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93 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wachsendes soziales Ungleichgewicht mit größter Sprengkraft., 31. März 2010
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Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht (Gebundene Ausgabe)
Die Superreichen und Industriellen verdienen heute mehr als zu Beginn der Industrialisierung. Geschuldet ist dies einer Mittelschicht, die glaubt, dazuzugehören, wenn sie die FDP/CDU wählt oder über das Prekariat schimpft.

Geschuldet ist dies auch einem vermeintlichen Reichtum, der niemand mehr verhungern lässt. Geschickt wir diese Zugabe genutzt, um Geld immer mehr nach oben zu transferieren. Das oberste Zehntel unserer Bevölkerung hält über 60% des gesamten Vermögens aller Deutschen, Tendenz: steigend.

Geschickte psychologische Tricks und Meinungsbeeinflussungen suggierieren einen Gleichklang zwischen Superreichen und der (zahlenden) Mittelschicht. Letztere wählen ihren eigene Schlachter selbst, indem sie Gesetze zulassen, die nur Denen-da-Oben nutzen.

Ulrike Herrmann decouvriert dieses wachsende Ungleichgewicht mit klaren Analysen, die uns alle schockieren müssten. Viele Einzelhändler spüren schon heute die steigende Kaufzurückhaltung und dies wird über kurz oder lang auch auf die Superreichen zurückschlagen. Sie sind zu gierig, Geld macht immer durstiger, auch wenn man Milliarden besitzt. Es mündet in die Fluten der Macht und Gottgleichheit. Es war im Mittelalter so und auch heute ist es nicht anders.

Problem ist, dass die deutsche Mittelschicht schuftet und schuftet und die wahren Zusammenhänge nicht mehr kennen (will). Sie sieht sich als der Elite zugehörig, die aber in Wahrheit langsam zur Dienstleistungsbotengesellschaft der Milliardäre, Millionäre und des alten, neuen Adels degradiert.

Die Mittelschicht besteht aus den neuen Sklaven der Banken- und Konzernmacht, sie wird in Zeiten der Globalisierung immer mehr zum Meer der Handlanger, die für fast jeden Lohn arbeiten müssen. Man ist schon dankbar, wenn die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

In der Schweiz ist das Gesamtvermögen weithaus homogener unter der Bevölkerung verteilt und dies wirkt sich letzten Endes auf die Zufriedenheit bzw. die Kaufkraft aller aus. Dies muss auch für Deutschland ein relevantes, politisches Ziel werden, die Ausbeutung der Mittelschicht hat fatale Folgen.

Ein falsch verstandenes Elite-Denken, die unsägliche deutsche Autoritätsgläubigkeit, Heldenverehrung und Medienkonsum - sie alle sind dafür verantwortlich, dass wir nicht aufbegehren und endlich für unsere Recht einstehen.

Dieses Buch ist ein erster Schritt, um hinter diese unsägliche Nebelwand zu sehen, Fakten zu erhalten und der Beginn von Änderungen.

Sehr empfehlenswert.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.05.2010 10:31:17 GMT+02:00
thogoe meint:
"...die glaubt, dazuzugehören, wenn sie die FDP/CDU wählt..." Sie haben wohl einige der Passagen in diesem Buch überlesen sonnst wüssten Sie, dass die SPD die Hauptverantwortung für diese skandalöse Tendenz trägt. Siehe Kapitel 15, 16, 17. Es ist ja gerade ein Verdienst dieses Buches, über den Tellerrand parteipolitischer Dogmen zu schauen.

Veröffentlicht am 18.07.2010 14:18:49 GMT+02:00
Nickname meint:
Leider verwechselt der Rezensent (unabsichtlich?) gleich zu Beginn seiner Ausführungen die Mittelschicht mit dem Mittelstand, was häufig geschieht, aber von der tatsächlichen Mittelschicht ablenkt und plötzlich dem wohlgenährten Mittelstand zugute kommt. Zu dem wohlgenährten Mittelstand gehören eben nicht die Freiberufler, Selbständigen und Kleinunternehmer sondern Besitzer von Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten und einer Bilanzsumme von einigen Millionen Euro. Die Mittelschicht hingegen setzt sich aus gut verdienenden Facharbeitern, Technikern, Ingenieuren, Lehrern, Freiberuflern und ähnlichen Leuten zusammen und sind damit weit vom Mittelstand entfernt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2010 02:09:24 GMT+01:00
Die Frage, ob dies absichtlich oder unabsichtlich geschehen ist, kann wohl nur der Rezensent selbst beantworten. In Anbetracht des Tenors der Rezension dürfte eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür sprechen, dass dies tatsächlich "unabsichtlich" geschehen ist.

Immerhin ist die Verwechslung jemanden aufgefallen. Ich gehe davon aus, Sie verstehen das jetzt richtig - allein das ist heutzutage schon eine Anmerkung wert, zumal die Fähigkeit zur präzisen Definition und Anwendung von Begriffen im Lande der Dichter und Denker offenkundig zunehmend verschwindet.

In vielen Fällen muss man aber davon ausgehen, dass die "Verwechslung" bewusst und damit in manipulativer Absicht erfolgt ist. Mittelstand und Mittelschicht, klingt ja auch irgendwie gleich. Man könnte auch fragen: Sind wir nicht alle "Mitte"? Nach der Lektüre des Buches Die Antwort lautet die Antwort natürlich eindeutig: Nein

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Trefferquote einer Google-Suche zu den beiden Begriffen.

google Suche am 05.11.2010 und Trefferzahl
Mittelstand: 5.770.000 Treffer
Mittelschicht: 307.000 Treffer
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