Kundenrezension

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album der Band bisher und großer Anwärter auf das Album des Jahres !, 24. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Address the Nation (Audio CD)
Nun ist endlich das dritte und somit das erste Album mit Sänger Erik Grönwall (Swedish Idol Gewinner) raus, der 2010 Kenny Leckremo ersetzt hatte. Im Vorfeld beließ ich es bei einer Hörprobe des Songs "Falling Down", welcher Anfang dieser Woche schon auf einem großen Videoportal hochgeladen war. Dieser beeindruckte mich so sehr, dass ich dann dem gestrigen Tag doch schon ein wenig entgegen fieberte. Seit gestern habe ich das Album gute 15 Mal gehört:

Das Album beginnt mit dem Song "Breaking the Silence" der direkt eine Menge Schwung am Anfang bringt. Ordentlich produzierte Gitarren und ein Refrain, der sich direkt ins Ohr setzt. Hier wird direkt deutlich, dass Erik Grönwall ein mehr als würdiger Ersatz für Kenny ist. Ich persönlich vermisse auf dem Album die Stimme von Kenny Leckremo nicht, weil ich einfach keinen großen Unterschied zwischen den beiden erkenne. Nach dem starken Anfang folgt dann "Living On The Run", der bereits als Single vor einigen Wochen gedownloadet werden konnte. Ein kurzes Intro und dann schlagen markante Keyboard-Klänge in bester 80er-Manier ein. Der Refrain, der bereits der zweite hervorragende Ohrwurm der Platte ist, auch wenn es mit dem nächsten Song "Falling Down" wohl den Refrain des Albums gibt. Dieser fängt mit einem schönen Thema der Leadgitarre an, welches sich durch das ganze Lied zieht. Meine Güte, was ein Ohrwurm und was eine Wucht hinter dem Refrain. Für mich das Highlight (was nicht heißt, dass man damit schon alles gehört hat) auf dem neuen Output der Schweden ! Mindestens genauso Ohrwurm-tauglich wie "We're Gonna Make It To The End" und "1000 Miles" auf den Vorgängeralben. Ein für nahezu perfekter Song im AOR-Bereich.
Darauf folgt mit "The One And Only" eine melodische Ballade und H.E.A.Ts beste bisher, die an der Stelle sehr gut aufgehoben ist. Besonders gegen Ende wird das große gesangliche Talent Grönwalls nochmal deutlich. Danach wird es mit "Better Off Alone" wieder ein wenig schneller. Ein solider Song bei dem mir die Verse besonders gefallen. Als ich den Anfang des Refrains das erste Mal hörte dachte ich für kurze Zeit, dass dieser von der Melodieführung nicht so gut wird, aber der rettet sich am Ende dann noch ganz gut. Mit "In and Out of Trouble" folgen dann mit dem Saxophon am Anfang ungewohnte Töne für H.E.A.T. Dieses passt aber gut zum Song und bietet eine schöne Abwechselung. Ein solider Song, der aber bisher nicht großartig raussticht. Der Höhepunkt des Songs ist für mich das Saxophon-Solo bisher.
Der siebte Song "Need Her" kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich weiß aber momentan noch nicht, an welchen Song er mich erinnert. Vielleicht ist es auch einfach der 80iger Sound der einen (eigentlich das ganze Album lang) in den Bann reißt. Mit "Heartbreaker" wird's dann wieder ein wenig härter. Außerdem hat man mit diesem Song einen weiteren fantastischen Ohrwurm. Darauf folgt "It's All About Tonight", der definitiv härteste Song der Platte. Er beginnt mit einem bluesigen Gitarrenriff, danach ein ebenfalls bluesgespickter, aber härterer Riff. An der Stelle wird's mal Zeit die Gitarrenarbeit auf dem Album zu loben. Man findet sehr frischklingende und melodische Gitarrensoli. Gitarren, wie sie perfekt auf ein solches Album passen. Nach dem zweiten Refrain des Liedes kommt ein kleiner Drumsolo-Abschnitt, wenn man es denn überhaupt so nennen will. Zumindest kommt er unerwartet und überrascht positiv, womit der Zweck auf jeden Fall erfüllt ist. Dieser bluesige Sound zieht sich durch alle Verse, lediglich im Refrain wird dann darauf verzichtet und es wird noch ein Tacken melodischer. Der letzte Song des Albums "Downtown" wird von Keyboard-Klängen dominiert, Gitarren sind abgesehen vom Gitarrensolo eher wenig zu hören. Für mich leider der schwächste Song auf "Address the Nation", weil er zu sehr vor sich hin plätschert. Ich kann da keine klare Linie erkennen. Aber da ich glücklicherweise das Album seit gestern Mittag auf Dauerschleife höre folgt nach dem Song ja schon wieder der klasse Opener "Breaking the Silence".

Zusammenfassend würde ich sagen, dass "Address the Nation" ein fantastisches Melodic Hard Rock/AOR-Album geworden ist bei dem ein Ohrwurm auf den anderen folgt. Mit Erik Grönwall hat man einen hervorragenden Sänger für eine großartige Band gefunden, der man mit so super, noch handgemachter Musik eine Menge Erfolg wünscht. Ich hoffe nun erstmal, dass man die Band hierzulande dieses Jahr live erleben kann. Anfang 2009, als Support von Edguy, fand ich sie live schon klasse und denke, dass sie sich diesbezüglich positiv weiterentwickelt haben. Wie in der Überschrift bereits geschrieben: "ein großer Anwärter auf das Album des Jahres" ! Da werde ich aber noch das Debüt von Unisonic und die neue Scheibe von Europe abwarten müssen um dies bestätigen zu können.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.03.2012 12:56:06 GMT+01:00
... und die Scheibe von Gotthard ist auch noch abzuwarten ;)

Tolle Review, spiegelt auch ungefähr meine Gedanken wieder.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2012 15:04:42 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2012 15:05:04 GMT+01:00
Bastian N. meint:
Mit Gotthard habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht allzu sehr beschäftigt. Empfehlungen von irgendwelchen Alben nehme ich aber gerne entgegen.

Veröffentlicht am 25.03.2012 00:50:42 GMT+01:00
Rainer meint:
Klasse Rezension, Basti...
werd mir die CD kaufen ;-)

Let`s Rock

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2012 10:09:50 GMT+02:00
Empfehlen kann ich die "Lipservice" (damit find zumindest das Gotthard-Fieber bei mir an^^) und "Need To Believe".
In diesem Zusammenhang kann ich nur dazu raten sich Gotthard und Unisonic im Doppelpack bei ihrer Tour im November anzuschauen. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2012 13:18:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.03.2012 13:19:58 GMT+02:00
Bastian N. meint:
Danke, Rainer ! Du wirst nicht viel falsch machen !

@Thomas Schwarzkopf: Danke, da werde ich reinhören. Gotthard und Unisonic werde ich in Bochum sehen, aber danke für den Hinweis !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2012 13:49:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.03.2012 13:52:26 GMT+02:00
Also irgendwie kann ich die total überschwängliche Euphorie nicht ganz nachvollziehen. Vor allem finde ich nicht, dass Adress the nation die beiden Vorgänger schlägt. Mir fällt es irgendwie schwer zu äußern, was dem dritten Teil fehlt. Sicherlich ist ein Aspekt Kennys Organ, wenn auch Erik seinen Job hervorragend macht. Letztlich fehlt dem dritten Teil die Seele der Vorgänger - sie nimmt sich selbst irgendwie zu ernst. Es fehlt der augenzwinkernde Moment bei dir sich die Band selbst über die 80er amüsiert. Klar, klingt das alles nach 80ern, aber gewollt ernst.

Adress the nation ist sicherlich alles andere als ein schlechtes Album - aber meiner Meinung nach Heats schwächstes bisher - vieles klingt zu ähnlich und zu wenig "catchy". Sicherlich eine Geschmacksfrage - wie immer - aber das beste Album der Jahres? Ich denke, das wird nichts.

Kein Song von Adress the nation hat z.B. die Klasse eines "Bring the Stars" vom Debut. Aber wie schon erwähnt - alles wohl Geschmackssache.

Veröffentlicht am 06.04.2012 03:03:48 GMT+02:00
Sehr gute Rezension! Ich kann mich dir in fast allem anschließen,mach so weiter ;)
Allerdings finde ich nicht das es ihr bestes Album is,irgendwas fehlt einfach,kann aber nicht genau sagen was es ist!
Erik Grönwall ist auf jeden fall ein würdiger Nachfolger und hatt eine klasse Stimme! Respekt! Mein absoluter Favorit ist der Song: Falling down! Mir gefallen alle drei Alben der Band,am besten aber das erste Album.

Veröffentlicht am 20.04.2012 13:57:31 GMT+02:00
Daturah meint:
An den Rezensenten, sofern Du die Band Pride und ihr Album Far from the Edge noch nicht kennen solltest, kannst Du dies hier als Tipp verbuchen. Einfach mal auf YouTube den Song Hold on suchen und anhören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 12:42:44 GMT+02:00
Rockhero meint:
Auch wenn ich mir Haue einfangen werde, finde ich das "Adress the Nation" bisher das beste Album von H.E.A.T. ist. Die beiden Vorgänger haben mich nicht so sehr in den Bann gezogen...aber Musik ist halt immer noch Geschmackssache und das ist gut so! ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 18:56:02 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012 18:56:11 GMT+02:00
Mit Abstand das beste Album der Band,songwriterisch ein Quantensprung,klingt alles reifer,cleverer und Erik Grönwall ist etwas variabler als Kenny Leckremo...
Gibt nichts zu meckern...
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