Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Schlitzohren im Westen., 14. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vom Teufel verführt (DVD)
Wieder hat Koch-Media einen fast vergessenen Western der 50er Jahre ausgegraben, der wegen seiner Besetzung eine Entdeckung wert ist. Zwar kein Klassiker des Genres, aber ein feiner kleiner Western, der die Kulissen am Mississippi und in Kalifornien in wunderbaren Technicolor einfängt.

Ben Matthews (Tony Curtis) ist ja eigentlich ein netter Junge, aber die schwimmenden Spielhöllen auf dem Mississippi haben es ihm angetan, wo er von dem Spieler Carrico nur ausgenutzt wird. Der sich um keine Spielregeln kümmert und mit der Hilfe von Ben seine Gegner ausnimmt. Bei diesen Betrügereien werden sie von Matt Comfort beobachtet, der Ben wieder auf den rechten Weg führen möchte und ihm einen Job anbietet. Als Comfort bei einem Überfall von Flusspiraten getötet wird, werden Ben und Carrico unschuldig der Tat verdächtigt. Während sich Ben aus dem Staub machen kann, wird Carrico von der aufgebrachten Menge gelyncht. Auf seiner Flucht trifft er auf das Schlitzohr Rick Harper (Arthur Kennedy). Zunächst hauen sie sich gegenseitig übers Ohr, raufen sich wieder zusammen und begeben sich auf die Suche nach der Mörderbande, um die Unschuld von Ben ans Tageslicht zu bringen. Aber kann man Rick Harper trauen?

Für Tony Curtis war es nach ein paar kleineren Nebenrollen, der einzige Western, der von ihm in einer Hauptrolle getragen wurde, die er unter der Regie von Rudolph Mate als Ben Matthews, der nach langer Wanderschaft seine Unschuld beweisen will, recht überzeugend bewältigte. Mit Arthur Kennedy konnte Rudolph Mate, als Partner von Tony Curtis, einen erfahrenen Westerndarsteller verpflichten, der bereits in "Meuterei am Schlangenfluss" und "Der Mann aus Laramie" seine Qualitäten beweisen konnte. Diesmal als Schlitzohr, bei dem man nie weiß - ob er Freund oder Feind ist. Als Überraschung sollte noch Peter van Eyck erwähnt werden, als schmieriger Saloon und Spielhallen-Besitzer. Ein Mann im Hintergrund, der die Fäden in der Hand hat und sich auch die Freundin von Ben - die Saloon-Sängerin Joan (Colleen Miller) angeln möchte.

Die Bildqualität der Rarität in von ordentlicher Qualität. Als Sprachen werden dt. und engl. angeboten, die gut verständlich sind. Das FSK-Logo ist wie bei allen Western aus der Legenden-Reihe ablösbar und ein Booklet ist vorhanden.

Fazit: Ziemlich unbekannter Western bei dem Tony Curtis und Arthur Kennedy ein gutes Team sind, der vergnügliche Unterhaltung bietet und ein Blick wert ist.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.03.2014 01:40:38 GMT+01:00
Raimund Heß meint:
Hallo Bill,
nach dieser schönen Rezi kann ich mich wieder recht gut an diesen Western erinnern, den ich vor langer Zeit mal im TV gesehen habe und damals erstaunt war, Tony Curtis in einer Westernhauptrolle zu sehen. Dazu noch der gute Arthur Kennedy und die liebe Colleen Miller, an die ich mich auch noch in dem Western von Richard Carlson "Die Nacht der Rache(Four Guns to the Border") erinnern kann, den könnte ich wahrscheinlich noch im Kino gesehen haben, aber frag mich nicht wann - und Peter van Eyck würde ich noch mal gerne sehen. Auf dein positives Fazit ist sowieso immer Verlaß. Wird in meine Westernsammlung aufgenommen!

Liebe Grüße
Raimund

Veröffentlicht am 30.03.2014 11:09:46 GMT+02:00
Holden meint:
Hallo Raimund,

den Film kannst Du ruhig in die Sammlung aufnehmen, macht richtig Spaß und Peter van Eyck ist in seiner Darstellung richtig klasse. Der Film ist vor langer Zeit im TV gelaufen, den hatte ich damals auf VHS aufgezeichnet, die VHS gibt es schon lange nicht mehr und auf die DVD habe ich mich richtig gefreut.
Sehr gut das Du Richard Carlson ins Spiel bringst, den hatte ich gar nicht mehr auf der Rechnung, musste mich erst wieder kundig machen. Der hat ja drei klasse Western abgeliefert, die ich alle noch nicht gesehen habe. "Die Nacht der Rache" und "Bis zur letzten Patrone" mit Rory Calhoun und "Ein Mann wie Kid Rodelo" mit Don Murray und Janet Leigh. Wobei ja "Die Nacht der Rache" neben Calhoun, Colleen Miller noch Walter Brennan und John McIntire aufweisen kann. Drei richtige Kracher, die ich gerne in der Sammlung hätte. Wenn Du oder Eddie, wenn er mitlest, welche von den genannten gesehen habt, dann knallt mich mit Infos voll.

Liebe Grüße, Bill

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2014 23:52:17 GMT+02:00
Raimund Heß meint:
Hallo Bill,
wie erwähnt, den "Die Nacht der Rache" hatte ich in unserem alten "Kaiser-Kino" in jungen Jahren gesehen. Kann mich noch recht gut an harte Kampfszenen mit den Apachen erinnern, Carlson war ja bekannt für harte Western, aber auch für den bewundernswert gelungenen Versuch einer Erotisierung des Westerns und er fing hier mit Rory Calhoun und Colleen Miller an. Das setzte er, laut Westernlexikon, auch in den von dir genannten beiden anderen, später gedrehten Western fort, aber die habe ich leider, leider noch nicht gesehen, allerdings habe ich das Buch zu "Kid Rodelo" - "Desperate Men", von Louis L'Amour, als deutsche Ausgabe gelesen und mich immer darauf gefreut, diesen Western irgendwann zu sehen, besonders wegen Don Murray, der mir in "Schieß zurück Cowboy" so gut gefiel und natürlich auch wegen Janet Leigh, hat bisher leider noch nicht geklappt. Übrigens soll da ja auch Regisseur Carlson in einer größeren Rolle selbst mitspielen.
Lieber Bill, sattle mal dein Pferd und verfolge die Spur dieses Westerns, ob du den nicht irgendwo auftreiben kannst. Wenn das einer schafft, dann nur du.

Liebe Grüße, Raimund

Veröffentlicht am 31.03.2014 11:00:56 GMT+02:00
Holden meint:
Hallo Raimund,

den "Kid Rodelo" gibt es nirgends auf einer Scheibe, ist nichts zu finden. Der wurde in Spanien gedreht und Richard Carlson hat auch eine größere Rolle. "Die Nacht der Rache" gibt es auch nicht, aber "Bis zur letzten Patrone" habe ich in Spanien gefunden, wenn aber die Angaben auf dem Cover stimmen, ist er im falschen Bildformat 4:3 - eigentlich 2.35:1, also auch kein Kauf wert. Beide sind aber von Universal, da besteht Hoffnung, während es bei "Kid Rodelo" (Paramount) schlecht aussieht. Habe wieder abgesattelt.

Liebe Grüße, Bill

Veröffentlicht am 09.04.2014 11:02:05 GMT+02:00
Snorri meint:
Hallo Bill,
ich schließe mich an: schöne Rezension, die es mir erleichtert, mich für die Anschaffung des Films zu entscheiden.
Arthur Kennedy gehört für mich zu den Darstellern, die buchstäblich jeden Film, in dem sie mitspielen, entscheidend bereichern, ob es nun ein Western ist oder ein Miss-Marple-Film. Seine Fähigkeit, zwielichtige Charaktere in der Schwebe zu halten, ist in vielen Filmen (und wenn ich deine Rezension zu Grunde lege, auch in diesem) Gold wert, weil der Zuschauer lange im Zweifel bleibt, was von dieser Figur wirklich zu halten ist. Ähnlich wie Widmark, der in ähnlichen Rollen auf ähnliche Art überzeugend war (zum Beispiel sind Kennedys Charakter in "Der Mann aus Laramie" und Widmarks Figur in "Die gebrochene Lanze" recht übereinstimmend angelegt).
Beste Grüße
Snorri

Veröffentlicht am 09.04.2014 14:46:27 GMT+02:00
Holden meint:
Hallo Snorri,

danke für die Worte. Freut mich riesig, dass Du Dich mal wieder meldest.

Wie ich bereits, Raimund, geschrieben habe. Die Anschaffung wird Dir viel Freude bereiten, wegen Curtis/Kennedy sollte man diese "wirkliche" Rarität in der Sammlung haben, die es wert ist.
Über Kennedy und Widmark könnte man lange Diskussionen führen, da beide in so verschiedenen Genres ihren Beitrag leisteten und immer eine Bereicherung waren. Dank Deinem Kommentar hast Du mich wieder an Miss Marple erinnert, dass war mir gar nicht mehr bewusst, dass dort Kennedy in einem der Filme vertreten war. Kennedy war ja eigentlich nicht der große Star, aber wenn man bedenkt, dass er bereits 1941 in "Sein letztes Kommando" vertreten war und außer seinen Western, in so unterschiedlichen Filmen wie "Glut unter der Asche" oder "Barabbas", war er bis Anfang der 70er Jahre ein gefragter Darsteller. Dann kam die große Wachablösung und es erging ihm wie vielen anderen auch, bei der neuen Generation von Regisseuren, spielten solche Charakterköpfe keine Rolle mehr. Bei Richard Widmark habe ich einen Tipp für Dich. Die ital. DVD mit engl. Tonspur von "Die Falle von Tula" ist recht günstig zu bekommen. Ein klasse Film mit Widmark, wo er wieder als zwielichtiger Charakter auftritt und man nicht weiß ob er für die Mafia arbeitet oder nicht, aber doch die richtige Entscheidung trifft.

Liebe Grüße, Bill

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2014 12:16:09 GMT+02:00
Snorri meint:
Hallo Bill,

danke für den Tipp; den Film kenne ich nicht, aber Widmark ist ja praktisch immer eine sichere Bank.

Gestern habe ich zum ersten Mal "Vorposten in Wildwest" gesehen und wollte eigentlich heute eine Rezension schreiben, konnte mir diese Mühe aber schreiben, da der Film ja schon sehr kompetent besprochen ist, u.a. von Dir und Tristram. Ich hätte kaum erwartet, dass einem geschworenen John-Ford-Fan wie mir ein Film eines anderen Regisseurs in Subgenre des Kavallerie-Westerns so gut gefallen könnte, aber dieser hat mich vollkommen überzeugt, freilich mit ganz ähnlichen Mitteln wie Ford (und dem gleichen Drehbuchautor) - speziell Chandlers Major Kenniston ist ja ein ganz ähnlicher Charakter wie Henry Fondas Oberst Thursday. Tja, schön, dass man doch immer wieder auf Filme stößt, die so positiv überraschen.

Herzliche Grüße,
Snorri

Veröffentlicht am 10.04.2014 15:06:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.04.2014 15:07:30 GMT+02:00
Holden meint:
Hallo Snorri,

bei "Vorposten in Wildwest" ist es mir genauso wie Dir ergangen. Habe den Film auch das erste Mal auf DVD gesehen und war positiv überrascht. Einer der wenigen Filme der es mit den Kavallerie-Western von John Ford aufnehmen kann, möchte sogar sagen, den hätte der Meister auch nicht viel besser hinbekommen. Major Kenniston und Oberst Thursday können sich die Hand reichen, die wären ein gutes Team gewesen. John Ford hätte auch bei "Massaker im Morgengrauen" den Dreh übernehmen sollen, wäre für ihn der ideale Stoff gewesen. Eine Vorlage von James Warner Bellah, hat ja Fords Kavallerie-Western geschrieben, der Joseph Newman nicht gewachsen war. Unter Ford wäre es der vierte klasse Kavallerie-Western geworden, so nur ein gewöhnlicher Routine-Western.

Liebe Grüße, Bill
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