Kundenrezension

87 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jeder von uns hat einen Engel..., 9. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Sucker Punch (DVD)
...der über uns wacht und uns beschützt." So schickt uns Zack Snyder mit der Erzählstimme Baby Dolls(Emily Browning) in seinen -Sucker Punch- hinein. Jeder von uns hat auch seinen eigenen Geschmack, möchte ich da anfügen. Bei -Sucker Punch- scheint der die Zuschauer völlig unterschiedlich anzusprechen. Der Film ist bei den Kritikern nicht besonders gut weggekommen. Mich persönlich hat er jedoch voll und ganz überzeugt und; noch besser, fantastisch unterhalten. Also heißt es mal wieder gegen den Trend zu schreiben. Aber irgendwie sind ja Rezensionen genau dafür da...

Baby Dolls Mutter ist gestorben. Ihr grausamer Stiefvater tötet Baby Dolls Schwester und sorgt dafür, dass die einzige Zeugin, nämlich Baby Doll, in einer psychiatrischen Klinik landet. Dort soll ihr in fünf Tagen das Gedächtnis genommen werden. Aber Baby Doll lässt sich nicht wie ein Schaf zur Schlachtbank führen. Sie plant die Flucht. Dabei benötigt sie die Hilfe von Rocket(Jena Malone), Sweet Pea(Abbie Cornish), Amber(Jamie Chung) und Blondie(Vanessa Hudgens). Die Insassen der Klinik können nur in einer Scheinwelt überleben und ihre Flucht planen. Als sich Baby Doll in diese imaginäre Welt begibt, trifft sie dort auf den Wiseman(Scott Glenn). Er sagt ihr die fünf Dinge, die sie für eine Flucht braucht. Dabei müssen die Mädchen den fiesen Aufseher Blue(Oscar Isaac) und Dr.Gorski(Carlo Gugino) hinters Licht führen. In ihrer Imagination kämpfen die Frauen ihre Schlachten, um in der Gegenwart ein paar wichtige Dinge in ihren Besitz zu bekommen. Doch der Feind schläft nicht...

Zack Snyder kommmt vom Werbefernsehen. Damit hat er sicher keinen leichten Stand im Establishment. Er hat -Sucker Punch- wie ein gewaltiges Video aufgebaut. Snyders hat schon in -300- und -The Watchmen- gezeigt, wo seine Stärken liegen. In wahnsinnigen Close Ups, die in die Tiefenschärfe übergehen und aberwitzige Perspektiven einnehmen, fängt er grandiose Bilder ein. Egal, ob Knöpfe, Patronenhülsen oder Schwerter durchs Bild segeln, während im Hintergrund der Plot abläuft, oder aber ein Schweißtropfen auf Baby Dolls Haut in unglaublicher Klarheit eingefangen wird; Snyder beherrscht die Macht der Bilder perfekt. Im Zusammenspiel mit der Musik von Björk, Skunk Anansie, Emiliana Torrini, Yoav oder den Eurythmics entstanden dabei schon eher kleine Videokunstwerke als ein zusammenhängender Film. Aber auch der Plot kommt nicht zu kurz. Mit dem Kniff der imaginären Welt schafft Snyder es, seine Amazonen in gigantische Abenteuer mit Drachen, Kriegern und Maschinenwesen zu schicken. Das muss nicht jedem Zuschauer gefallen, die Machart ist jedoch kreativ und einzigartig. Wer es nicht schafft, Realität und Imagination zu trennen, der hat beim Zuschauen schon verloren. Snyders Ende von -Sucker Punch- halte ich persönlich ebenfalls für absolut gelungen.

So scheiden sich also die Geister. Während die einen von Mumpitz und schwachem Stoff sprechen, war ich von -Sucker Punch- entzückt. Und das, obwohl ich lange gezögert habe, den Film in den Player zu schieben. Nach all dem, was ich vorher gelesen hatte, dachte ich, dass ich mir den Film schenken könnte. Gut, wenn man auf seine eigenen Ratschläge hört: Entscheiden sie selbst! Schauen sie sich das an! Dann sind die gefragt, ob der Daumen hoch oder runter geht. Meiner ging nach oben. Das kann bei ihnen auch passieren, garantieren würde ich dafür jedoch nicht. Wenn sie auf schnell geschnittene Szenen, rasante Action im Videoformat stehen und ein Bilder-Freak sind, dann dürfte -Sucker Punch- für sie auf jedenfall interessant werden. Wenn sie die Kampfszenen von Uma Thurman in Kill Bill, mit dem Samurai Schwert in der Hand, geliebt haben, und jetzt Emily Browning zu Björks "Army of me" verfolgen dürfen, dann sowieso...
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.01.2012 20:01:16 GMT+01:00
Mantikor meint:
Der Stiefvater hat Baby Dolls Schwester nicht getötet.Sie selbst hat es getan.

Veröffentlicht am 06.03.2012 10:01:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.03.2012 10:05:14 GMT+01:00
Zitat Thomas Knackstedt "thomasknackstedt": "Wenn sie auf schnell geschnittene Szenen, rasante Action im Videoformat stehen und ein Bilder-Freak sind, dann dürfte -Sucker Punch- für sie auf jedenfall interessant werden."

Danke für Ihre gute und ausführliche Rezension und diesen Satz, der es auf den Punkt bringt. Snyder ging es nicht darum einen Film zu drehen, der allen Zuschauern gefällt. Er wollte seine eigene Vision eines abendfüllenden Videos mit heißen Kämpferbräuten, Gemetzel und bombastischer Soundkulisse zum Leben erwecken.

Die Enttäuschung vieler Kinogänger und Zuschauer erklärt sich aus Form und Inhalt des Films, welche im Gegensatz zu Bewerbung stehen. "300" und "Watchmen" haben eine Story, die Snyder vor allem bei "Watchmen" sehr ordentlich umgesetzt hat. Sucker Punch mit seinen verschiedene Zeit- und Wahrnehmungsebenen ist ein anstrengender Film, da die überlangen Kampfszenen für massiven Leerlauf im Gehirn sorgen und dieses beim Wechsel in die Anstalt vielleicht nicht mehr schnell genug anspringt. Für meinen Geschmack hat Snyder hier einfach nicht das richtige Maß gefunden, weshalb die eigentlich interessante Grundidee im immer gleichen Handlungsmuster - nämlich Tanz, Traumwelt, Pseudorealwelt, Realwelt - untergeht. Im Prinzip ist es exakt der gleiche Kritikpunkt, der auf "300" zutrifft. Wer "300" liebt, wird "Sucker Punch" vermutlich wenigstens mögen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2012 12:27:38 GMT+02:00
CF meint:
Also, ob "300" wirklich einen tiefere Story hat als "Sucker Punch" wage ich ganz deutlich zu bezweifeln. In "300" geht es lediglich um die Schlacht der Spartaner gegen die übermächtigen Perser - mehr ist da bei bestem Willen einfach nicht zu erkennen. Dass es um einen Freiheitskampf ging und die ganze alte Geschichte wird mit keinem Wort erwähnt. "Sucker Punch" will hingegen, im übrigen ganz gewaltig auch in den Traumwelten, seine Stroy transportieren. Immer kämpfen sie gegen Fabelwesen, Tote, Roboter - alles ein Symbol für den Tod der Angepassten, mehr Symbole finden wir darin, dass ihre Missionen nie reibungslos verlaufen, sie eng miteinander handeln und und und. Wer bei den "überlangen Kampfszenen" (finden ich i. ü. nicht) auf "Leerlauf" schaltet, verpasst eine Menge der Story. @Beesk: unbedingt nochmal schauen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2012 11:19:22 GMT+02:00
Bounty meint:
mir hat der Filn auch sehr gut gefallen, tolle rezi !!
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