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Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gleichzeitige Leichtigkeit und Schwere, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Tales from the Realm of the Queen of Pentacles (Audio CD)
Beinah sieben Jahre liegt "Beauty and crime", das letzte Album von Suzanne Vega mit damals elf neuen Songs, nun schon zurück. Fleißig war sie in den Zwischenjahren dennoch, sehr sogar! Denn auf nicht weniger als vier Alben, die alle neben dem eigentlichen Albumtitel mit dem Titelzusatz "Close up Vol. 1-4" versehen wurden, legte sie von Juni 2010 bis September 2012 eine insgesamt 53 Songs umfassende Tetralogie vor, auf der sie mehr als die Hälfte all Ihrer Songs der sieben Alben bis dahin völlig neu und in Themenfelder gegliedert neu ersann und ihrem Werk der Jahre 1985-2007 als eine Art Parallel-Diskographie gegenüberstellte. Einzelne mehr oder weniger gewagte Remake-Alben finden sich in vielen Musiker-Lebenswerken, aber eine lückenlose Viererreihe, noch dazu so außerordentlich schön, dürfte einmalig sein. Der Verdacht, dass sie mit diesem Projekt nur eine mehrjährige Schreibblockade überbrücken wollte, entkräftet sich, weil auf jedem dieser vier Alben auch ein oder zwei neue Stücke von Ihr thematisch passend eingearbeitet wurden.
Zu guter Letzt und als fünftes Album zwischen "Beauty and crime" und dem nun neuen "Tales from the realm of the Queen of Pentacles" erschien Anfang 2013 mit "Solitude standing - Live at the Barbican" ein opulentes Doppel-Live-Album, auf dem sie ihr 1987 weltweit millionenfach verkauftes zweites Album "Solitude standing" nicht nur komplett spielte (sowie noch zehn weitere Stücke anderer Alben im hinteren Konzertteil), sondern auch die Entstehung der Songs und die Geschichte des Albums zwischen den Liedern ausführlich erzählte; ein unterhaltsames und informatives Storyteller-Konzert also.

Nach dem intensiven Befassen mit der eigenen musikalischen Geschichte und fünf daraus entstandenen reflexiven Alben in den letzten sieben Jahren, legt Suzanne Vega nun zehn neue kleine Kunstwerke vor, gebündelt zu "Tales from the realm of the Queen of Pentacles". So lang dar Albumtitel, so kurz die Scheibe; nach 36 Minuten und 44 Sekunden ist das sehnlich erwartete neue Werk schon wieder vorbei. Dass man unmittelbar erneut den Play-Button antippt, um weitere 36:44 Minuten den zehn neuen Stücken zu lauschen, ist ein starkes Indiz für aufkeimende Suchterscheinungen.

Suzanne Vega hat auf "Tales..." vieles richtig gemacht, eigentlich fast alles. Sie vereint alle Stärken, die auch ihre legendären Platten prägten, und lässt daraus zehn kleine Songwunder entstehen. Keine überfrachtenden Effekte, um die Songs vermeintlich spannender zu machen; kein unnötiger Pop appeal, um formatierten Radiostationen entgegen zu kommen (die werden sowieso auch weiterhin nur "Luka" und "Tom's diner" als einen der größten Hits der letzten 200 Jahre und unter penetrantem Hinweisen auf die totale Abwechslung des eingeschalteten Kanals spielen); keine inszenierte Sperrigkeit, um künstlerisch bedeutender zu wirken (hat sie gar nicht nötig, aber auf z.B. "Beauty..." für meinen Geschmack stellenweise zu sehr versucht).

Die neuen Songs auf "Tales..." prägt die Gleichzeitigkeit von Leichtigkeit und Schwere, wie auch die Mehrzahl der Stücke der frühen Alben von Suzanne Vega oder ihr 2001er Album "Songs in red and gray". Sie kann es noch! Das kein neuer Welthit daraus hervorgehen wird, liegt nicht an der Substanz der Lieder, sondern daran, dass sie wohl kaum eine mediale Resonanz erzeugen werden können.

Mit einer Riege erlesener Musiker und Tontechniker, die man auch mit David Bowie, Peter Gabriel, Bob Dylan oder Wolfgang Niedecken im Studio und/oder auf deren Tourneen antreffen kann, spielte sie die zehn neuen Stücke in absoluter Perfektion ein. Die ohnehin vereinnahmenden Kompositionen, mit der für Vega typischen subtilen Art, zunächst beinah unscheinbare Melodien zu präsentieren, die sich als unerhörte Ohrwürmer entpuppen, und die mit lyrisch ausgereiften Texten und eben auch dort wiederkehrender Subtilität und die viel mehr sind als Popmusik-Texte, entstand unter Mithilfe der Sideman-Gottheiten (Larry Campbell, Gail Ann Dorsey, Zachary Alford, Gerry Leonard, Tony Levin, um nur einige zu nennen) ein durchweg überzeugendes kleines Album, mit vielen musikalischen Leckerbissen für Hörer, die Musik nicht nur nebenher dudeln lassen. Kein Jahrhundert-Album; das entspricht auch nicht dem Wesen von Suzanne Vega; aber ein Album, was man auch in 25-30 Jahren noch gern auflegen wird. Ein Album wie "Solitude standig" eben oder ihr schlicht "Suzanne Vega" betiteltes Debüt aus 1985. Wie die genannten ist auch "Tales..." völlig befreit vom zeitlichen Kontext des Entstehens, absolut zeitlos eben. Und das wiederum können selbst manche Jahrhundertalben nicht von sich behaupten.
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