Kundenrezension

160 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kindle geeignet für Sehbehinderte?, 16. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Kindle, 15 cm (6 Zoll) E Ink-Display, WLAN, Schwarz (Elektronik)
Ich will jetzt nicht die Vorzüge wiederholen, die hier schon sehr zahlreich beschrieben wurden. Ich selbst bin diabetesbedingt mit Sehschwächen (Glaskörpereinblutungen und Netzhautschwächen) behaftet, die sich nicht einfach mit einer schärferen Brille ausgleichen lassen.

Einige Rezensenten beurteilten den Kindle wegen seiner Schriftvergrößerungsmöglichkeit als auch geeignet für Sehbehinderte. Diese Aussagen bewegten mich dazu, einen Kindle nebst Zubehör und entsprechender Literatur zu kaufen.

Als ich den e-Reader erhielt, machte ich mich voller Erwartungen gleich daran, ihn in Betrieb zu nehmen, denn ich bin eigentlich ein Viel-Leser, der durch Alter und Krankheiten ausgebremst wurde. Jetzt musste ich aber einige negative Erfahrungen machen, die speziell älter werdende Menschen mit Sehschwächen betreffen, die sich nicht mit einer besseren Brille ausgleichen lassen. Daher ist diese Rezension speziell für diese Zielgruppe unter den Kindle-Nutzern gedacht.

Schon die Einrichtung der WLAN-Verbindung gestaltete sich sehr schwierig, da man die Schriften im Gegensatz zum laufenden Buchtext bei den Funktionen und Menüs nicht vergrößern kann. Ich habe mich bei der Eingabe des WLAN-Schlüssels wohl mehrfach vertippt und konnte das wegen der sehr kleinen Schrift nicht überprüfen. Erst als ich mir eine sehr starke Lupe besorgt hatte, klappte die WLAN-Verbindung. Insgesamt benötigte ich für die Einrichtung des Kindle etwa zwei bis drei Stunden, da auch niemand anwesend war, der mir beim Entziffern der für mich zu kleinen Schrift der Funktionen und Menüs geholfen hätte.

Als der Kindle einmal eingerichtet war, ging es dann gut weiter, wenn ich bei einem Buch blieb, und nicht zuviel nachschlagen oder suchen wollte. Wenn ich allerdings versehentlich zu lange auf den Umblättertasten blieb (vor allem bei der einhändigen Bedienung, wenn man das Gerät mit einer Hand festhält und gleichzeitig umblättert), dann hilft mir die extrem kleine Fortschrittsanzeige nicht weiter. Ich muss den Text durchblättern und anhand meines Gedächtnisses mühsam versuchen, die zuletzt gelesene Stelle wiederzufinden. Der Kindle merkt sich zwar die zuletzt gelesene Seite und geht dahin zurück. Wenn diese Seite aber ein versehentliches Umblättern war, macht er auf dieser nicht relevanten Seite weiter.

Als dialysepflichtiger Patient macht sich diese fehlende Vergrößerungsmöglichkeit bei den Funktionen incl. Fortschrittsanzeige und bei den Menüs sehr unangenehm bemerkbar, da ich dann jeden zweiten Tag einen Arm für etwa 5 Stunden nicht bewegen darf, weil ich mir sonst die Dialysenadeln in den Arm rammen könnte. Ich benötige also zusätzlich ein Stativ für den Kindle. Erst dann kann ich den Kindle zur Überbrückung dieser langen Zeiträume nutzen.

Wenn der Kindle noch die angesprochenene Vergrößerungsmöglichkeit für die Funktionen, Fortschrittsanzeige und Menüs hätte, würde ich ihm als behinderter Mensch mit Sehschwächen 5 Sterne geben. Die Rezensenten, die ihn für Sehbehinderte empfehlen, bitte ich, diese Einschränkungen nicht zu verschweigen. Ich werde den Kindle nicht zurückschicken, da ich auf ein Softwareupdate hoffe, das diesen Mangel behebt. Eine diesbezügliche Anfrage bei Amazon ergab zwar, dass man diesen Aspekt an die Entwickler weiterleiten wolle, aber ob und wann so etwas vorgesehen sei, konnte man mir nicht sagen.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.10.2012 00:38:33 GMT+02:00
Hm, das ist echt schade. Wenn entsprechend Geld da ist, scheint mir Apples iPad momentan ausgereifter, da kriegt man ein voll vergrößerbares Interface und Sprachausgabe. Nur halt teurer, größer und kein ePaper:
https://www.apple.com/de/accessibility/ipad/vision.html

Die Kindle Fires sind da ja leider nicht besser als die ePaper-Kindles.

Veröffentlicht am 19.10.2012 07:22:58 GMT+02:00
M. Hackl meint:
Hallo Hartmut!

Ich bin selbst zu 60 % sehbehindert und habe auch Glaskörpertrübungen und auch Probleme mti der Netzhaut. Ich hatte aber keine Probleme beim Einrichten der WLAN-Verbindung und beim Suchen im Menü, da ich von Anfang an eine Lupe für diese Dinge benutzt habe. Es ist überall die Rede davon, dass man die Schrift vergrößern kann. Ich habe schon vor dem Kauf damit gerechnet, dass das nur für den jeweiligen Buchtext gilt. Das mit dem Vorblättern ist mir am Anfang auch passiert, da war ich auch zu lang auf dem Knopf. Aber das hat man mit der Zeit im Gefühl. Ich muss sagen, ich liebe meinen Kindle und lese vorwiegend nur noch damit. Mittlerweile hab ich es sogar geschafft, meine eigenen Sammlungen auf dem Gerät einzurichten. Es tut mir leid, dass Sie vielleicht auch durch meien Rezi zum Kauf "überredet" wurden und dann diese schlechten Erfahrungen gemacht haben. Ich denke, auch wenn man sehbehindert ist, empfindet jeder Mensch den Umgang mit dem Kindle anders. Liebe Grüße

Margit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2012 11:14:40 GMT+02:00
Hallo Margit,

natürlich ist der Kindle für meine Art der Sehbehinderung besser als die kleingedruckten Bücher, die ich überhaupt nicht entziffern kann. Ich habe ihn auch nicht zurückgeschickt. Es gibt ja auch die Möglichkeit von Softwareupdates. Und ich hoffe halt, dass die Entwickler, wenn man auf derartige Schwierigkeiten aufmerksam macht, diese Sache einmal in Angriff nehmen.

Wenn man als Sehbehinderter zur Bedienung wichtiger Funktionen eine Lupe braucht, empfinde ich das noch nicht als ausgereift für diese Zielgruppe. Und dann denke ich, dass man das in Rezensionen durchaus ansprechen darf und sollte.

Viele Grüße

Veröffentlicht am 07.11.2012 11:37:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.11.2012 11:39:43 GMT+01:00
Wolf meint:
Ich bin auch stark sehbehindert. Das Menü ist wirklich etwas "klein" geraten. WLAN ist praktisch aber nicht nötig.
Ich empfehle Ihnen auf jeden Fall die Ebooks ohne DRM mit CALIBRE (gratis Ebook Software) und USB Kabel auf den Kindle zu überspielen. Ist sehr einfach und die Symbole von Calibre kann man auch vergrößert darstellen lassen.

Im Menü von Calibre kann man bei der Ausgabe von Mobi bzw AZW3 auch die Mindestgröße der Schrift einstellen. Ich wählte statt der üblichen Größe 12 nun 16.

Nun sind die Bücher von Anfang an größer.

Mir persönlich wäre eine stufenlose Anpassung der Schriftgröße viel lieber. So wie man das Licht stufenlos im neuen Kindle Paperwhite einstellen kann.

Bücher ohne DRM findet man übrigens u.a per Google Suche. U.a. vom Gutenberg Projekt usw.Diese sind fast immer in Epub Format, aber mit Calibre in Sekunden umgewandelt und per USB Kabel auf dem Kindle.

Letzter Tip von mir. Meiner Erfahrung nach ist das beste Leselicht das von einer kleinen Halogenlampe z.B. aus dem Baumarkt. Dann wirkt die Schrift noch schärfer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.12.2012 13:48:54 GMT+01:00
M. Hackl meint:
Hallo Hartmut!

Natürlich darf und soll man sowas sagen, da bin ich ganz Ihrer Meinung. Ich hab in meiner Bewertung leider total vergessen, das Thema Menü anzusprechen, deshalb bin ich froh, dass Sie das getan haben. Seit ich den Kindle habe, lese ich eigentlich nur noch damit. Und man muss die Bücher ja nicht unbedingt per WLAN runterladen sondern kann sie ja auch über USB runterladen, wie M. Wolf richtig gesagt hat. Das ist eine gute Option wie ich finde. Liebe Grüße

Margit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.02.2013 21:52:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.02.2013 21:55:14 GMT+01:00
Manja meint:
Hallo Dylan,
Ich bin ein großer iPad-Fan, denke aber, dass ein Tablet in diesem speziellen fall einfach zu schwer sein dürfte, um es über Stunden in einer Hand zu halten!
Gruß, Manja

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.02.2013 11:30:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.02.2013 11:31:57 GMT+01:00
Wolf meint:
Hallo Manja,
der Kindle 4/5 ist viel leichter. Sitze ich z.B. am Schreibtisch stütze ich meinen linken Arm auf der Tischplatte ab,dabei halte ich den Kindle in einer Hand. Eingeklemmt zwischen Daumen und dem nächsten Finger, brauche dann beim umblättern praktisch nur den Haltedruck kurz erhöhen und die Umblättertaste wird gedrückt.
Mit der rechten Hand kann man dabei noch einen Kaffee trinken.

Der Kindle 4/5 ist nur etwas schwerer wie eine Tafel Schokolade.

Ich konnte den alten Kindle 4 und den neuen Kindle 5 (den schwarzen) direkt vergleichen. Der schwarze Kindle hat meinen Eindruck nach einen helleren Bildschirm und eine noch etwas schärfere Schrift zu bieten.

Lieben Gruß,
Markus

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2013 11:50:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2013 11:51:37 GMT+02:00
Ein iPad ist vollkommen ungeeignet als E-Reader:

a) der Akku hält lächerlich kurz (reicht nicht einmal für einen kompletten Langstreckenflug), beim Kindle hält der Akku ca. 1 Monat

b) draußen (beispielsweise auf einer Liege im Garten oder am Pool eines Hotels) ist das iPad hoffnungslos überfordert, man kann definitiv nichts(!) auf dem Display erkennen

Last not least ist das iPad auch hoffnungslos zu teuer, ein Kindle kostet einen Bruchteil eines iPads und ist dennoch für die vorgesehene Aufgabe um Welten überlegen. Also diese "Empfehlung" kann man nicht ernst nehmen. Kindle Fire ist selbstverständlich genauso ungeeignet, das ist (wie auch das iPad) ein Multimediaspielzeug. Einen E-Reader kann damit nicht ersetzen. Das A&O eines E-Readers ist das E-Ink-Display.
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