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Kundenrezension

49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dawkins' Erstlingswerk - Nun als 30th Anniversary Edition, 5. April 2006
Rezension bezieht sich auf: The Selfish Gene (Taschenbuch)
Mit diesem Buch, das zum ersten Mal im Jahre 1976 erschienen ist, hat Richard Dawkins seinen Ruf als einer der maßgeblichen Evolutionsbiologen und als einer der besten Wissenschaftsautoren aller Zeiten begründet. Seit 1995 hat er die - eigens für ihn geschaffene - Charles Simonyi Professur For The Public Understanding of Science an der Oxford University inne. Selbstverständlich ist er Mitglied der Royal Society und der Royal Society of Literature. Ebenso selbstverständlich hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten: 1987 den Royal Society of Literature Award und den Los Angeles Times Literary Prize, 1990 den Michael Faraday Award of the Royal Society, 1994 den Nakayama Prize, 1997 den International Cosmos Prize for Achievement in Human Science, 2001 den Kistler Prize und 2005 den Shakespeare Prize. Wann endlich wird er den Nobelpreis bekommen?
Schon allein das Inhaltsverzeichnis der 1976-er Ausgabe zu lesen war ein Vergnügen:
1. Why are people?
2. The replicators
3. Immortal coils
4. The gene machine
5. Agression: stability and the selfish machine
6. Genesmanship
7. Family planning
8. Battle of the generations
9. Battle of the sexes
10. You scratch my back, I'll ride on yours
11. Memes: the new replicators
In der Ausgabe von 1989 wurden noch die beiden folgenden Kapitel angefügt:
12. Nice guys finish first
13. The long reach of the gene
Kapitel 12 präsentiert und diskutiert die Computersimulationen, die der Politikwissenschaftler Robert Axelrod durchgeführt hat, um die »Evolution der Kooperation« zu erhellen. Dawkins gelingt es auf wunderbare Weise, die Axelrodschen Untersuchungen durchsichtig darzustellen.
Kapitel 13 stellt eine Kurzfassung von Dawkins' zweitem Buch, »The Extended Genotype« dar, ein Buch, das er selbst für sein bestes hält.
Außerdem wurden die Kapitel 1 bis 11 durch Endnoten ergänzt, erläutert oder aktualisiert.
Die 30th Anniversary Edition enthält zusätzlich eine 8 Seiten umfassende Einleitung, in der Dawkins unter anderem den anthropomorphischen Buchtitel, der ihm oft genug vorgeworfen wurde, diskutiert und verteidigt. Er räumt ein, dass Titel wie »The Immortal Gene«, »The Cooperative Gene« oder »The Altruistic Vehicle« möglicherweise weniger Fehldeutungen provoziert hätten. Richtig besehen geht es Dawkins darum, »the gene's eye view«, die Perspektive des Gens, darzustellen. Populär und als Frage formuliert: Was täten Sie, wenn Sie ein Gen wären?
Was macht nun die spezifische Pointe dieses Buches aus? Abgesehen davon, dass es durchgängig eine brilliante schriftstellerische Leistung ist - »They are in you and me; they created us, body and mind; and their preservation is the ultimate rationale for our existence. They have come a long way, those replicators. Now they go by the name of genes, and we are their survival machines.« - zeichnet es sich durch eine geglückte Synthese aus Evolutionsbiologie, Genetik und Spieltheorie aus.
Unter Rückgriff auf Ideen von George C. Williams, William D. Hamilton, John Maynard Smith und Robert Trivers, die damals, im Jahre 1976, einem größeren Publikum noch weitgehend unbekannt waren, behandelt Dawkins Phänomene wie »inclusive fitness« oder »kin selection«, »reciprocal altruism«, »parental investment«, »parent-offspring conflict« und »Evolutionarily Stable Equilibrium« (ESS).
Ironischerweise hat das 11. Kapitel, »Memes: the new replicators«, eine modische Forschungsrichtung, nämlich »Memetics«, zu etablieren geholfen, von der sich Dawkins später eher distanziert hat. Ein Mem, z. B. eine Idee, wird von ihm verstanden als eine Einheit kultureller Evolution, die sich analog zu einem Gen, durch Replikation erhält oder ausbreitet. Einer der prominentesten Verfechter dieses Gedankens ist der Philosoph Daniel C. Dennett. Weniger gut durchdacht scheinen die Überlegungen der Psychologin Susan Blackmore (»The Meme Machine«) zu sein. Dass aus der Memetik jemals eine Wissenschaft vom Range der Molekulargenetik entstehen könnte, ist höchst zweifelhaft, die Unterschiede zwischen biotischer und kultureller Evolution sind schlicht und einfach zu groß.
Von diesem Buch gibt es auch eine deutsche Übersetzung (»Das egoistische Gen«), die einigermaßen gelungen ist. Aber das englische Original ist eindeutig nicht zu übertreffen. Wer die englische Sprache liebt - immerhin die Sprache von Shakespeare, Hobbes, Chaucer, Thackeray und Austen - sollte unbedingt zum Original greifen.
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