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Kundenrezension

93 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So eine Enttäuschung!, 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die größten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden (Gebundene Ausgabe)
Als Naturwissenschaftler bin ich sehr an den verwandten Fachdisziplinen der geschichtlichen Forschung und Archäologie interessiert und verfolge seit Jahren neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse zur europäischen Geschichte.
So habe ich mich voll Vorfreude und Spannung auf Herrn Fabians Buch gestürzt und wurde sehr schnell ernüchtert. Mit jeder Seite habe ich mich mehr geärgert, dieses Machwerk käuflich erworben zu haben. Keine neuen Informationen, keine Forschungsergebnisse, Triviales und längst Bekanntes wird pseudowissenschaftlich als neu aufgedeckte Lügen im großen Stil dargestellt. Quellenstudien beschränken sich kaum auf Sekundär-, meist auf Tertiärliteratur, dazu noch schlecht recherchiert. Behauptungen werden einfach aufgestellt, viele Gegenargumente sind dem Autor unbekannt oder werden zurückgehalten, Sachverhalte werden teilweise verdreht oder aus dem Kontext gerissen, keine Informationen, die nicht auch anderen populärwissenschaftlichen Geschichtswerken zu entnehmen wären.
Dazu benutzt Herr Fabian genau dieselben Stilmittel, wie z.B. eine völlig überzogene Polemik, die er den Autoren der von ihm besprochenen Biografien vorwirft.
Der Schreibstil und die Wortwahl drängen dem Leser eher den Verdacht auf, Herr Fabian verarbeitet damit an einem humanistischen Gymnasium erlittene Traumata oder frönt einfach nur einer ausgeprägten Profilneurose.
Was bleibt noch übrig vom Buch, entfernt man alle Subjektivität des Autors und alle bereits bekannten Fakten: Nichts!
Aber lassen wir doch Herrn Fabian selbst zu Wort kommen. Auf Seite 232 schreibt er: "Nichts ist jedoch tödlicher, als ein Halbwissen, ein Dreiviertelwissen in Sachen Geschichte, denn es verführt automatisch zu abenteuerlich falschen Schlussfolgerungen. Geschichte wird dann zu einem Bauchwarenladen, aus dem sich jeder bedienen kann, der will,..." und auf Seite 255: "Autoren können aus 1000 Informationen genau jene 10 auswalzen, aufarbeiten und betonen, mit denen sie ihre eigenen Theorien abstützen können. Autoren können Schwerpunkte setzen, falsche Schwerpunkte, willkürliche Schwerpunkte. Sie können Anekdoten, Erzählungen und Gerüchte aufgreifen, diese vielleicht sogar als Gerüchte brandmarken, aber indem sie diese ausschlachten trotzdem die Aufmerksamkeit des Lesers darauf lenken. Allein durch die Intensität, mit der ein Gerücht besprochen wird, manipuliert man."
Spätestens wenn Herr Fabian am Ende des Buches in der Danksagung verschiedenen Personen dafür dankt, dass sie "aus einem schlechten Manuskript ein besseres gemacht haben", muss auch dem unbefangensten Leser klar werden, dass er hier geneppt wird.
Allen ernsthaft an Geschichte Interessierten kann ich nur raten: Spart euch das Geld!
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.03.2010 16:53:18 GMT+01:00
Ich wollte eben eine im Inhalt aehnliche Rezension schreiben, koennte es aber kaum treffender als Sie ausdruecken!
Das Buch ist ein drittklassiges propagandistisches Machwerk, kein historischer "Aufdecker"!
Sie haben es ja bereits bestens formuliert, somit erspare ich mir hier ein ausfuehrlicheres Eingehen auf den "Inhalt" des Werkes.
Danke fuer Ihre Rezension!

Veröffentlicht am 16.03.2010 14:29:45 GMT+01:00
EarlyBert meint:
Lieber Winterjörg, herzlichen Dank für die Rezension. Das Ding ist wirklich ungenießbar und es verwundert schon sehr, daß hier viele in Begeisterung ausbrechen. Jeder Oberprimaner mit Leistungskurs Geschichte nimmt dieses Machwerk auseinander.
Liebe Leute spart Euch das Geld und sucht nach anderen "Aufklärern" über die Schwächen der Historiographie. Alexander Demandt wäre z.B. da zu nennen!

Veröffentlicht am 04.02.2012 16:59:40 GMT+01:00
Axel Gebauer meint:
Weist darauf hin, das Buch besser nicht zu kaufen. Dann gibt es wohl Besseres wie Der Treppenwitz der Weltgeschichte von Hertslet und Hofmann, Ullstein 1997 (13. Auflage) Vielleicht kann ein Leser helfen: ich suche eigentlich ein Buch gleichen oder ähnlichen Namens, indem sich der Autor mit Fragen der Herkunft des Geldes für den Marshall-Plan für Deutschland auseinandersetzt.
Danke Axel Gebauer

Veröffentlicht am 12.09.2014 22:28:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.09.2014 20:59:26 GMT+02:00
Hallo, Grüß Gott,
Wie bei fast allen meinen Buch-Rezis bekam ich das Buch umsonst; und die Wirkung "gratis" ist doch so, dass man dann mehr als Buch-Liebender herangeht, und nicht so verrechnet, wieviel "Mark" ich hinblätterte.

Bin auch gerade mal am hereinschauen. Und da in meinem Umfeld eine HolySpirit-Durchscheinung oder eigentümlich Gottes-Durchscheinung vorhanden ist, die für viele sichtbar ist, und bei der Naturwissenschaftler sich wirklich setzen müss(t)ten, schaute ich dann doch mal nach dem Jesus-Bezug, der hier angeführt ist (ebenso schaue ich mal nach Mohammed, Napoleon und anderen). Bei 397 Seiten kann man auch keine eingehende wissenschaftliche Information erwarten, eher eine lockere Schreibweise...

Auf den Hauptseiten habe ich eigene Eindrücke niedergelegt;
wer sich interessiert, kann es dort gerne nachlesen. An Winterjörg, ich hätte einfach bei solch einem AllgemeinBuch keine so großen Erwartungen, insgesamt hat Fabian wohl recht, dass zwischen Fassade, Fassadenkrampf und Wirklichkeit fast immer ein gewisser Abstand klafft, oder nicht?
Ein Abstand, an den man sich schon gewöhnt hat, gewöhnen musste, da Kritiklosigkeit das Einzige ist, was man bringen darf; und da man beständig nur einen auf "lieb Kind" machen darf oder soll. Arbeitskollegen könnten sonst meinen, der passt nicht zu uns, der hat kritische angriffige Einstellungen, nicht harmonisch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2015 09:41:43 GMT+01:00
Es ist Heute schon Mode geworden,alle großen Persönlichkeiten der
Geschichte als Mörder,Lügner,Schwindler,etc.etc. darzustellen.Und das ist schändlich!!
Präpotent ist der Ansatz von solchen Wald- und Wiesen Autoren,sich
selber als " Aufklärer" darzustellen und zu verkaufen; als ob der in-
telligente Leser nicht selber kritikfähig wäre.Solche Bücher wie dieses
sind wohl für die Dummen geschrieben.Und die Verlage,die derlei
herausgeben,sollten sich schämen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2015 13:35:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.02.2015 13:36:38 GMT+01:00
Immerhin finden sich zahlreiche Anregungen, wenn man so will, Aufregungen.
Wenn Sie den Schmöker umsonst bekommen, und nicht auf das Reuegeld achten, finden sich - wirklich, m.E. - hunderte Sachen, die etwas auffrischend wirken. Insgesamt mögen Sie recht haben, doch wer von uns hätte diese Arbeit wohl besser gemacht? Es gibt viele Kritikpunkte darin. Doch es ist auch ein wenig "rotzig" oder "rotzfrech" geschrieben (wenngleich viele seiner Austausch-Wahrheiten so einfach nicht stimmen), und so eine Kritik an der "uns-in-Schulden-treibenden-Herrschaft" tut doch allen ziemlich gut, oder?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2015 10:13:13 GMT+01:00
Manyd meint:
In Ihrem letzten Satz schrieben Sie davon, dass man keine kritischen Positionen beziehen dürfe, erst Recht keine Kritik an anderen Kollegen äußern dürfe.

Aber selbst in meinem Studium (5. FS Bachelor Germanistik, zuvor Geschichte begonnen) wird seit dem 1. Semester darauf verwiesen, dass Kritik immer wünschenswert ist. In unseren Kursen lesen wir oftmals auch Texte unserer Dozenten. Auch dabei halte weder ich mich in Sachen Kritik zurück, noch tun das meine Kommilitonen. Die Arbeit von Historikern ist ebenso eine kritische: Quellen und auch andere Werke müssen kritisch betrachtet werden, eben weil wir nicht zu jener Zeit anwesend waren. Wir können hierbei nur logische Schlussfolgerungen ziehen und Widersprüche aufweisen, Wahrscheinlichkeiten abwägen.

Das Buch selber um das es hier geht, habe ich nicht gelesen. Aber nach allem was ich bisher durch mein Studium und die Zusammenarbeit zwischen Dozenten und Studenten (und auch zwischen Dozenten untereinander) mitbekommen habe, ist kritische Arbeit nicht nur erwünscht sondern ein wirkliches Muss für Wissenschaftler: Nur durch verschiedene Meinungen, Ansichten, Denkweisen etc. kann die Wissenschaft vorangetrieben werden und nur so können wir zu immer neuen Erkenntnissen kommen. Natürlich können auch mehrere Wissenschaftler hinter einer Denkweise/Ansicht stehen. Das heißt aber nicht, dass deswegen ALLE dieser Meinung sind und ihre Meinungen in ALLEM kongruent sind.

Das nur als Anmerkung zu Ihrer Kritik an die Wissenschaft an sich. Zum Buch selbst kann ich nichts sagen, ich wollte nur diesen Einwand hier anführen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2015 12:01:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.11.2015 12:04:10 GMT+01:00
@Manyd
Man weiß nicht, auf welche Anmerkung von wem sich Ihr erster Satz bezieht?
Auf mich kann es sich nicht beziehen. Zur Kritischen Aufnahme alter Texte: Im Buch von Dr. Paul Schulz: Ist Gott eine mathematische Formel? schildert er seine Ausbildung, deren kritischer Wert er preist.

Und wie fromm dann alles in den Verkündungen lauten musste; die Pastoren müssen ja mindestens 4, 5 mal lauthals am Anfang "Gottes Wort" raus lassen und rausdröhnen, um bei diesen Fraktionen in der schrumpfenden Zuhörerschaft ein befriedigendes Gefühl zu hinterlassen.

Das ist erwünscht, so müssen sie den Leuten nach dem Maul reden. Es gibt da kaum Spielraum, dass die Sprüche in den spät geschriebenen Evangelien von Markus, Matth. usw. gar nicht von Jesus selbst gesagt wurden. Sondern - nachdem sich das Lopreis in den Jahrzehnten nach seinem Tod, und sehr, sehr viele Fabulierungen und die fantastischen Aussagen über ihn sich steigerten - schriftstellerisch nachempfunden wurden.

Ich sehe dies zur Zeit an einem Buch von Deschner, Der gefälschte Glaube. So sehr er alles zerlegt, und mit recht die Herkunft vieler Auslobungen von "Jesus Christus" als künstlich herweist, so sehr kann man doch sagen: Die Wahrheit ist bei Gott. Und diese >sichtoffenbarung, von der ich handle, weist doch auf einen Höhen-Wert von Jesus hin.

Zu dem oben genannten Buch, wenn man es auf einem Amnesty-Flohmarkt findet, oder in den neueren "Umsonst-Gratis-Regalen" so ist es interessant, darin zu lesen. Ich glaube ich gab es weg, da ich meine Regale abbauen muss.

Doch der Wahrheitsgehalt, gerade was den oft heruntergeputzten Jesus betrifft, ist an sich zweifelhaft.

Gewiss sind viele, viele der wegputzenden Sätze, auch bei Augsteins Buch: Jesus, Menschensohn, berechtigt. Doch wie gesagt, diese Sichtoffenbarung, die sich allgemein vorführen, untersuchen und auch fotografieren lässt, besagt so etwas von einem schlichten Wert aus der Höhe, der ihm zuteil wurde.

Die Verlage bemühen sich meist um einen gehobenen Standard. Zu sagen, "der Verlag müsse sich schämen", ist so eine Argumentationsform, auf die wir im Erstsemester als Möglichkeit hingewiesen wurden.
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