25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprachgewaltiges Epos, das sich dem Verständnis kaum öffnet, 30. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ulysses: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein Werk wie Joyce's kann nur zwiespältige Reaktionen hervorrufen. Auf der einen Seite die faszinierende subjektive "Echt-Zeit"-Perspektive der Wahrnehmung der Welt mit nur wenigen rein narrativen Elementen - auf der anderen Seite die sich dem Leser Seite für Seite mächtiger aufdrängende, für manche übermächtig werdende Frage, was der Autor dem Leser sagen möchte; ich habe den Eindruck gehabt, dass eine Kommunikation zwischen Autor und Leser auf der Basis dieser Erzählperspektive nicht - oder besser: kaum - zustande kommen kann. Jedenfalls zähle ich mich nicht zu den Glücklichen (!?), denen sich das Lesevergnügen und das Verständnis dieses zweifelsohne sprachlich meisterhaften Werks erschlossen hat. Sprache und Orthographie sind - auch in der äußerst gelungenen Übertragung ins Deutsche (mir stand die Übersetzung von Wollschläger zur Verfügung) zum Teil revolutionär, und von diesem Ansatz her ist das Werk sicherlich als bahnbrechend zu bezeichnen. Aber auf den Punkt gebracht: Für die meisten mutigen Leser wird das Lesen eher zu einer Tortur als zu einem Vergnügen werden. Empfehlung: Anfangen, ausprobieren, Mut haben abzubrechen (dann aber auf jeden Fall das letzte Kapitel lesen).
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Ulysses: Roman (suhrkamp taschenbuch) 3518390511
James Joyce
Suhrkamp Verlag
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Sprachgewaltiges Epos, das sich dem Verständnis kaum öffnet
Ein Werk wie Joyce's kann nur zwiespältige Reaktionen hervorrufen. Auf der einen Seite die faszinierende subjektive "Echt-Zeit"-Perspektive der Wahrnehmung der Welt mit nur wenigen rein narrativen Elementen - auf der anderen Seite die sich dem Leser Seite für Seite mächtiger aufdrängende, für manche übermächtig werdende Frage, was der Autor dem Leser sagen möchte; ich habe den Eindruck gehabt, dass eine Kommunikation zwischen Autor und Leser auf der Basis dieser Erzählperspektive nicht - oder besser: kaum - zustande kommen kann. Jedenfalls zähle ich mich nicht zu den Glücklichen (!?), denen sich das Lesevergnügen und das Verständnis dieses zweifelsohne sprachlich meisterhaften Werks erschlossen hat. Sprache und Orthographie sind - auch in der äußerst gelungenen Übertragung ins Deutsche (mir stand die Übersetzung von Wollschläger zur Verfügung) zum Teil revolutionär, und von diesem Ansatz her ist das Werk sicherlich als bahnbrechend zu bezeichnen. Aber auf den Punkt gebracht: Für die meisten mutigen Leser wird das Lesen eher zu einer Tortur als zu einem Vergnügen werden. Empfehlung: Anfangen, ausprobieren, Mut haben abzubrechen (dann aber auf jeden Fall das letzte Kapitel lesen).
anonymous
30. Juni 2001
Insgesamt: 5
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