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Sehr schöner würdiger Nachfolger,
21. September 2009
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Professor Layton und die Schatulle der Pandora (Videospiel)
Hab das Spiel nun seit drei Tagen und bin quasi fertig damit; habe also alle 138 Rätsel aus dem Hauptspiel gelöst und bin jetzt noch an den letzten 15 aus der Bonussektion. Ich bin sehr froh darüber, dass die Entwickler nicht zu viele neue Wege gegangen sind, sondern eher eine wirklich solide Fortsetzung gebracht haben. Die Sprachausgabe ist diesmal deutsch; leider passte daher die englische nicht mehr auf das Modul - mir fehlt nun etwas der britische Akzent von Layton und Luke.
Die Qualität der deutschen ist aber so hoch, dass man auch das locker verschmerzen kann.
Wirklich genial ist, dass von den 153 Puzzles die wenigsten an den Vorgänger erinnern - hier sind wirklich viele neue Ideen drin. Zwar gibt es immer noch die Schieberätsel und natürlich einige mathematische Aufgaben; ansonsten ist das meiste aber unbekannt. Besonders die Schachrätsel machen diesmal viel mehr Spaß: Anstatt Damen so zu platzieren, dass sie sich nicht schlagen können, muss man diesmal mit einem Springer das gesamte Spielfeld abspringen - klingt viel einfacher und vor allem uninteressanter als es ist. Besonders gut ist die neue Notizfunktion in jedem Rätsel: Man kann nun so eine Art milchige Folie über jedes Rätsel legen und nach belieben darauf rumkritzeln, was sehr oft sehr hilfreich sein kann.
Die drei Sammelrätsel sind diesmal verschieden hochwertig ausgefallen: Am besten ist der Zusammenbau einer Fotokamera, die danach zum fotografieren spezieller Orte verwendet werden kann. Da die Kamera etwas mysteriös ist, bringt sie in jedes Bild allerdings immer drei Fehler ein, die dann gesucht werden müssen - danach wartet an einem der Fehlerorte dann ein besonders schweres Rätsel. Recht durchschnittlich und viel zu einfach ist ein zu fetter Hamster, dem Luke das Fett wegtrainieren muss, indem er ihm Fährten aus Äpfeln, Glühbirnen etc. in sein Gehege legt und der Hamster weite Wege läuft. Irgendwo zwischen ganz nett und nervig würde ich den frechen Berliner Dialekt des Hamsters einordnen - wirklich passend zum britischen Spielthema ist er aber nicht.
Vollkommen misslungen ist die Aufgabe um das Tee-Service: Hier muss Layton ausgepowerten Spielfiguren immer den richtigen Tee kochen. Da die Bewohner aber nach Zufallsprinzip Lust auf Tee bekommen und die Möglichkeiten viel zu viele sind, ist diese Aufgabe nur zum Verzweifeln.
Die Geschichte ist in meinen Augen noch einmal besser als die des ersten Teils; man darf sich halt nicht über häufige Logikfehler ärgern. Dank vieler Zwischensequenzen, vielen bekannten Personen aus dem ersten Teil und tollen neuen Charakteren kommt man hier auch wieder voll auf seine Kosten.
Diese Geheimtüren mit den spieleübergreifenden Codes sind auch ganz nett, aber nichts wirklich umwerfendes - habe mir da mehr erhofft; das kann aber jeder für sich selbst mal herausfinden.
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