Kundenrezension

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können." Arthur Schopenhauer, 7. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Entstehung der Realität: Wie das Bewusstsein die Welt erschafft (Taschenbuch)
Das Buch wurde mir empfohlen und in der Tat lohnt es sich mit diesem Werk mal zu beschäftigen.
Das Buch zeigt zunächst wie unsere Sinne manipuliert werden und wie Sprache uns beeinflußt. Danach geht es in die tiefste Physik und Quantenphysik, dort erfährt man etwas zur "Flachwelt"; zum "Gummiversum"- Raum und Zeit sind biegsam. Nachdem gezeigt wurde das Raum und Zeit relativ sind, wird das "Multiversum" als der Raum der unbegrenzten Möglichkeiten dargestellt. Dieser erste Teil des Buches ist schon anspruchsvoll und man ist geneigt das Buch zur Seite zu legen, das wäre aber Schade, denn was dann auf Seite 167 bis zum Ende des Buches folgt, ist absolut lesenswert und hilfreich.
Der Autor zeigt dem Leser die Rolle des Bewußtseins bei der Entstehung der Realität, denn die Wahrnehmung arbeitet wie ein Filter der aus den gigantischen Möglichkeiten eine bestimmte Realität raus filtert. Der Autor erklärt u.a. den Begriff "Maya"(die Welt der Erscheinungen/ Illusionen); das kollektive Bewußtsein; die Gruppenseele und die Problemspiralen. Er macht dem Leser bewußt, dass die Angst vor der Einsamkeit die Urangst unserer Zivilisation ist, denn ohne Gemeinschaft konnte der Mensch früher nicht überleben. Der Autor geht auch noch auf andere Phantom Ängste ein und zeigt wie die Umwertung von Problemsituationen in die richtige Richtung erfolgen kann.
Es folgt dann eine Betrachtung der Funktionsweise des Gehirns und wie das Denksystem der Großhirnrinde als eines der komplexesten Überlebenssysteme arbeitet.
Der Überlebenstrieb, der Rudelinstinkt, der Vergnügungsinstinkt u.v.m. werden besprochen und es wird gezeigt wie wir unbewußt wie "Problemsuchmaschinen" arbeiten. Sehr gut wird erklärt warum jeder Mensch bei allem was man tut, eigentlich die Grundbedürfnisse seiner Instinkte zu befriedigen versucht.
Weiter geht es mit dem Gedanken von Arthur Schopenhauer: "Nicht was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns in ihrer Auffassung sind, macht uns glücklich oder unglücklich." Von der "Problemsuchmaschine" führt nun der Weg des Autors zur "Glücksuchmaschine" und er fordert den Leser auf die Denkfehler zu beseitigen, indem man z.B. auf die Selbstheilungskräfte vertraut; Sicherheitssystem abbaut; Abhänigkeitsstrukturen erkennt und beseitigt, um so auch ein Verbiegen in der Partnerschaft zu vermeiden.
Lesenswert sind die Gedanken dazu, warum die wenigsten Menschen alleine sein können und warum daher jeder sein "Rudel" finden sollte, in dem er sich angenommen, verstanden und geliebt fühlt und wie man sich gezielt nicht mehr isoliert. Als einen von vielen Tipps zitiert er dazu eine japanische Weisheit: "Das Glück kommt zu denen, die lachen." und erklärt diesen Gedanken.

Am Ende des Buches findet man den Hinweis warum es so wichtig ist manchmal den Verstand auch zum Schweigen zu bringen und warum nur das "Jetzt" zählt. Dazu gibt es dann noch ein tiefsinnige Zitat von Herbert Grönemeyer...

Für alle die sich mit dem Thema noch aus einer anderen Sicht beschäftigen wollen: Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.06.2012 15:04:08 GMT+02:00
Renée meint:
"Lesenswert sind die Gedanken dazu, warum die wenigsten Menschen alleine sein können"

Ach Jürgen, machen Sie's doch nicht so spannend. Gibt eh noch genug anderes zu lesen in diesem Buch. Also: WARUM können die wenigsten Menschen alleine sein? Und wenn es heißt die wenigsten, dann inkludiert das auch, dass es doch einige wenige können. Also, was ist dann an diesen wenigen anders? Wie machen die das dann? Warum können diese Menschen das, was die meisten anderen nicht können (gemeint: alleine sein)?
Ich bin ja gespannt, ob Sie das Buch wirklich ganz genau durchgelesen, sich die Argumente auch bis dato gemerkt haben und auch noch alle ganz genau anführen können, wenns doch so schwer zu lesen war dieses Buch. - Nix für ungut, war nur als Motiviation gedacht, damit ich eine genaue Antwort kriege! ;-))
LG
Renee

Veröffentlicht am 11.06.2012 12:12:47 GMT+02:00
Renée meint:
Oh Jürgen, Sie haben sich's nicht gemerkt. Müssen wohl nochmal nachlesen, hm?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.06.2012 13:00:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.06.2012 15:33:33 GMT+02:00
Liebe Renée,
entschuldigen Sie bitte meine späte Antwort, ich sitze am Wochenende nicht am Rechner ...

Als Vorbemerkung vor der Antwort auf Ihre Frage: das Buch ist im ersten Bereich schon sehr anspruchsvoll mit dem entsprechenden Fachwissen geschrieben worden, dann geht es aber mit allgemein verständlichen Themen weiter.

Nun zu Ihrer Frage: Die wenigsten Mensch können alleine sein, da sie gruppenorientiert sind, das liegt wohl an dem unbewußten "Rudelinstinkt" der den Menschen in früheren Zeiten das Überleben gesichert hat, denn alleine konnte man in Notzeiten nicht überleben. Zum anderen brauchen viele Menschen auch das Gespräch, die Bestätigung und Anerkennung in einer Gruppe.
Der Autor zeigt dem Leser z.B. wie heute der Fernseher mit Sofa zum "Mutterersatz" wird und wir uns von der Umwelt unbewußt isolieren. Mit dem dann entstehenden Gefühl der Einsamkeit- dem allein sein, können nur wenige Menschen umgehen, die wenigen Menschen, die sehr gut allein sein können, die haben sich im Gegensatz zu den anderen Menschen ganz bewußt für diese Situation entschieden, das sind z.B. die Mystiker.
LG
Jürgen
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