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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Ludwig van Beethoven: FIDELIO (DVD)
Jürgen Flimm ist ein weltweit beschäftigter Opernregisseur. 2002 inscenierte er Fidelio an der MET. Die Qualität seiner Regie-Arbeit soll an einem scheinbar nebensächlichen Detail dargestellt. Marzelline ist natürlich von der Erkenntnis schockiert, dass Fidelio eine Frau namens Leonore ist. Das wird sehr konsequent durchinsceniert.Marzelline kann nicht in den Schluss-Jubel einstimmen; sie ist verstört. Solche Glaubwürdigkeit der Personenführung wünscht man sich.Levine ist ein Operndirigent mit einer Riesen-Erfahrung. So etwas wie Fidelio kann ihn nicht umwerfen. Da läuft nichts aus dem Ruder. Eine sichere hochqualitative Aufführung. Levine hat Sänger zur Verfügung, die auf dem orchestralen Niveau singen. Die souveräne, vielleicht etwas kühle Karita Mattila, der stimmgewaltige ( leider auch körper-gewaltige) Ben Heppner ( für zwei Jahre Kerker mit fast keiner Ernährung nicht so glaubwürdig).Pape als Rocco souverän, Struckmann als Don Pizarro auch, wenngleich diese Figur gar nicht genug Bosheit und Wut haben kann. Flimm hat die Kostüme modernisiert, ins Amerika des 2oten Jahrhunderts verlegt,ohne dass deswegen Anklänge an Guantanamo deutlich würden. Gemeinsames Knieen in der Schluss-Scene ist vielleicht amerikanischem Geschmack geschuldet ? Ein beeindruckende Wiedergabe dieser Oper Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
06.02.2009 23:44:50 GMT+01:00
Manfred Nottebrock meint:
Na, Guantanamo war damals wohl noch kein Begriff. Jürgen Flimms Met-Debüt mit Fidelio war lt. Met-Archiv am 13.10.2000!
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
20.01.2010 18:35:33 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Ja, in der Tat, das wäre prophetisch gewesen, zwei Jahre vor Eröffnung dieses Lagers und sicher auch tollkühn in einer durch Sponsoren finanzierten Oper wie der MET politische Kritik an Amerika zu üben.
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