Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen W.A.S.P. ganz in schwarz, 9. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Still Not Black Enough (Audio CD)
Das 1995 erschienene "Still Not Black Enough" steht bereits seit seiner Veröffentlichung im langen Schatten seinens Vorgängers "The Crimson Idol" - zu Unrecht wie ich finde. Ganz so monumental wie "The Crimson Idol" ist "Still Not... " natürlich nicht, aber Blackie kann eigentlich qualitativ adäquat daran anknüpfen. Meines Wissens sollte "Still Not Black Enough" ein Blackie Lawless-Soloalbum sein, dass vom Label allerdings doch unter dem Namen W.A.S.P. erschien, da dies versprach, verkaufsfördender zu sein. Mit Ausnahme des Schlagzeugs und einiger Gastmusiker wie bsp. Bob Kulick an der Sologitarre, hat Blackie alle Instrumente, einschließlich Sitar und Keyboard, selbst eingespielt. Heutzutage ist es ja längst kein Geheimnis mehr, dass Blackie bei W.A.S.P. alle Zügel in der Hand hält.

In dieser Hinsicht wirft man Blackie regelmäßig vor, er würde nur bei sich selbst kopieren, ganz von der Hand zu weisen sind solche Vorwürfe natürlich nicht, aber teilen kann ich sie nur bedingt. Natürlich lässt Blackie W.A.S.P. immer nach W.A.S.P. klingen und greift Elemente auf, die er bereits verwendet hat. So klingt z.B. "Goodbye America" ein wenig wie eine light-Version von "Chainsaw Charlie" und es kehrt auf "Still Not Black Enough" dasselbe Thema immer wieder, was auch durch das mehrmalige Auftauchen ein-und derselben Melodie deutlich wird, wie z.B. beim Titelsong und "Black Forever" - im Gegensatz zu "The Crimson Idol" wird dieses Konzept aber nur sehr lose verfolgt.

Das 1992er Album offenbarte schon einen gewissen Blick auf die innere Persönlichkeit Blackie Lawless, "Still Not Black Enough" schien diesen Blick etwas zu intensivieren. Die Musik auf "Still Not Black Enough" ist wütend, melancholich, zornig, düster, traurig, aber auch kräftig und hoffnungsvoll. Ich würde behaupten wollen, dass "Still Not Black Enough" in gewisser Weise alle musikalischen Seiten von W.A.S.P. in sich vereint und - was die Songgestaltung und den Sound betrifft - die künftige Marschrichtung vorgab, was speziell auch bei Alben wie "Dominator" und "Babylon" deutlich wird. Die Refrains sind griffig und eingängig, die Lieder melodische, aber immer noch raue, von einer leichten Melancholie durchzogene, kompakte Heavy Rock-Stücke. Die W.A.S.P.-Maschine ist gut geölt und läuft auf konstant hohen Drehzahlen. Davon abheben tun sich die sehr ruhigen, aber sehr guten Balladen "Keep Holding On" und "Breathe", sowie der kantige Rock N'Roller "Rock N'Roll To Death", der so bereits auf der "First Blood.. Last Cuts"-Compilation erschien.

Beanstanden möchte ich diesbezüglich eigentlich nur, dass es zu dem Album mehrere Non-Album-Tracks gibt, die kunterbunt veröffentlicht wurden. Da gibt es die Doppel-Single "Black Forever/Goodbye America", die jeweils mit den sehr guten Eigenkompositionen "Skin Walker" und dem ruhigen "One Tribe" ( Black Forever Pt. 1 (US Import) ), sowie in einer anderen Version mit den beiden AC/DC-Covern "Long Way To The Top" und "Whole Lotta Rosie" veröffentlicht wurde ( Black forever/Goodbye America (4 tracks, 1995) ). Die Cover reichen an die Originale bei weitem nicht heran, und sind eigentlich verzichtbar, aber "Skin Walker" und "One Tribe" würden für das Album sogar noch eine echte Bereicherung darstellen. Das Jefferson Airplane-Cover "Somebody To Love" ist dagegen allerdings echt super und wesentlich schwungvoller und härter als das Original. Daneben gibt es dann auch noch die japanische Album-Ausgabe mit dem Queen-Cover "Tie Your Mother Down" ( Still Not Black Enough +1 ), und eine Special Edition (die zugleich die amerikanische Ausgabe ist), die abzüglich "Skin Walker" und "Long Way To The Top" die Non-Album-Tracks beinhalten ( Still Not Black Enough ). Die Wiederveröffentlichungen der letzten Jahre beinhalten keine der zusätzlichen Lieder.

Bis ich das irgendwann mal kapiert habe, was wann wo veröffentlicht wurde, hatte ich das Album zuzüglich der Singles schon in 4 verschiedenen Ausgaben zuhause. Sooo umwerfend ist das Album eigentlich auch nicht, dass man es so oft besitzen muss, hehe. Diese Veröffentlichungspolitik mag zwar ärgerlich sein, soll die musikalische Qualität aber nicht mindern, denn "Still Not Black Enough" ist ein superbes, geradliniges W.A.S.P.-Album in der Tradition von "The Headless Children" und "The Crimson Idol". Die großen 3, möchte ich sagen, selbst wenn es nicht ganz an seine Vorgänger heranreicht.
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