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Kundenrezension

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungeeignet für Neueinsteiger, Leckerbissen für Fans, 18. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Skulduggery Pleasant 06 - Passage der Totenbeschwörer (Gebundene Ausgabe)
Skulduggery Pleasant ist nicht die erste Fantasyreihe über Magier in der modernen Welt und wird auch nicht die letzte sein. Was diese Serie für mich hervorhebt, ist die interessante Art wie Derek Landy den Spagat zwischen Witz und Grusel, sowie Ernsthaftigkeit und Skurrilität meistert und das Ganze noch mit jeder Menge Spannung und Action garniert.

Vom Cover oder der Tatsache, dass es beim Loewe Verlag um Jugendliteratur geht, sollte man sich dabei auf keinen Fall täuschen lassen.

Das Buch ist stellenweise schon sehr brutal und blutig und könnte zum Teil wohl auch ins Horrorgenre einsortiert werden, was ich persönlich nicht als Kritikpunkt betrachte, aber bei Szenen wie der, wenn Walküre nach einem Fall aus großer Höhe mit zerschmetterten Körper daliegt und über ihre "pulverisierte Wirbelsäule" und den "aufgeplatzten Schädel" sinniert - obwohl sich das vergleichsweise harmlos darstellt gegenüber dem, was sie sonst so an Gewalt erfährt -, würde ich mich darüber streiten wollen, ob so ein Buch für 12 Jährige geeignet ist. Da geschehen Dinge, die Normalsterblichen zehnmal das Leben oder zumindest den Verstand kosten würden. Aber wir haben es in den Büchern ja auch nicht mit Normalsterblichen zu tun.

Dem gegenüber steht die Komik. Und so seltsam diese Kombination anmuten mag, wenn man nicht gerade von einer Gruselkomödie ausgeht, funktioniert das Nebeneinanderher dieser Elemente erstaunlich gut. Was sicherlich auch schon an der Art des Humors liegt - jede Menge Sarkasmus und trockener Humor, mitunter ein paar Slapstick-artige Einlagen (siehe Kenny im Prolog) und einige amüsante Ausflüge ins Reich des Wahnsinns. So ganz ist Skulduggery der Aufenthalt bei den Gesichtslosen offensichtlich nicht bekommen. Oder hat er es vorher einfach nur besser getarnt?

Skulduggery scheint überhaupt eine recht düsterere Figur zu sein. (Stört mich das? Nein. Ansonsten hätte mich, bei meinem ersten Kontakt mit der Reihe, ein Skelett auf dem Cover wohl kaum angesprochen.) Die meiste Zeit über merkt man davon nur nichts, weil für gewöhnlich andere Aspekte und Qualitäten seines komplexen Charakters im Vordergrund stehen. Allen voran natürlich diese spezielle Skulduggery-Art. (Was genau ich damit meine wird vielleicht verständlicher, wenn man mal ein paar seiner Sprüche nachliest. Zitate gibt es ja einige im Netz.)

Skulduggerys Partnerin Walküre ist inzwischen nicht mehr das nette kleine Mädchen von nebenan ... Obwohl, genau genommen ist sie das noch nie gewesen - dafür war sie schon mit 12 zu abgeklärt. Jedenfalls treten die dunklen Fassetten ihrer Persönlichkeit immer mehr zu Tage und es ist mit Sicherheit von Vorteil, wenn man ihre Entwicklung von Anfang an verfolgt. (Star Wars lässt grüßen.)

Und natürlich sind da noch jede Menge andere (für Kenner der Serie) vertraute Gesichter.
Fletcher hat sich sehr zum Positiven entwickelt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn einmal respektieren bzw. mögen würde, aber er hat nur noch wenig mit dem oberflächlichen und verantwortungslosen Typen von früher gemein.
Chinas Fassade der Unnahbarkeit bröckelt immer mehr und es fällt, trotz ihrer Vergangenheit, schwer, keine Sympathie für sie zu empfinden, wobei das natürlich gewisse Dinge nicht ungeschehen macht.
Scapegrace, der "ultimative Oberkiller" (bisher ist es ihm allerdings noch nicht gelungen andere als sich selbst davon zu überzeugen) und seit einiger Zeit auch Zombiekönig, ist mal wieder eine Klasse für sich und sorgt für einige Lacher - vor allem während seiner Renfield-Momente (wie in Renfield aus der Dracula-Verfilmung mit Leslie Nielsen).
Kranz ist nach wie vor schwer durchschaubar und wohl einer von den weitsichtigeren und vernünftigeren Totenbeschwörern, was ihn umso gefährlicher macht. Ich bin immer noch am überlegen, ob er nun eigentlich zu den Guten oder Bösen gehört. Letztendlich bleibt es wohl in der undefinierbaren Grauzone, zumal ich bisher nicht das Gefühl hatte, dass Derek Landy ein Typ für Schwarz-Weiß-Malerei ist. Die Guten haben ihre Leichen im Keller - und der könnt im Fall von Skulduggery wohl eine eigene Postleitzahl bekommen - und die Bösen sind nicht einfach nur böse. Da kommen (von meiner Seite) schon mal Gefühle wie Respekt oder auch Sympathie auf.
Apropos. Wo war eigentlich Sanguine? Den Texaner habe ich hier ein wenig vermisst.

Bei Derek Landy kann man auch immer wieder mit der einen oder anderen Überraschung rechnen. Bei einer davon ist mir dann auch prompt die Kinnlade ein paar Etagen tiefer gerutscht. Eine andere Enthüllung wird leider schon durch den Klapptext - fieser Spoiler! - vorweg genommen. Neben den Totenbeschwörern mit ihrer Passage (ich nenn' es mal eine Art Revolution) mischen auch die Anhänger der Gesichtslosen wieder mit und es gibt genug Zündstoff für die kommenden drei Teile der finalen Trilogie.

Wer die bisherigen Bücher (und/oder Hörbücher) von Skulduggery Pleasant kennt und mag, wird sich auch die "Passage der Totenbeschwörer" nicht entgehen lassen. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte lieber beim ersten Teil "Der Gentleman mit der Feuerhand" beginnen. Zum einen aus dem Grund, dass fehlendes Hintergrundwissen das Verfolgen der Geschichte manchmal erschwert und der Lesespaß einfach höher ist, wenn man mit den Figuren schon ein bisschen vertraut ist. Zum anderen, weil die frühen Skulduggery Bücher noch um einiges zahmer sind und damit vermutlich besser geeignet zum Anfüttern von Neueinsteigern.(*) Schon allein wegen den ideenreichen Fantasy-Elementen, der Struktur der Magierwelt und den durchdachten Hintergründe und Geschichten einiger Personen und natürlich auch wegen Skulduggery Pleasant selbst ist diese Reihe eine unbedingte Lese-Empfehlung.

(*) Ich denke, darin liegt auch der Grund, warum ich kein 5 Sterne vergebe. Ein Buch dieser Kategorie sollte man auch eigenständig lesen können - selbst, wenn es Teil einer Reihe ist. Und "Passage der Totenbeschwörer" ist in erster Linie ein Buch für Fans.
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