Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Agententhriller der Extraklasse, 12. Januar 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Tom Clancy's Splinter Cell - Chaos Theory (Videospiel)
Was für ein Hammer! Welch ein Kracher! Wahnsinn! So oder zumindest so ähnlich müssen die Kommentare zwangsläufig zur X-Box-Version von „Splinter Cell – Chaos Theory“ lauten. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, möchte ich kurz anreißen, wieso dieses Spionage-Actionadventure aus dem Jahre 2005 auch heute noch für jeden von Euch, der diesem Genre etwas abgewinnen kann, wahnsinnig interessant sein dürfte. Schwerpunkt ist diesem Spionagehit ist die Stealth-Action oder auf gut deutsch gesagt das Schleichen und Tarnen. Sam Fisher ist wieder einmal gefragt, da ein amerikanischer Ingenieur verschleppt und schließlich ermordet wurde und darüber hinaus beunruhigende Aktivitäten aus dem chinesischen und nordkoreanischen Lager beobachtet wurden. Noch dubioser wird das Ganze dadurch, dass ein guter Freund von Sam offensichtlich Geld jener terroristischen Vereinigungen zu bekommen haben scheint, demzufolge der Sache schleunigst auf den Grund gegangen werden muss. Und wer wäre da besser geeignet als unser 1A-CIA-Agent Sam Fisher? Dieses Mal kämpfen wir uns aber vornehmlich nicht durch Dschungel- und Sumpfgebiete, sondern halten uns überwiegend in Gebäudekomplexen, Büroräumen, Hinterhöfen und dunklen Nebengassen auf. Das gesamte Szenario in „Chaos Theory“ ist somit städtisch geprägt und weicht insofern von den beiden Vorgängern ab. Vorab sei aber gesagt, dass dieser Teil die ohnehin schon beeindruckend guten ersten beiden Teile noch zu übertreffen mag: in manchen Punkten dürfen sogar Superlative benutzt werden, doch dazu gleich an anderer Stelle noch mehr. Dieser X-Box-Titel ist auf jeden Fall ein mächtiger Hit.

Auf der Suche nach den Drahtziehern schleichen wir uns durch die engen Gassen von Manhattan, auf einem Frachtschiff im offenen Meer, in Banken und Industriekomplexen und kommen der Wahrheit dabei – hoffentlich – Stück für Stück näher. Abwasserkanäle, Lüftungsschächte, Röhrensysteme, Feuerleitern, Fenstersimse, Treppen und Dächer sind die Orte, an denen wir in erster Linie unser Unwesen treiben. Aber auch einem japanischen Dampfbad statten wir einen Besuch ab und schleichen uns dort durch den dichten Nebel. Wir hangeln uns an Vorsprüngen entlang, kauern abwartend in dunklen Ecken, gleiten an einem Seil hinab und hieven uns auf Dachterrassen: dass wir in akrobatischer Hinsicht außerordentlich talentiert sind, versteht sich dabei von selbst. Haben wir an uns an den Wachposten oder sonstigen Störenfried erfolgreich herangeschlichen, wird professionell abgemurkst, soll heißen lautlos. Genickbrecher, fataler Würgegriff oder (nun auch) Messerstich löschen dem Opfer in Sekundenbruchteilen das Lebenslicht aus. Manchmal sind wir auch gnädiger und schlagen oder würgen das entsprechende Opfer nur bewusstlos. Wichtig und äußerst bemerkenswert auch diesmal: je weniger wir töten, umso besser fällt unsere Bewertung am Ende eines Einsatzes aus. Das motiviert auf alle Fälle enorm. Aufpassen müssen wir dabei nicht nur auf Laternen und Scheinwerferlicht, sondern auch auf Naturgewalten wie Blitzschläge, die kurzzeitig die Umgebung taghell machen, was uns nicht gerade sonderlich gefallen dürfte. Ansonsten müssen wir höllisch aufpassen, keinen Lärm zu machen, denn ansonsten werden wir (trotz perfekter Tarnung!) entdeckt. Eine spezielle Lärmanzeige macht stets deutlich, wie laut wir uns im Vergleich zur momentanen Umgebungsgeräuschentwicklung bewegen: das nenne ich vorbildlich. Warnen möchte ich Euch schließlich vor dem nicht zu verachtenden Schwierigkeitsgrad, denn die Feinde verhalten sich intelligent und sind gehörig auf Zack: fliegt unsere Tarnung auf, legen die Gegner blitzschnell die Schutzanzüge an, schlagen dabei gleichzeitig mächtig Alarm und durchsuchen hartnäckig mit Taschenlampen oder zur Not auch Fackeln jeden auch nur erdenklichen dunklen Winkel. Sollten wir unentdeckt bleiben, lösen aber während einer Mission zu oft den Alarm aus, hat dies negative Auswirkungen auf unsere Missionsbewertung: die Sekundärziele gehen flöten und das optimale Resultat ist somit nicht mehr möglich. Hartgesottene Zocker ermuntert dies natürlich zum mehrmaligen Durchzocken versteht sich, was der Langlebigkeit dieses Titels selbstverständlich zugute kommt.

Außerordentlich hitverdächtig ist schließlich der Multiplayer- und Onlinemodus. Hier nicht ins Schwärmen zu geraten, fällt schwer. Via Splitscreen an einer X-Box-Konsole oder über zwei verlinkte Konsolen bis zu vier Gleichgesinnte oder via X-Box-Live online (auch bis zu vier Personen) steht eher nicht das Deathmatch (Versus-Modus) im Vordergrund, sondern der hochspannende und in qualitativer Hinsicht wirklich überragende Kooperationsmodus. Finden sich zwei Spieler zum gemeinsamen Spionieren, ist ein immens hoher Spielspaß quasi vorprogrammiert. Allerdings ist hier eine längere Eingewöhnungsphase dringend erforderlich und dies gilt auch für erfahrene Splinter-Cell-Veteranen. Die vielen Teamaktionen an entscheidenden Stellen machen nicht nur mächtig Spaß, sondern treiben ebenso regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn, denn in Nullkommanichts sind diese nicht erlernt: ein Agent positioniert sich möglichst genau an die gewünschte Stelle, woraufhin der andere Charakter entweder geschultert, per Räuberleiter nach oben, mit einem Seil einen Schacht hinab oder über eine fiese Falle hinweggeworfen wird. War jenes Unterfangen erfolgreich, zerstört dieser möglichst lautlos eine Überwachungskamera, knackt Türschlösser, zerstört Lampen, hackt sich in Scanner oder andere Computersysteme ein oder entschärft Minen und Bomben, mitunter dies dann auch zu zweit simultan. Witzig und spannend zugleich ist, dass jene Aktionen meistens genau abgesprochen werden müssen, doch zuviel auch nicht gebrabbelt werden sollte, da der Feind tatsächlich(!) mithört. Ich hoffe, dies klingt nicht allzu sehr verwirrend, Ihr solltet es einfach einmal erlebt haben.

Einen Wehrmutstropfen gibt es aber leider dennoch: die integrierte Schnellspeicherfunktion. Es mag zwar – nicht zuletzt aufgrund des doch ziemlich hohen Schwierigkeitsgrades – eine erhebliche Erleichterung sein, zwischendurch und vor allem überall als reine Vorsichtsmaßnahme zwischenspeichern zu können, doch macht dies wirklich Sinn? Geht da nicht der Kick, Thrill oder auf gut deutsch der Spannungsgehalt merklich flöten? Ist es nicht gerade bei solch einem Agentenspiel wie diesem hier entscheidend, dass wir uns des Nervenkitzels, jeden Augenblick entdeckt und eliminiert werden zu können, bewusst sind? Doch wissend, dass wir kurz zuvor erst gespeichert haben und im Falle unseres Dahinscheidens an nahezu derselben Stelle erneut fortfahren können, ist ganz sicher nicht wünschenswert. Das war definitiv nicht im Sinne des Erfinders, die wahrscheinlich gutgemeinte Hilfestellung eher ein klassisches Eigentor, wie ich meine.

Ebenso großartig wie in Sachen Kooperationsmodus sieht es jedenfalls im Hinblick auf die Grafik aus. Diese ist das Top und bietet zweifellos mit das Beste, was die X-Box in dieser Hinsicht überhaupt zu bieten hat. Oft ist es ja bei Agentenspielen so, dass diese vom Spannungsgehalt oder der Brisanz der Missionsinhalte leben, die Präsentation des Öfteren aber hingegen etwas abfällt, nicht so aber hier bei „Splinter Cell - Chaos Theory“. Ein nahezu unglaublich hoher Detailgrad der Texturen, blitzsauber modellierte Charaktere, geschmeidige Animationen und überragende Licht- und Schattenspiele, die ihresgleichen suchen, stehen auf dem Programm. Die fantastische 3D-Optik wird im 60-Hz-Modus zu sehen sein, deutsche Texten sind im Übrigen auch mit von der Partie, ein 16:9-Breitbildformat finden wir nicht vor, was allerdings wenig störend ist. Auch die Sprachausgabe ist auf Wunsch in deutsch anwählbar und die Soundkulisse generell ein Genuss. Nicht nur die glasklaren Außengeräusche bzw. Soundeffekte verdichten die Atmosphäre stimmungsvoll – Dolby Digital sei gedankt – sondern auch der hervorragende Soundtrack, bestehend aus vornehmlich elektronischen Synthesizerklängen, gepaart mit tiefen Bässen und ab und an schnellen Rhythmen: sowohl ruhige Passagen als auch hektische Momente werden akustisch wunderbar untermalt. Kurzum: keine Wünsche bleiben offen. Bis auf winzige Mängel haben wir es mit einem echten Prachtexemplar zu tun. Spielspaßwertung: 92%.

PLUS --> Unglaublich detaillierte Grafik mit fantastischen Licht- und Schattenspielen, Top-Multiplayer, enorm spannend und anspruchsvoll, gelungene Soundkulisse, Missionsbewertungen motivieren

MINUS --> Schnellspeicherungsmöglichkeit ein Fehlgriff, insgesamt dennoch ziemlich schwer, zuweilen frustrierend
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