Kundenrezension

146 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herzhaft oder nur halbgar?, 13. März 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: StarCraft II: Heart of the Swarm (Add - On) - [PC/Mac] (Computerspiel)
Vorweg: Da dies "nur" ein Addon ist werde ich lediglich die neuen Elemente bewerten und nicht nochmal auf allgemeine Attribute der Serie eingehen.

# Singleplayer #
Dieser war laut Blizzard vielen Spielern zu lang. Und ich kann das absolut nachvollziehen. Jedoch sollte man sich fragen ob eine Geschichte Längen hatte oder ob die Leute einfach nicht so lange mit einer epochalen, unfassbar spannenden Geschichte berieselt werden wollten. Ersteres war hier der Fall, doch leider wird es ohne Erkennung des eigenen Fehlers wohl kaum möglich sein ihn lediglich mit Kürzungen in der Missionsanzahl zu beheben.

+ Die Rahmenhandlung
Sie wird fortgesetzt wo wie aufgehört hat und endet wie jeder erwarten dürfte mit der Rache Kerrigans an Mengks. Der Weg dahin ist diesmal etwas gradliniger und mit weniger Abstechern zu nicht Plot relevanten Plätzen versehen. Man hat daher nicht wirklich das Gefühl das man durchs Weltall "tingelt" um kurz vor der nahenden Apokalpyse noch einen Freund auf Korhal zu besuchen. Nein, der Schwarm ist führerlos und muss sich neu zusammen raufen und genau dieses Storykonstrukt kommt hier auch gut rüber wenn auch ohne großartige Wendung oder Überraschungen.

+ RPG Faktor & Mutationen
Wie auch schon in WoL lassen sich Einheiten verbessern. In diesem Fall wird unterschieden zwischen sogenannten Evolutionen sowie 3 verschiedenen Eigenschaften die jederzeit im Leviathan wechselbar sind. Dazu gibt es sogenannte Evolutionsmissionen wonach man die Wahl zwischen 2 verschiedenen Gattungen hat deren die jeweiligen Einheiten absofort fest angehören. Es wird kein Gegenwert benötigt um diese Eigenschaften nutzen zu können, das einzige was gesammelt wird sind Machtpunkte die man für Kerrigans persönliche Evolution benötigt. Diese hat zu Anfang 2 später ebenfalls 3 verschiedenen Fähigkeiten pro Stufe (alle 10 Level) zur Auswahl, man kann also je nach Mission seine Einheiten sowie Heldin sogar umskillen was einen angenehmen taktischen Touch verleiht.

+ Missionsdesign
Wie schon bei WoL auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Zwar wiederholen sich manche Vorgaben aus dem Hauptspiel aber in Relation zu anderen Strategiespielen immer noch das abwechslungsreichste was man finden kann zumal auch genug neue Ideen verbaut worden sind. Weniger einfallsreich waren die vorhin bereits erwähnten Evolutionsmissionen (die auch nicht zu den 20 beworbenden zählen) wo man verschiedene Stränge zuerst testen muss bevor man sich für eine Evolution entscheidet. Diese Missionen sind ohne Herausforderung, nicht storyrelevant und daher schlichtweg uninteressant. Man hätte genauso gut nur über einen Text samt Video sehen können was von den 2 Möglichkeiten einem besser gefällt.

~ Schwierigkeitsgrad
Ist natürlich wie immer frei wählbar und war für mich auch nicht verkehrt allerdings ist er doch spürbar leichter als der von WoL. Ich habe in der Kampagne nicht gegen eine einzige getarnte Einheit kämpfen wüssen, weswegen die Möglichkeit einen Detektor zu bauen garnicht gegeben war. Genauso wurden Königinen zu Energie unabhängigen Dauerheilern ummodifiziert und den Brutstätten eine automatisch erhöhte Larvenproduktion spendiert. Zusammen mit der Tatsache das sämtliche Upgrades neben den typischen 3 Panzer und Waffenleveln zu Gunsten der auswählbaren Eigenschaften im Leviathan aus dem Spiel genommen worden sind verliert die Kampagne viele spielerische Optionen und wirkt stark entschlackt. Es tut dem Spielspaß keinen großen Abbruch doch daher lassen sich die Stimmen erklären die davon sprechen das man hier ja nur Einheiten massen müsste und sonst nichts. Denn sehr viel mehr muss man innerhalb einer Mission abseits der individuellen Ziele wirklich nicht berücksichtigen.

- Inkonsequenz zu SC1
Wer den Vorgänger nicht kennt oder nicht zu genau nimmt kann diesen Punkt getrost ignorieren. Jedoch sind viele Sachen in der Zeitlinie unstimmig oder umgeschrieben worden. Dies fing bereits mit WoL an, denn das Grundgerüst - die Liebe zwischen Raynor und Kerrigan - sollte garnicht mehr vorhanden sein. Jim Raynor hatte diesen inneren Kampf bereits hinter sich gelassen als Kerringan seinen besten Freund tötete und schwor das er derjenige sein wird der sie dafür zur Strecke bringt. Doch plötzlich sieht man einen alkoholisierten, vor Liebeskummer zerfressenden Raynor ohne erklärbaren Zusammenhang zur Vergangenheit. Des weiteren wird im Spiel auf den Urpsrung der Zerg eingegangen der ebenfalls nicht zu dem passt was man aus Büchern sowie dem Handbuch zu SC1 (als dieses noch aus mehr als 2,3 Seiten bestand gabs sogar detailierte Vorgeschichten zu den Rassen) kennt.

- Die Inszenierung / Charaktere
Man befindet sich mit Kerrigan auf dem Leviathan, einem Art Zergschiff zusammen mit ein paar ansprechbaren Untergebenen die mit der Zeit deutlich mehr werden. Subjektiv betrachtet gefällt mir diese Aufmache nicht so sehr wie die gemütliche Atmopshäre der Hyperion, mein wirkliches Problem ist aber das es scheinbar versucht wurde dies zu erreichen. Der Leviathan ist lediglich ein neuer Anstrich, die Zerg wirken teilweise gradezu naiv weil man wohl den Spagat schaffen wollte das sie immer noch eine eher animalische Alienrasse sind die sich nicht zu einem Plausch auf dem Freizeitdeck trifft aber dennoch nicht komplett schweigsam sind. Was nicht nötig gewesen wäre hatte man doch schon in SC1 die klare Trennung zwischen animalischen Dienern und den Zerebraten, die kognitive Elite der Zerg und mit eben diesen Teil sollte man eigentlich hier auch reden. Grade die Brutmutter kommt wie ein kleines Kind rüber das man zunächst belehren muss.

- Dialoge
Der größte Kritikpunkt aller neueren Blizzardtitel. Gucken die Jungs eigentlich nur noch Hollywood C-Movies zur Inspiration? Ich habe mich bei der Rezension von WoL zurück gehalten was das angeht weil es genug andere Punkte zu berücksichtigen gab aber in diesem Fall werde ich etwas konkreter werden.

Bosskampf gegen einen Zerg | "Willkommen zu deiner Beerdigung"
Bitte was? Ein monströses, animalisches Alienvieh was wahrscheinlich noch nie ein Bestattungsunternehmen von innen gesehen hat kommt mit einem solchen, möchtegern coolen Spruch?
Allgemein fast jeder Feind den man grade zurück geschlagen hat | "Ha! das war doch garnichts!" "Es war ein Fehler von dir das zu tun" "Du wirst mich nie besiegen!"
Nichts offenbart Schwäche mehr als der ständige Drang betonen zu müssen wie überlegen man doch ist, erst recht wenn es mit den immergleichen, platten Sprüchen passiert. Es demontiert jeglichen Feind zu einer Witzfigur, ich komme mir vor als Kämpfe ich gegen einen Comic-Bösenwicht wo den kleinen Jungs ja noch pädogigisch wertvolle Erfahrungen aufgezeigt werden sollen, wie z.B. das der Hochmut vor dem Fall kommt. Aber sowas sollte nicht in einem ernsthaften, düsteren Universum passieren.
Kerrigan | "Wir löschen sie aus.. FÜR IMMER!"
Auch die Königin ist sich nicht zu schade für ein paar verdammt böse Sprüche um zu betonen wie verdammt böse sie doch ist. Was in SC1 eine blutrünstige aber dennoch kühle Taktikerin war verkommt hier zu einem schlechten Mix verschiedener Klischees.

Fazit
Die Kampagne hat Spaß gemacht. Die verschiedenen Entwicklungsstränge, Evolutionen und Helden heben das Erlebnis vom normalen Spiel im Multiplayer oder gegen die KI ab. Die Cinematics waren wie immer ein Augenschmaus und die Missionen boten jeweils stehts individuelle Elemente wodurch sich selten ein Déjà-vu Gefühl einstellte. Jedoch bleibt mir als Fan des Universums und der Geschichte von Starcraft neben dem technischen Aspekt nicht viel gutes zu sagen. Die Geschichte ist platt, genauso die Charaktere mit ihren Dialogen. Aus einer Space Opera wurde eine seichte SciFi Geschichte auf der dafür umso größer das Wort EPIC prangert. Das haben sie ironischer Weise mit ihren Comic Bösewichten gemeinsam, egal wie schwach man bzw. die Story ist man muss sie nur laut genug brüllen.

# Multiplayer #

+ Balance
Da ich die Beta bereits gespielt hatte kann ich sagen das diese bis zum Start hin bereits sehr gut entwickelt hat. Ein kleiner Dämpfer zum bisher erreichen Status Quo des Hauptspieles kann man zwar nicht leugnen jedoch stecken da bereits wieder mehrere Jahre des Feintuning drinn was Blizzard mit Sicherheit auch hier wieder investieren wird. Gewohnt hohes Niveau mit einem Lüftchen nach oben.

+ Neue Einheiten
Die neuen Einheiten setzen genau an den richtigen Stellen an. Die Zerg bekommen eine Einheit um Deathballs auseinander zu pflücken sowie eine Belagerungseinheit. Auch die Protoss bekommen Möglichkeiten gegen Belagerung aus der Ferne vorzugehen und auf andere Weise dem Gegner zu schaden. Die Terraner haben letzten Endes weniger bekommen als geplant nachdem eine Einheit während der Beta komplett entfernt wurde, die neue Einheiten sind jedoch auch hier nützlich und pflegen sich gut in das Repertoire ein.

~ Clans, Replays & Co.
Es gibt viele Neuerungen im Battlenet, jedoch werde ich diese nicht in der Bewertung berücksichtigen da dies ein allgemeines Update des Battlenets ist und kein individueller Bestandteil des Addons. Dennoch bleibt zu sagen das grade für den Esport längst überfällige Verbesserungen gemacht worden sind.

Fazit
Der Multiplayer macht immer noch genau so viel Spaß wie vorher und bringt etwas frischen Wind ins Gemetzel ohne dabei am soliden Grundgerüst zu rütteln. Battlenet sowie Editor wurden über die Zeit viel erweiert und verbessert daher gibts auch beim arcadigen Teil immer wieder interessante Funmaps die einen an der Stange halten. Wer jetzt erst einsteigt wird gradezu erschlagen mit einer Auswahl an hochkarätigen Karten.

Zusammengefasst
Bleibt nur zu sagen, es ist immer noch Starcraft 2. Für Fans sicher kein Fehlkauf, ob einem das Preisleistungsverhältnis gefällt oder man lieber wartet bis es einen mehr anspricht muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist es ein zweischneidiges Schwert was neben Spaß auch viel Enttäuschung bot, je nach Gewichtung des Interesses kann ich das Addon jedoch durchaus empfehlen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.03.2013 10:31:34 GMT+01:00
Reinhard meint:
die inkonsistenz zwischen büchern und spielen rührt ja immer daher, dass die autoren sich eine geschichte ausdenken die dann von den eigentlichen "geschichtsschreibern" bei blizzard eher ignoriert wird. war ja genau das gleiche bei star wars: laut dem technischen handbuch von ep. 4-6 wurde c3-po in irgendeiner fabrik gebaut. george lucas hat ihn dann aber von anakin zusammenschrauben lassen.

ist nunmal so, ich denke aber dass die "offizielle" storyline diejenige ist, an die man sich halten sollte.

Veröffentlicht am 14.03.2013 10:52:16 GMT+01:00
A. Schwietert meint:
Die erste Inkonsistenz - die der nicht mehr vorhandenen Liebe - ist aus der offiziellen Kampagne des ersten Teils. Bei der Geschichte der Zerg geh ich zugegeben in Details die vielen eh nicht mehr bekannt sein dürften weswegen ich diesen ganzen Punkt nur unter Vorbehalt anführe. Aber auch hier geht es mir nicht um seperate Bücher sondern ums Handbuch, was nicht nur ein Datenblatt war sondern von Blizzards Autoren verfasste Storyelemente die besser ins Universum führen sollten. Die Bücher habe ich angeführt weil die es mit der "offiziellen Storyline" von Blizzard eigentlich sehr genau nehmen, nur Blizzard selber letzten Endes nicht mehr.

Veröffentlicht am 16.03.2013 14:47:21 GMT+01:00
Sehr schöne Review.

Muss gestehen, mir hat das Addon nicht annähernd so gut gefallen wie WoL, was die Singleplayer-Campaign angeht.
Die Kampagne war mir ein bisschen zu lang und teilweise saß ich vor meinen Bildschirm und habe mich gefragt wo meine Corrupter bleiben oder wann ich endlich mal Zergling-Speed bekomme. Und das man in deiner Zerg Kampagne nicht viel über Truppen zusammstellungen nachdenken muss, war ja wohl klar. Man kann jede Mission einfach damit beenden, das man dem Gegner eine Quatrillion Banelings entgegenschmeißt und dann mit Kerrigan aufräumen geht.
Dinge die mich aber wirklich sehr gestört haben, ist z.B. das ich erst die saumäßig teuren Mutalisken bauen muss (dazu kommt das man meistens nur eine Base hat) um diese dann in Broodlords zu morphen. (Was auch noch mal einen Batzen Kohle kostet.)
Solche Dinge und das der Singleplayer nun rein garnichts mehr mit dem Multiplayer zutun hat, haben mich doch ein wenig gestört.

Was die Dialoge angeht, sie sind in der Deutschen Synchro grauenhaft. Ab einem gewissen Punkt wurde es dann so schlimm (das war vor dem Beispiel mit der Beerdigung, ein Glück) das ich den 15GB download für die englische Fassung in kauf genommen habe. Dort sind sie dann signifikant besser, finde ich.

Ich muss aber mal fragen, bin ich der einzige der die Cutscene vor den Credits einfach nur lächerlich fand? Ja der Kampf gegen Mengsk usw. alles nett gemacht, aber dann...äh.."Entschwindet" Kerrigan in dieser "Ich bin ein Engel und flieg jetzt weg." Manier. Frag ich mich echt was denn solch ein Kitsch soll, da hätte man sich mit Sicherheit was besser einfallen lassen können.

Alles in allem aber eine tolle Review für ein, meiner Meinung nach, tolles Addon.

Veröffentlicht am 17.03.2013 12:43:08 GMT+01:00
Hesse meint:
Wirklich guter Beitrag, da schließe ich mich dem Kommentar von Bücherfresser vorbehaltlos an.

Das mit der Inkonsistenz ist so eine Sache. Die meisten Bücher sind meines Wissens nach Kanon, also von Blizzard letztlich abgesegnet. Ich habe über die FB-Seite von Starcraft zufällig den Roman "Flashpoint" von Christie Golden entdeckt, der meiner Meinung einen guten Einblick in die doch recht komplizierte Beziehung von Raynor und Kerrigan gibt.
Was den vor Liebeskummer vergehenden Alkoholiker Raynor angeht ... nunja, es gibt da einige interessante Beiträge auf der Starcraft-Seite von einem der "Chef-Autoren" des Spiels. Einerseits steht natürlich die Aussage von Raynor nach Fenix' Tod wie eine undurchdringliche Wand: Er tötet die Königin der Klingen. Er hatte aber auch vier Jahre Zeit über die Geschehnisse nachzudenken. Hätte er mehr tun können, um Kerrigan zu retten? Hierzu das Buch "Königin der Klingen" ... Er gibt ja nicht nur Mengsk die Schuld daran, was aus Kerrigan wurde, sondern auch sich selbst. Er versuchte sie ja bereits vor dem Angriff auf Tarsonis davon zu überzeugen, dass Mengsk etwas verbirgt und ihm die Sache nicht gefällt (hierzu: Libertys Kreuzzug).
Als letztes noch die "Dunkle-Templer"-Trilogie. Da erschafft Kerrigan einen infizierten Terraner, der ihr als Partner dienen soll (erinnerte irgendwie an Data und die Borg-Königin aus Star Trek). Der geht am Ende drauf, sie bedauert es, stellt aber auch fest, das er eben nicht Jim Raynor war. Der Overmind ließ der Königin ihren freien Willen und somit auch ein Stück Sarah Kerrigan, eben jene Frau, die Liebe durch eben jenen James Raynor erfuhr.

Irgendwie so ... ich hoffe, ihr versteht mich :D

Veröffentlicht am 18.03.2013 18:04:36 GMT+01:00
Novita meint:
Ordentlicher Beitrag.
Zu den Büchern selbst kann ich zwar nichts sagen (ich les eher anderen Kram; nicht so sehr Spiele-Bücher), aber allein die Tatsache, dass man sich hier über so Punkte unterhalten kann (neben den Problemen mit der Installation und scheinbar dem Preis), zeigt doch, dass Blizzard viel richtig gemacht hat. Klar, die Story könnte etwas länger, anspruchsvoller und besser "geschauspielert" sein, aber im Vergleich zu anderen Strategietiteln gibt es wenigstens ne ordentliche Story. Wir sind halt durch SC und SC:BW doch sehr verwöhnt ;-)

Veröffentlicht am 20.03.2013 11:15:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2013 15:41:22 GMT+01:00
A. Schmidt meint:
Ordentliches Review, ich stimme eigentlich allen Punkten zu bis auf einen: Die Dialoge.

Bei mittlerweile fast sämtlichen Unterhaltungsmedien, ob das nun Filme, Serien oder Spiele sind kann ich nur dringendst dazu raten nicht auf eingedeutschte Lokalversionen zurückzugreifen. Die Originale sind (zugegeben nicht immer aber doch meistens) deutschen Versionen in diesem Punkt, der mir sehr wichtig ist, um Welten überlegen.

In Blizzards Fall ist das besonders wichtig, da hier vor nichts und niemandem, selbst Namen und Orten halt gemacht wird und alles zu halbdeutschem Brei verarbeitet wird. Ich muss zugeben das fällt in dem Addon nicht all zu sehr ins Gewicht, da die Charaktere, abgesehen von Kerrigan selbst und wenigen anderen wichtigen, wie bereits erwähnt relativ platt geraten sind. Diese wenigen wichtigen Charaktere haben allerdings in der englischen Originalversion meiner Meinung nach sowohl fantastisches voice acting bekommen, als auch für die Atmosphäre eines Strategiespiels angemessene - wie soll ich das nennen - Sprüche.

Dass sich die genannten Beispiele sehr lächerlich und unpassend anhören ist, wie es scheint zu großen Teilen der deutschen Version geschuldet. Das wird natürlich auch auf englisch nicht direkt zum Epos aber ich finde es doch sehr viel angemessener und alles in allem ganz gut gelungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2013 14:33:56 GMT+01:00
Hesse meint:
Dem schließe ich mich an. Ich habe beim zweiten Durchgang auf die englische Sprachausgabe zurückgegriffen und es macht tatsächlich mehr her; sowohl inhaltlich als auch Betonung, Stimmlage etc.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2013 22:55:35 GMT+01:00
Patrick meint:
Ehm ja,...vielen Dank für die Spoiler Warnung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 22:31:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.03.2013 22:34:53 GMT+01:00
Man muss dazu betonen, das es gewisse Leute bei Blizzard gab, die damals zb maßgeblich an Diablo 1 beteiligt waren, selbiges gilt für Starcraft 1. Für Diablo 1 waren das zB Leute die das Spiel zu dem machten was es sein sollte und warum es so erfolgreich wurde, sie entwickelten einen Code der den Spieler mit Itemdrops bei Laune hält und ihn motiviert weiter im Dungeon zu crawlen.
Ein paar dieser Leute verliessen Blizzard aus gewissen Gründen und gründeten ein eigenes Entwicklerteam welches heute für Torchlight verantwortlich ist und in welchem man genau diese Einflüsse wiederentdeckt während sie bei Diablo 3 scheinbar verloren gingen.

Und damit kommen wir zum Kern meines kleinen Beitrags, wenn bestimmte Mitarbeiter maßgebliche Einflussgrößen in einem Videospiel sind und danach nicht mehr an den Nachfolgern mitwerkeln merkt man eben doch einen Unterschied als Verbraucher und Blizzard hat leider gerade die Falschen (Mitarbeiter) vergrault.
Blizzard steht unter anderem für Qualität und ist ein großer Name, aber das war früher. Ich mochte Blizzard sehr, ich habe praktisch jedes Spiel von diesem Studio gespielt, Diablo 1 war mein erstes RPG und unter anderem auch mein erstes eigenes PC Spiel (zusammen mit Knights and Merchants), aber gerade ich als langjähriger Kunde kann auch diese kleinen Änderungen sehen die mir nicht gefallen.
Sei es eine inkonsequente Storyline oder der Versuch mich in ein Echtgeldauktionshaus zu zwingen anstatt mir Loot im Spiel zu geben, beides sind für mich deutliche Zeichen (2 von vielen) die mich an andere Titel erinnern, welche ich aber nicht nennen möchte und deren Werdegang mir nicht gefällt. Diesen Bonus des Entwicklerteams welches ich mag weil es sympathisch ist und ich auch deswegen ihre Spiele kaufe hat diese Firma also nicht mehr, so muss sie mich auf andere Art überzeugen und genau daran fehlt es plötzlich.

Wir sind nicht verwöhnt, Blizzard hat seine Ziele anders gesetzt und das wird seinen Ursprung haben. Früher waren diese Ziele die bestmögliche Qualität für den Kunden, sozusagen das Firmenmotto "vom Spieler für den Spieler" und das wurde auch so eingehalten. Warcraft, Starcraft und Diablo waren und sind 3 Spielegrößen die die Industrie unfassbar geprägt haben, denn sie waren genau für den Spieler gemacht. Sie waren für Modder, für Esportler, Gelegenheitsspieler, Partyspieler die Coop wollen oder wen auch immer.
Jetzt sind diese Spiele sehr stark im Fokus des "wir wollen dein Geld" und ich finde das merkt man ihren Nachfolgern deutlich an.
Klar Starcraft 2 ist ein super Spiel, es ist immernoch Esport Kernspiel, aber andererseits merkt man auch überall an gewissen Punkten Einbrüche, sei es in der Story, in der Art der Benutzerführung oder im Umgang mit dem battle.net und des Launchers.
Ich persönlich habe zum ersten Mal mit Diablo 3 einen Blizzardtitel ausgelassen, mit der Ankündigung, dass das Echtgeldauktionshaus nicht den Weg in die Konsolenfassung findet wird sich das ändern.
Ich wollte anmerken, das durch den Wegfall gewisser Entwickler im Blizzardteam sich auch Dinge in den Nachfolgern änderten die für mich die Erstlingswerke ausmachten.
Starcraft 2 ist für mich nicht so prägend und gut wie es seinerzeit SC1 war und selbiges gilt zwischen Diablo 3 und 1.

Verzeiht den langen Beitrag und "Nein", ich bin kein Blizzard Hater oder ähnliches, falls jemand das denken möchte.
Ich wollte nur anmerken, das es evtl. daran liegen könnte das es in gewissen Punkten mit dieser Erweiterung wie auch mit SC2 WoL Unstimmigkeiten gegenüber des Erstlings gibt, warum das sein könnte habe ich ja jetzt genannt.
Für mich bleibt das Review, ich warte mit der Erweiterung, der Preis im Verhältnis zur Leistung sagt mir noch nicht zu. Zu SC1 Zeiten hätte ich Geld auf meinen Bildschirm geworfen für eine Erweiterung, heute warte ich lieber ab wie es sich entwickelt.
Ich bin gespannt wie sie das Warcraft Franchise noch ausschöpfen und wie es sich mal mit einem neuen Warcraft verhalten wird. Meiner Meinung nach ist aber das alte Blizzard Team welches für diese 3 Franchises verantwortlich ist/war schon lange nicht mehr dasselbe und kann demnach auch nur Nachfolger bringen die unter meinen Erwartungen sind. Es ist wie ein Ersatz für den Hauptdarsteller in einer Fernsehserie oder einem Mehrteiler, wie der Ersatz für den Leadsänger einer Musikgruppe, die Person davor hat geprägt, der Nachfolger kann das nicht kompensieren.
Das ist meine Sichtweise der Dinge, evtl deckt sich das nicht mit der Meinung anderer aber das ist nicht wichtig und versteht mich nicht falsch.
Starcraft 2 ist gut und ich mag es sehr, aber im Vergleich zum ersten Teil?
Nein und das wird sich nicht ändern lassen, aber evtl. kann man bzw. ich dieses Manko irgendwie vergessen, bei Diablo wird das aber wohl nicht gehen.
Ich sehe wie Torchlight ist und erinnere mich an Diablo 1 und schon erscheint Diablo 3 billig und wie ein Verrat an die Vorgänger.
Versuchen werde ich es dennoch mit der Konsolenfassung.
Bin mal gespannt...

Veröffentlicht am 02.04.2013 11:12:51 GMT+02:00
Vor solchen Kommentaren ist eine Spoilerwarnung angebracht. Vielen Dank fürs Story ruinieren!
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Details

Artikel

4.1 von 5 Sternen (423 Kundenrezensionen)
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