Kundenrezension

259 von 284 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wir meist verdrängen, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger. Nicht jeder hat das Geld, um ständig in den teureren Bioläden einkaufen zu können. Auch das gehört zur Wahrheit.

Fazit: Das Buch ist frei von jedem missionarischen Eifer. Der Autor weiss auch, dass die dauerhafte Änderung von Essgewohnheiten ein langwieriger Prozess ist, der zunächst einmal ein Umdenken von uns allen erfordert. Sein Buch zeigt aber eindrucksvoll, dass dieses Umdenken wirklich notwendig ist - im Interesse der Tiere, aber auch von uns Menschen.
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Kommentare

Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.08.2010 09:09:49 GMT+02:00
Andreas meint:
Nur weil man arm ist wird es also gerechtfertig das man Fleisch essen kann, da es ja billig im Discounter liegt?
Nur weil man kein Fleisch isst, muss man doch nicht gleich in einen teuren Bioladen gehen.
Entschuldigen sie, ich weiß nicht ob der Autor dies so in seinem Buch beschrieben hat, oder ob das ein eigenes Statement war.
Aber dieser vergleich passt überhaupt nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2010 11:22:53 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 25.08.2010 20:17:12 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2010 19:23:09 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 28.11.2010 11:03:50 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 26.08.2010 19:01:24 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 26.08.2010 19:19:39 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 08.09.2010 10:03:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.09.2010 10:04:08 GMT+02:00
Hoemmewoemm meint:
Ich habe das Buch noch nicht gelesen und daher nur kurz einen Kommentar von mir (seit über 20 Jahren Vegetarier ohne Missionsdrang) :

ES IST KEIN LANGWIERIGER PROZESS Essgewohnheiten abzustellen-Es geht von JETZT AUF GLEICH!
Jegliche anderslautende Aussage dient nur zur Entschuldigung der EIGENEN SCHWÄCHE und MANGELNDEN SELBSTDISZIPLIN!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2010 11:04:50 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2012 12:03:25 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2010 11:10:39 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 11.09.2010 11:11:06 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2010 09:12:20 GMT+01:00
Nico meint:
Ich bin auch Vegetarierin und kann ihnen nur zustimmen.allerdings brauchte ich keinerlei Disziplin um Vegetarier zu werden.Jeder der sich näher beschäftigt mit diesem Thema und weiss was für Szenen sich im Schlachthof,Massentierhaltungbetrieben etc.wird der Apettit auf Fleisch vergehen.Wenn man sich noch bewusst macht welche Unmengen an Energie ,Wasser,Getreideflächen nötig sind im Gegensatz zur Getreideherstelllung dem wird es nicht schwer fallen.Jeder Fleischesser sollte sein "Stück"Fleisch mal verfolgen und zwar vom Verladen bis Transport bis hin zur Tötungsbox.Ja,die Tiere schreien und die Angst steht ihnen in den Augen.Sie werden getreten,geschlagen(Wen wundern die roten Striemen auf den Schweinehälften da noch?) verletze Tiere werden mit Elektoschocks weitergetrieben obwohl sie Beine gebrochen,Muskelrisse haben.
Aber dass sieht man dem Steak ja nicht an.Es schreit ja nicht mehr und hat keine Augen mehr.
die vermeintlich Tierlieben Menschen fressen kiloweise Fleisch,zu Weihnachten Gänsebraten....,Kindern bringen wir bei ihre Haustiere gut zu behandeln,servieren ihnen aber Hühnchen,Chicken und Steak aus Massentierhaltung und Qualzucht.
Sobald das tier getötet ist geht sein Fleisch ihn Verwesung über,bildet "Leichengift"Kühlung hin oder her.Mal abgesehen von den Stresshormonen und den Medikamenten die die Fleischfresser mitkonsumieren.es ist einfach widerlich "Leichenteile"zu essen.Und mal ganz nebenbei.Ein Schwein besitzt mitunter die Intelligenz eines 3 jährigen Kindes und übertrifft sogar die Intelligenzleitung von Hunden.Würdet ihr euren Hund essen wenn er nach Schwein schmecken würde????

Veröffentlicht am 06.02.2011 13:28:19 GMT+01:00
red duke meint:
Kleine Information für Sie, Herr Müller:
JEDES Geschäft sollte langfristig profitabel sein.
Egal ob Tierzucht, Metallbau oder Keksversand.

Wobei die Tiere nicht besser behandelt werden,
nur weil der Erzeuger ein möglichst kleiner Betrieb ist.

Veröffentlicht am 15.03.2012 10:54:36 GMT+01:00
Eine Kundin meint:
Was ist denn hier los? Lauter militante Vegetarier/Veganer, die sich auf einen Rezensenten stürzen, der einen wie ich finde sehr objektiven und nicht polarisierenden Text verfaßt hat? Auch wenn (oder gerade weil) ich dieses Buch nicht gelesen habe, empfand ich das sehr angenehm. Und würde mir wünschen, daß so mancher Veg. seine wohlmeinenden, friedlichen Absichten auch im menschlichen Miteinander etwas mehr an den Tag legen würde...
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