen zu nehmen. Nach dem Einsatz werden nämlich automatisch alle Leichen und Alienartefakte geborgen. Die Teile dienen zur Forschung und zum Nachbau der Alienbtechnologien. Diese Resource ist stets knapp und daher lohnt es sich alle Gegner immer auszuschalten.
Das Spiel wird in eine rudimentäre Rahmenhandlung eingebettet, die mit ansehnlichen Zwischensequenzen erzählt wird. Nach gewissen Ereignissen, die im Spiel getriggert werden, wird diese weitererzählt. Es gibt dann immer storyrelevante Missionen, die man aber nach eigenem Ermessen und ohne Zeitdruck angehen kann.
Insgesamt gibt es 4 Schwierigkeitsgrade, wobei die ersten beiden für "Neulinge" gedacht sind und ab "Classic" die Veteranen, die schon das Original gespielt haben, angesprochen werden.
Erwähnenswert ist auch der "Ironman"-Modus, in dem nur ein Speicherstand angelegt werden kann und das Ableben eines Soldaten permamnent ist - nur was für Profis und schmerzresistente ;-) !
Die Schwierigkeitsgrade unterscheiden sich dadurch, dass je höher je mehr Lebenspunkte haben die Aliens sowie deren Anzahl und Treffsicherheit sind erhöht. Zudem bewegen sich die Aliens ab dem Classic Schwierigkeitsgrad auch selbständig im "Fog of War", während sie in den beiden niedrigeren "getriggert" werden. Zudem sind die Resourcen limitierter, je höher der Schwierigkeitsgrad. Das führt dazu, dass das Spiel bzw. die Entscheidungen wichtiger und taktischer werden sowie die Kämpfe auch länger dauern, da man überlegter vorgehen muss und auch öfter mal ein Teammitglied verliert.

Nach nun einer fast durchzockten Nacht muss ich zugeben, dass Firaxis es tatsächlich geschafft hat das alte Flair des Originals gekonnt einzufangen, einiges zu entschlacken in Blick auf bessere Spielbarkeit (auch wenn hier nicht alles auf Gegenliebe stößt: so gefällt mir nicht so gut, dass man das Minispiel der Abfangsequenzt der Ufos nicht mehr beeinflussen kann wie früher) sowie einen Titel geschaffen hat, der enormes Suchtpotential entfaltet und dieses "nur noch eine Runde" Gefühl sofort auslöst.

Ein absolut grandioses Comeback der Rundenstrategie!

Ich als UFO Veteran kann nur sagen: Applaus Firaxis, ihr habt es geschafft - so sieht das moderne Remake eines Klassikers aus!

Zur Vollständigkeit: das Spiel beinhaltet auch einen Mehrspielermodus, in dem man online (inkl. online Rangliste und ELO System!) gegen andere Spieler antreten kann. Dabei kann das Squad aus sowohl terranische Soldaten als auch alle im Spiel verfügbaren Aliens zusammengestellt werden.
Ich empfehle aber erstmal die Kampagne durchzuspielen, um nicht die Spannung der Entdeckung der neuen Aliens aus dem Spiel zu nehmen!

Das Spiel ist komplett in deutsch! Bildschirmtexte, Sprachausgabe und Handbuch. Leider ist die Sprachausgabe manchmal etwas "monoton" und die Textübersetzung an einigen Stellen nicht ganz logisch, aber insgesamt geht es in Ordnung. Dank Steam kann man aber auch auf Englisch umstellen, sofern gewünscht!

Wichtige abschließende Anmerkung:
Das Spiel läuft ausschließlich (!!) unter Windows Vista / Windows 7 ! Wer noch Windows XP als Betriebssystem nutzt, kann XCOM leider NICHT spielen.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.10.2012 15:48:24 GMT+02:00
HardFi meint:
Sehr schöne Rezi. Danke dafür.

Veröffentlicht am 12.10.2012 16:04:30 GMT+02:00
André Weihe meint:
Es gibt eine Anleitung für einen zusammengefrickelten Patch der das Spielen auch unter XP ermöglicht, natürlich ohne jedwede Garantie oder Support.

Link: http://forums.steampowered.com/forums/showthread.php?t=2964408

Veröffentlicht am 12.10.2012 23:16:37 GMT+02:00
Rolle Kont meint:
Puh, das mit XP hatte ich nicht gesehen. Danke für den Hinweis!

Veröffentlicht am 13.10.2012 03:01:16 GMT+02:00
S·A·U·G·U·T·E Rezension!! Vielen Dank dafür!! :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.10.2012 08:23:43 GMT+02:00
GeneralGonzo meint:
Danke dir :-)

Veröffentlicht am 14.10.2012 17:19:04 GMT+02:00
Torsten Bilau meint:
"so gefällt mir nicht so gut, dass man das Minispiel der Abfangsequenzt der Ufos nicht mehr beeinflussen kann wie früher".
Paar Std. Spielzeit hab ich jetz auch auf dem Buckel, gibt als Verbrauchsgegst. später noch Boost für die Abfangjäger.
Bisher konnt ich 3 verschiedene Sachen entdecken und alle 3 waren während der Verfolgungsjagdt anwendbar.
Hilft schon wenn das UFO bisserl groß ist für Abfangjäger / Bordwaffen.
Bisher auch nur Kleinigkeiten gefunden die es zu bemängeln gäbe, tolles spiel was Fireaxis da abgeliefert hatt.
Viel Spaß euch allen !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.10.2012 18:30:26 GMT+02:00
GeneralGonzo meint:
Ja, man kann später Dinge für die Abfangjäger erforschen, womit sich mein Punkt in der Rezi etwas relativiert!

Veröffentlicht am 15.10.2012 14:56:24 GMT+02:00
Andre Z. meint:
Früher, in den ersten Teilen, konnte man Alien-Leichen "fladdern" und sich deren Waffen aneignen. Weiß jemand, ob das bei dem neuen Release auch möglich ist?
Oder ob Soldaten Gegenstände während der Einsätze tauschen können?

Ich habe leider erst 9 Stunden gespielt. Bin gespannt, ob es noch Fluganzüge geben wird und wie die Psi-Fähigkeiten umgesetzt sind.

Schade finde ich, dass man die Soldaten auf dem offenen Feld (ohne vorhandene Deckung) nicht hinknien- oder legen kann. Wissenschaftler und Techniker kann man meines Wissen auch nicht so einfach kaufen, sondern muß sie über Missionen "verdienen".

Die Kampf-Missionen finde ich ein wenig kurz. Klar, mit 6 Soldaten muß die Karte auch dementsprechend kleiner ausfallen. Aber die Missionen könnten imho ein bißchen länger dauern (kommt ja vielleicht noch).

Was ich auch noch schade finde ist, dass die Soldaten bei Missionsbeginn _vor_ dem Transporter abgesetzt werden. Somit hat man mindestens nochmal einen Zug Zeit, bevor die Aliens in Sicht kommen. In den alten Teilen mußte man die Soldaten noch aus dem Raumschiff rausführen. Das war immer nochmal ein klein wenig mehr Nervenkitzel, ob sich jetzt vielleicht doch ein Alien in der Flanke versteckt :-)

Das ist jetzt kein Gemecker am Spiel, denn X-Com ist echt genial umgesetzt, man fühlt sich mitgerissen und bei mir hat es enormes Suchtpotential hervorgerufen. Das sind einfach nur ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2012 23:57:14 GMT+02:00
GeneralGonzo meint:
Techniker und wissenschaftler bekommen Sie ausser durch Missionen durch den Bau von Labors bzw. Werkstätten dazu !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2012 10:33:33 GMT+02:00
Markus meint:
Das aneignen von Waffen soll möglich sein. Das Spiel weist im späteren Verlauf sogar darauf hin, man können nun Alienwaffen bergen und einsetzen.
Wie das allerdings von statten geht (automatisch/manuell), ist mir noch nicht ganz klar.

Dass die Karten allesamt handgeneriert sind, kann ich fast nicht glauben.
Insbesondere die Missionen, in denen man abgestürzte bzw. gelandete UFO's untersuchen muss, ähneln sich extrem.
Hatte persönlich schon diverse Male den Eindruck, auf derselben Karte zu spielen, einzig die Deckungsmöglichkeiten variierten.
Wenn das wirklich Handarbeit der Entwickler sein soll, leiden diese an chronischer Einfallslosigkeit.

Nicht falsch verstehen:
Dem Spielspaß schadet das jedoch (nach ca. 15 gespielten Stunden) bisher nicht.
Der Rezension kann ich nahezu uneingechränkt zustimmen.
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