Kundenrezension

150 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Steiniger Weg zur Installation und unbrauchbarer Medienserver, 25. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: WD My Book Live Duo NAS-System mit Festplatte 4TB (8,9 cm (3,5 Zoll), Doppellaufwerk Cloudspeicher) (Zubehör)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das NAS System von Western Digital ist gut designed und wirkt gut verarbeitet. Der Anschluss an das Heimnetzwerk ist zunächst einmal problemlos. Per mitgeliefertem Netzwerkkabel wird das Gerät mit dem Netzwerk verbunden und sobald dann der Netzstecker in der Steckdose steckt, fährt das NAS hoch. Eine IP Adresse holt es sich automatisch, wenn im Netzwerk ein DHCP Server arbeitet. Bis hierhin klappt noch alles ohne Probleme. Legt man nun die Installations-CD ein und startet das Installationsprogramm von Western Digital, läuft dieses allerdings nicht durch, sondern verabschiedet sich mit einer Fehlermeldung. Grundsätzlich kann man das NAS auch ohne diese Software betreiben, da man das gesamte Gerät komplett über ein Webinterface bedienen kann. Um aber an dieses heran zu kommen, braucht man erstmal die IP Adresse des Geräts. Ohne die Software auf der CD diese zu finden, ist für den unerfahrenen Anwender wohl recht schwierig. Western Digital bietet übrigens ein Update an, was das Problem mit der CD behebt. Um dieses jedoch einzuspielen, muss man an das Webinterface des NAS erst einmal herankommen. Wenn man die IP Adresse nicht einfach rausfinden kann, sollte man am besten das Tool "WD Link" von der Western Digital Support Homepage installieren. Dieses funktioniert und zeigt einem die IP Adresse an. Gibt man diese nun in einen beliebigen Browser ein, kann man sein NAS sehr einfach konfigurieren.
Im Betrieb macht das NAS einen guten ersten Eindruck. In meinem Gigabit Heimnetz konnte ich mit bis zu 30MB/s auf das Gerät schreiben. Auch die mitgelieferte Backup Software verrichtet ihren Dienst gut und man kann somit relativ einfach seine persönlichen Dokumente auf das NAS sichern. Mir fehlt hierbei jedoch noch die Möglichkeit, die Daten auf dem NAS zu verschlüsseln. Gerade wenn man all seine persönlichen Daten hier abgelegt hat, wäre dies eine sinnvolle Funktion.
Der Fernzugriff auf abgelegte Dateien per Smartphone App klappte ohne Probleme. Der Zugang per PC birgt aber ein paar Hürden. Die Freigaben des NAS können direkt als Netzlaufwerke mit dem eigenen PC verbunden werden. Ist ein direkter Zugriff auf das Gerät möglich, ohne den Umweg über einen Western Digital Server zu gehen, wird dieser auch benutzt. Das ist zwar löblich, der Anwender wird aber in diesem Fall von seinem Browser mit einer großen Warnmeldung bezüglich eines ungültigen Zertifikats konfrontiert. Gerade auf einem Gerät, das einfach zu bedienen sein soll, sollte so etwas nicht passieren. Ignoriert man diese Meldung (was man natürlich nur mit Bedacht tun sollte!), funktioniert die direkte Verbindung zum NAS über das Internet recht problemlos. Die Geschwindigkeit hängt hier natürlich maßgeblich von der Upload Geschwindigkeit des Internet Anschlusses ab, am dem das NAS hängt.

Ich wollte das NAS gerne hauptsächlich als Medienserver einsetzen. Leider ist das Gerät dazu völlig ungeeignet, obwohl es mit dieser Funktion beworben wird. Bei etwa 150 Mediendatein läuft alles noch ganz rund, bei 500 Dateien wird der Medienserver schon merklich langsam und als ich dann mein ganzes CD Archiv mit etwa 3500 mühevoll von CD eingelesenen Musikstücken auf dem NAS abgelegt hatte, ging nichts mehr. Ich habe mehrere DLNA kompatible Geräte getestet und auf allen war der Zugriff dermaßen langsam, dass es mehrere Minuten gedauert hat, sich bis zu einem Album vorzuarbeiten. Zur Belohnung gelang dann noch nicht einmal das Abspielen der Stücke. Das höchste der Gefühle war eine stockende Wiedergabe. Der Medienserver ist also nicht zu gebrauchen.

FAZIT:
Insgesamt herrscht bei mir nach dem ersten guten Eindruck Ernüchterung. Das Gerät steckt voller Tücken und gerade der nicht funktionierende Medienserver ärgert mich erheblich. Nur um das deutlich zu machen: Mein CD-Archiv im FLAC Format ist 80 GB groß, das NAS kann aber bis zu 4000 GB an Daten fassen. Trotzdem geht der Medienserver schon bei dieser geringen Menge in die Knie. Dazu kommen die Probleme bei der Installation und der Remote Verbindung, sodass man das Gerät nicht mal als "einfach zu bedienen" bezeichnen kann.
Somit bleiben am Ende leider nur 2 von 5 Sternen, denn das Gerät ist eigentlich nur eine etwas bessere externe Festplatte. Ich hoffe wirklich, dass Western Digital sich zumindest den Medienserver in einem nächsten Update noch einmal vornimmt. Ich werde über neue Updates berichten.

INFOS FÜR EXPERTEN:
Man kann auf das NAS via SSH zugreifen. Google hilft hierbei weiter. Auf dem NAS selbst läuft ein Debian 5 mit einigen Paketen aus Debian 6. Die Paketquellen von Debian 6 sind in der aktuellen Firmwareversion voreingestellt. Insgesamt geht es mit den Paketen auf dem NAS sehr chaotisch zu. Ich würde auch dringend davon abraten, das Gerät komplett dem Internet auszusetzten. Dazu sind einfach zu viele Pakete veraltet und ein Update dieser merkwürdigen Mischung aus Debian 5 und 6 wird wohl das NAS unbrauchbar machen und daher sollte man dringend davon absehen. Interessant ist aber die Ansicht der laufenden Prozesse und deren Systemauslastung über den Befehl "top". Dabei fand ich einmal einen Samba Server der die ganzen Systemressourcen fraß, über Stunden lief und erst nach einem Neustart verschwand. Western Digital passt hier wohl nicht auf, ob Prozesse sinnlos laufen und so dürfte ein gelegentlicher Neustart wohl nicht schaden. Im Zusammenhang mit dem unbrauchbaren Mediaserver fiel mir hier auch auf, dass das System nahezu null ausgelastet ist und die Wiedergabe von Mediendateien trotzdem nicht möglich ist. Alles in allem also ein sehr merkwürdiges Problem und es bleibt zu hoffen, dass Western Digital hier mit einem Update Abhilfe schafft.

UPDATE (Juli 2012):
In der Zwischenzeit hat Western Digital es tatsächlich geschafft, ein Update zu veröffentlichen. Der Medienserver läuft nun wesentlich
besser. Das Wiedergeben meiner FLAC Dateien am Heimkinoreceiver funktioniert nun ohne Probleme und auch die Navigation geht recht
flüssig vonstatten. Allerdings lassen sich nun einige Videos nicht mehr wiedergeben, deren Abspielen vor dem Update (insofern nicht
zu viel anderes auf dem NAS war) gelang. Der Medienserver ist somit zumindest nicht mehr komplett unbrauchbar und ICH ERHÖHE MEINE URSPRÜNGLICHE WERTUNG UM EINEN STERN. Perfekt ist das Ganze aber immer noch nicht und das schlechte Gefühl, als Endbenutzer mal wieder
zum Tester für ein unfertiges Produkt geworden zu sein, bleibt natürlich auch.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.02.2013 20:15:20 GMT+01:00
Ich kann die Rezension nur unterschreiben. Alle angegebenen Vor und Nachteile habe ich genauso erfahren.

Veröffentlicht am 15.05.2013 21:07:20 GMT+02:00
Danke für diese ausführliche Rezension!

Veröffentlicht am 11.11.2013 15:32:39 GMT+01:00
Tom Fellmann meint:
Alles Ordner welche man manuell(öffentlicher Zugriff) anlegt, um darin Mediendateien für den DLNA Server zur Verfügung zu stellen, scheinen nicht immer beim Aktualisieren hinzugenommen zu werden.
Man kann neuen Dateien zum DLNA Server entweder per Scan hinzufügen lassen, oder mit einem Datenbankneuaufbau. Das Problem dabei ist das ich jedesmal andere Ergebnisse habe. Manchaml sind danach alle Dateien nicht mehr verfügbar, manchaml erkennt er die neuen Medien-Dateien gar nicht. Ein Video hat tatsächlich mal 4 tage gebraucht, ehe es verfügbar war. Im vorhandenen Public-Order scheint dieses Problem nicht zu exisitieren, dort werden die Dateien schneller gefunden... .

Desweiteren mach der NAS öfters irgendwelche Hintergrundarbeiten, die ich nicht nachvollziehen kann. Es kann dann passieren das der NAS überhaupt nicht mehr erreichbar ist. manchmal löst sich das Problem von selbst, manchmal hilft nur Neustart.

Alles in allem ist die DLNA Funktionalität sehr bescheiden, am liebsten würde ich es zurückgeben. Ich habe sehr viele mp3, Fotos und Videos und aus diesem Grund habe ich mir den NAS eigentlich zugelegt... .
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Rezensentin / Rezensent

Keera
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