Kundenrezension

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Polarisation pur, 17. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sounds of a Playground Fading (Special Edition) (Audio CD)
Nach dem Trauerspiel "A Sense Of Purpose", hat es die schwedischen Modern/Melodic Death Metal Vorreiter IN FLAMES von Nuclear Blast zu Century Media verschlagen und auch Gründungsmitglied und Hauptsongwriter Jesper Strömblad ist von Dannen gezogen. Genug Gründe um dem neuen Werk "Sounds Of A Playground Fading" skeptisch gegenüber zu stehen. Zu hohe Erwartungen sind bei dieser Band sowieso nie gut, denn eines was IN FLAMES seit dem neuen Jahrtausend sehr gut drauf haben, ist polarisieren und das scheint ihnen auch noch Spaß zu machen.

Der erste Appetizer ist kürzlich in Form der Online-Single "Deliver Us" erschienen und dieser überraschte mich positiv. Der mit Synthies geschwängerte Track beginnt spannend und lässt Erinnerungen an "Soundtrack To Your Escape" aufkommen. Düstere Melodien und stampfende Riffs dominieren diesen Song. Viele Effekte und Sounds kommen aus der Dose und lösen die Gitarren zwischendurch sogar komplett ab. Anders Fridén hat das große Gejammer des letzten Albums abgelegt und überzeugt im unverschämt einprägsamen Refrain.

Opener ist aber der Titeltrack, der etwas typischer tönt und auch am letzten Album Platz gefunden hätte, qualitativ dort aber im oberen Drittel anzusiedeln wäre. Einfach ein guter Modern Metal Track, der stimmig ausgefallen ist und mit IN FLAMES Trademarks versehen wurde. 'All For Me' beginnt mit akustischem Intro, das an die Anfangszeiten angelehnt wurde. Es folgen fette groovende Riffs, ein sehr emotionaler, aber kraftvoller Auftritt von Anders und wieder diese düstere Keyboard-Atmosphäre. 'The Puzzle' hingegen ist sicher der heftigste und schnellste Track des Albums. Viele Tempiwechsel, Old-School Beats und flinke Riffs dominieren, bis man im Refrain wieder mehr Melodien bringt und sich dabei irgendwo zwischen SOILWORK und MNEMIC bewegt, aber natürlich mit eigenem Charme.

"Fear Is The Weakness" hat gute Ansätze und gefällt dank spannendem Aufbau, der jedoch im Chorus ohne Höhepunkt verpufft. "Where The Dead Ships Dwell" ist wieder sehr emotional ausgefallen, jedoch schafft es die Band auf diesem Album, die Fehler vom Vorgänger auszubügeln und verzichtet auf Kitsch und Gejammer komplett. Mit der Powerballade "The Attic" versucht man an das geniale "Evil In A Closet" von "STYE" anzuknüpfen, jedoch vergisst man auch hier auf den Höhepunkt und der schöne Track dümpelt nur so vor sich hin. Schade, da wäre mehr drin gewesen. Danach müssen die fünf Schweden natürlich wieder Gas geben. Industrial Riffs und ein brüllender Sänger leiten 'Darker Times' an. Coole Melodien und starker mehrstimmiger Refrain machen den Song zu einem Highlight. Hier wurde mit den Spuren nicht gegeizt, wodurch es im Hintergrund sehr viel zu entdecken gibt. 'Ropes' gehört zu den ruhigeren Songs und es gibt viele cleane Vocals. Vielleicht der poppigste Song des Albums, jedoch sicher nicht zu weich.

Wer das doch denkt, der wird gleich mit dem heftigen "Enter Tragedy" entschädigt. Endlich wird auch der Jester wieder musikalisch ausgegraben. Ein Intro, in dem man jemanden herumschleichen hört, ein Huster und es wird ausschließlich auf Sounds aus der Dose gesetzt. Akkordeon-Klänge begleiten die Spoken-Words von Anders, der seinen Abschied durch die "Jester's Door" ankündigt. Die E-Drums sind fett und tragen zur einzigartigen Stimmung dieses 2-Minütigen Zwischenspiels bei. Danach wird es ausnahmsweise wieder typisch. "A New Dawn" ist ein dynamischer IN FLAMES Track, an dem es nichts zu bemängeln gibt. Doch zum Schluss ließen es sich die Schweden nicht nehmen, die Fans zu schokieren. Nur um sicher zu gehen, dass man auch dieses Mal polarisiert. Der Rausschmeißer "Liberation" ist als Electro-Alternative-Rock Song mal wieder was ganz anderes und wird sicherlich nicht jedem schmecken.

Mit "Sounds Of A Playground Fading" bleiben sich IN FLAMES treu, indem sie sich nicht treu bleiben, denn eines ist immer gewiss: Kein Album gleicht dem anderen und sorgt für offene Münder und Unverständniss, aber auch für Begeisterung und viele Überraschungen. Klar, das neue Werk ist das Album mit den meisten Synthies und hat sicher auch seine "Mainstream-Momente", aber man hört diesem auch das Herzblut an. "SOAPF" ist ohne Frage das beste Werk seit "STYE", ob es sich jedoch gegen weitere Alben durchsetzen kann, muss jeder selber entscheiden. Polarisieren wird IN FLAMES auch mit den nächsten fünf Alben, darum empfehle ich einen Probedurchgang vor dem Kauf.
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