Kundenrezension

37 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quantität schlägt Qualität, 28. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Silberlöffel: Die Bibel der italienischen Küche: vollständige Neuausgabe (Gebundene Ausgabe)
Die Bibel der italienischen Küche - damit wird geworben, das findet man hier in den Rezensionen wieder. Für mich ist es leider nur ein simples Kochbuch.

Zunächst sind mir untypische italiensche Rezepte wie Amerikanisches XY, Brioche, orientalisches XY usw. aufgefallen. Da kommt mir natürlich die Frage auf, was diese Rezepte in einer italienischen Kochbibel zu suchen haben. Mir wäre es lieber gewesen anstelle dessen u. A. Spaghetti alla Puttanesca oder Pasta e Ceci wieder zu finden.

Die Rezepte sind kurz, übersichtlich und gut verständlich geschrieben. Auch das Register ist gut gegliedert, wobei mir aufgefallen ist, dass es für die Gang-Kategorien keinen roten Faden gibt. Es wird lediglich der erste Gang unterteilt. Hauptgang und Dessert werden nicht als Gänge eingeleitet, es folgen sofort deren Unterkategorien wie "Fleisch", "Fisch" usw.. Warum gibt es im ersten Gang nicht die Unterteilung in Fleisch, Fisch und Gemüse?! Meines Erachtens unterteilt man entweder komplett in Gängen, komplett in Kategorien oder einfach komplett unter beiden Angaben - mit einem roten Faden eben.

Die Fotos gefallen mir größtenteils leider überhaupt nicht. Die Farbsättigung ist bei vielen Bildern einfach zu heftig. Ich habe noch nie Brokkoli gesehen, der die gleiche grüne Farbe meines Tuschkasten hat. Aus welcher Region stammen eigentlich die Rezepte? Das ist eine Angabe, die man leider nicht in dieser "Bibel" findet. Was mich auch sehr interessieren würde ist, zu welcher Jahreszeit man diese Rezepte am besten kocht bzw. zu welcher Jahreszeit es die Italiener kochen. Nicht alle Zutaten sind ganzjährig aromatisch gut. Der italienische Bezug ist für mich gar nicht vorhanden; es reihen sich einfach Rezepte an Rezepte und fertig.

Was ich loben muss, ist das auch Zutaten aufgeführt worden sind, die es in Deutschland nicht all zu einfach zu bekommen gilt. Da steigt die Authentizität wieder!

Ich empfehle dieses Buch für Rezeptesammler, die es übersichtlich mögen und deren Hauptaugenmerk auf die schiere Anzahl Rezepte legen.

Für Köche, die auf der Suche nach authentischen italiensichen Rezepten, Tipps, Tricks und Weisheiten sind, ist es in meinen Augen eine Niete und somit weniger zu empfehlen. Vielleicht passt es wieder, wenn man den Schinken ausdünnt und verstärkt auf die einzelnen Zutaten und Rezepte eingeht.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.01.2012 00:27:41 GMT+01:00
Marco meint:
Brioche ist aber mal sowas was italienisch. Geht man in Italien (zumindest in Sizilien ist es so) in eine Bar - bekommt man dort überall ein Granita mit Brioche.

Veröffentlicht am 23.04.2012 16:48:52 GMT+02:00
Guido Haas meint:
Die Authentizität der Rezepte aufgrund fehlender Herkunftsdaten anzuzweifeln empfinde ich als fragwürdig.
Grenzgänger wie Brioche, Crepes oder Vol-Au-Vent tun dem Ganzen ebenfalls keinen Abbruch!

Wen der Aufbau des Buches verwirrt, hier eine Erläuterung:

(Zitat "Der Silberlöffel")
"Traditionell unterscheidet man in der ital. Küche beim ersten Gang (Primi) zwischen Brodo (Suppen in Brühe) und Minestre asciutte (trockene Suppen), zu Ersterem zählen ebenfalls pürierte Gerichte, zu Letzterem verwirrender Weise auch Gerichte wie Nudeln, Reis Gnocchi und Polenta."
Der erste Gang wird NACH den Antipasti serviert.
Der zweite Gang (Secondi) ist i.d.R. eine Kombination aus den o.g. Abschnitten "Gemüse", "Fisch", "Fleisch", etc.
Es folgen entweder Käse oder die Desserts (Dolci) zum Abschluss - oder beides.
Zum besseren Verständnis empfehlen sich die Kapitel "Menüs für besondere Anlässe", sowie "Menüs von Spitzenköchen".

Ich persönlich habe kein Problem damit, nur einen "ersten Gang" aufzutischen… (von besonderen Anlässen abgesehen)
Kein anderes Kochbuch habe ich öfter aufgeschlagen als dieses hier - und sei es nur, um mir Anregungen zu holen!
mfG

P.S.:
"...gute Küche ist immer saisonale Küche."
"...eine Hausfrau, die nur ein warmes Gericht zubereitet, dies aber gut, kann sicher sein, ihre Gäste zufriedenzustellen... , will man ausgeklügelte Küche kosten, dann soll man ins Restaurant gehen." (Paul Bocuse)

Veröffentlicht am 03.12.2013 23:51:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.12.2013 00:36:33 GMT+01:00
Heike Runkel meint:
ich stellte mir unter einer italienischen Kochbibel das gleiche vor wie unter meiner deutschen Kochbibel, mein Schulkochbuch mit 1000 Gerichten einfach beschrieben, eine Auflistung an gängigen Gerichten und besonderen Spezialitäten, wie sie in üblicher Weise gekocht werden, Grundrezepte, welche ich auch noch verfeinern kann, sofern ich überhaupt mag, oder wo ich mir denken kann, das Mama Lucia sie etwas anders kocht als Oma Hanna, ein Basis-Kochbuch der italienischen Küche für den Haushalt, ein großer weit gespannter Bogen, welcher die regionalen Küchen verbindet.

Und genau das habe ich im Silberlöffel gefunden.

Ich kann die Kritik nicht verstehen, wenn ich eine visuell schönere und auch sonst tiefer gehende kulinarische Reise mit mehr Informationen zu den einzelnen Zutaten möchte, gibt es andere, auch regionale Kochbücher, die auf das genannte vermisste eingehen, jedoch bei weiten nicht so umfassend sind, immerhin aber dennoch mit anderen Informationen die Seiten füllen, aber dieses Buch hier ist eine sehr umfassende Rezeptsammlung, welches schon sehr sehr viele Seiten hat, Rezepte nach welchen man recht gut kochen kann, und das auch mal einen Butterklecks verträgt, es ist ein Buch zum regelmäßigen Nutzen.

Mein deutsches Schulkochbuch hat auch nicht nur deutsche Gerichte, als Beispiel mal, das Buch ist alt, ungarisches Gulasch genannt, (ungarisch weil mit Paprika), ebenso werden im Silberlöffel Gerichte genannt, welche im Land gerne zubereitet werden, also ist dies durchaus italienische Lebensart. Von einem Standardkochbuch der italienischen Küche, welches in vielen Haushalten steht, zu erwarten, das darin nur rein tradtionelle Gerichte aus Italien stehen, ist ebenso, wie wenn wir glauben die italienische Küche stehe für Pasta und Pizza und nichts sonst, es ist ein einschränkender Blickwinkel, schlichter Weise verlangen Sie von DEM Kochbuch FÜR Italien, dass die Italiener darin keine ausländischen Gerichte finden.

Doch es ist so, das dieses Buch italienisch ist, und aus Italien zu uns kam, es ist kein spezielles Buch für Deutsche welches italienisch zu sein wünscht.

Hier bei uns sind die Schulkochbücher die Kochbücher die man in den Regalen findet, über Generationen hinweg, ich habe meines, und meine Mutter hat auch ihres, in Italien ist es seit den 50ern der Silberlöffel. Freuen wir uns doch das wir erfahren, was eine traditionelle Bolognese ausmacht, Möhren und Sellerie, wer hätte das gedacht, ist das nicht sehr deutsch? (gedacht)
Dabei darf aber laut Buch ein Huhn auch einmal griechisch hergerichtet sein. Ist das dazu neben Pfeffer, Salz und Olivenöl einzig verwendete Oreganum aber nicht doch italienisch? (gedacht)

Man sollte bedenken, um was für ein Buch es sich hier handelt, es ist ein Buch für den Hausgebrauch in Italien.

Was das saisonale angeht, so sind wir hier in Deutschland eh daran gebunden was es hier saisonal gibt, sofern man auf diese Weise kochen möchte, heutzutage haben wir nun mal die Wahl, aber wer hier in der Küche etwas bewandert ist, dem wird klar, das auch in Italien Kohlrouladen eher ein Winteressen waren, gefüllter Kürbis zum Herbst gehört, und eine Orangensauce auch in Italien eher sommerlich ist.

Vielleicht ist der Silberlöffel einfach das falsche Kochbuch für Sie, Sie bräuchten einen Bildband mit moderner Foodfotografie, weniger Rezepte, aber diese im geschichtlichen Kontext eingebunden und erklärt, einen Schmöker mit dem man auch kochen kann.

Vielleicht hat aber eben darum der Silberlöffel die harschen Worte nicht verdient, es ist was es sein will, ein Kochbuch.
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