Kundenrezension

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligentes Album, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: I Robot (Audio CD)
I Robot
(1977)

Nach dem überraschenden Erfolg des Debutalbums war es beschlossene Sache, daß Eric Woolfson und Alan Parsons als Alan Parsons Project auch weitere Alben aufnehmen würden. Das Arbeitskonzept, bei dem diverse Gastsänger und -musiker eingesetzt werden, hatte sich erfolgreich bei "Tales Of Mystery And Imagination" gefunden und wurde nahtlos fortgesetzt. Die Anzahl der verwendeten Musiker wurde diesmal zwar deutlich reduziert, doch der Kern mit Andrew Powell, Ian Bairnson, David Paton und Stuart Tosh ist erneut dabei.

Auch das auf Isaac Asimovs gleichnamige Geschichte bezugnehmende "I Robot" hat ein Leitmotiv. Es ist zwar kein Konzeptalbum im engeren Sinne, weil keine durchgehende Geschichte erzählt wird, jedoch befassen sich die Lieder allesamt mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine, dem Aufstieg des Computers und Roboters, der letztlich zur Ablösung des Menschen als dominierende Spezies führt.

Auf "I Robot" kann man die 70er Jahre sehr deutlich spüren, was gewiß polarisieren kann. Entweder man mag Musik mit Discoanleihen oder man haßt sie. Fakt ist, daß Songs wie "I wouldn't want to be like you" (auf dem zum ersten Mal Lenny Zakatek singt, der später auf sehr vielen APP-Alben zu finden war) und "The Voice" eindeutige Kinder der späten 70er Jahre sind. Aber darüberhinaus dennoch sehr schöne Melodien bieten.

Daneben gibt es sehr pompöse Orchesterklänge - so u.a. bei "Some Other Time", das eine recht melancholische Grundstimmung aufweist, die typisch für viele Project-Songs ist, und bei "Breakdown", das zum Schluß hin einen großen Chor aufbietet.

Ein Großteil des Albums ist diesmal auch instrumental gehalten. Wobei die Bandbreite von elektronischem Discopop auf dem Titelstück "I Robot" über eher collagenhafte Klanggebilde auf "Nucleus" bis hin zu verstörenden Chören auf "Total Eclipse" reicht. "Total Eclipse" würde dabei vom Eindruck her auch perfekt zu Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" passen und weist starke Bezüge zu dem dort verwendeten "Lux Aeterna" des Ungarn György Ligeti auf.

Wenn man sich auf die etwas auf den damaligen Musikgeschmack eingefärbten Lieder einläßt und sie nicht von vorn herein als hirnlose Discomusik abtut, bietet "I Robot" abschließend betrachtet eine Fülle an guten Liedern und vielseitig umgesetzten Ideen. Sicherlich wird "I Robot" Progpuristen Schweißperlen auf die Stirn treiben und ein abfälliges Lächeln abringen. Wer jedoch perfekt produzierte und umgesetzte Musik mag, der wird - wie fast immer eigentlich - vom Alan Parsons Project auch diesmal ideal bedient. Die Musik hat ihren ganz eigenen Charme.

Und während ich Progpuristen, die King Crimson, Van der Graaf Generator, Yes und Genesis aus der Blütezeit allein hören können oder wollen, eher davon abrate, sich überhaupt mit dem Alan Parsons Project auseinanderzusetzen, kann ich allen anderen, die auch das eher populär gehaltene andere Ende des Progrocks oder meinetwegen auch AOR genießen können, ein Hineinhören nur empfehlen. "I Robot" ist jenseits jeglichen Musikgeschmacks auf jeden Fall ein intelligentes Album geworden.
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