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Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz aller Unkenrufe gut, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Not Your Kind of People (Audio CD)
Irgendwie hatte ich nie so wirklich geglaubt, dass es noch mal ein neues Garbage-Album geben wird. Zwischenzeitliche Auflösungsgerüchte machten immer wieder mal die Runde, Sängerin Shirley Manson verdingte sich zudem als Schauspielerin und versuchte ein Soloalbum zu veröffentlichen (wozu es nicht kam) und irgendwann vor circa zwei Jahren hörte man, dass doch an etwas Neuem gearbeitet wird. Tja, und nun ist es wirklich da: das fünfte Album namens Not your kind of people.

Meine Erwartungen waren natürlich etwas verhalten, wenn man das relativ durchwachsene Beautifulgarbage und das ungewöhnlich unspektakuläre Gitarrenrock-Album Bleed like me noch im Hinterkopf hat. Glücklicherweise erinnert nur noch das geradlinige "Man on a wire" an letztere Phase. Ansonsten überrollen einen Garbage mit "Automatic systematic habit" erst einmal. Was zuerst nach einem gnadenlosen Rip-Off von Creams "White room" klingt, verwandelt sich kurze Zeit später in etwas das auch zwischen den Ting Tings und Lady Gaga keine schlechte Figur abgeben würde. Ein wummernder Dance-Rhythmus, verfremdete Gitarren und jede Menge Synthiebombast bestimmen das Bild, was irgendwie unverschämt nervig und überdreht und dann doch wieder unverschämt eingängig klingt. Der Aufbau von "Big bright world" lässt leicht an die Killers denken. Garbage sind also voll im aktuellen Jahrzehnt angekommen?

Bei der nicht gerade tollen Vorab-Single "Blood for poppies" bringen sie diese Welten zusammen und im Folgenden vollführt die Band einen Schwenk zurück in ihre Vergangenheit. Einiges klingt hier wie ein Programmupdate von Garbage 2.0. Man nehme nur "I hate love", "Felt" oder "Sugar". Alles gar nicht so schlecht gemacht, aber bisweilen seelenlos instrumentiert. Wie schon öfter vorher rettet die immer noch tolle Shirley Manson den einen oder anderen Song mit ihrem Gesang. Aber ein paar richtig gute Stücke gibt es allem Meckern zum Trotz auch zu finden. Das rockig marschierende "Control" hat mit seinen leicht bluesigen Gitarren und der eingebetteten Mundharmonika ein latent-cooles Westernfeeling, das druckvolle "Battle in me" haut zur richtigen Zeit mit Aggression um sich, während der Titeltrack die Eleganz von Muse mit kindlich-poppigem Charme kreuzt.

Mit der angenehm luftigen Ballade "Beloved freak" endet ein Album, bei dem die Klasse und die latente Düsternis der Anfangstage, die sich auch noch hinter der süßesten Melodie versteckt, immer wieder durchblitzt, auch wenn sie von der gnadenlosen Soundwand und den absichtlich poppigen Arrangements gerne glatt gebügelt wird. Am Ende ist es trotz ein paar nicht so tollen Stücke immer noch ein gut zu hörendes Pop- und immerhin das drittbeste Garbage-Album, an dem am ehesten Altfans des Quartetts ihre Freude haben dürften.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.05.2012 15:28:42 GMT+02:00
Gute Rezension, der ich mich nur anschließen kann!

Die allermeisten Bands, so auch Garbage, sind ein Phänomen einer bestimmten Zeit und klingen auch dort am besten. Garbage's Erstlingswerk und vor allem die Version 2.0 haben mich in den 1990ern aus den Socken gehauen, die Kombination aus Rockbretten, Synthipathos und süßem Schwermut hat es so vorher nicht gegeben. Das war *meine* Musik und lange Zeit der Soundtrack für mein Leben. Doch die Welt dreht sich weiter. 15 Jahre später bin ich (Überraschung!) 15 Jahre älter und die Band auch, und es *kann* gar nicht mehr dasselbe Ding werden wie damals. Wir haben uns alle verändert, sehen die Welt anders und machen/hören Musik anders.

Umso mehr war ich erstaunt, wie viel von dem alten Flair die neue Scheibe noch produzieren kann und das ist überaus bemerkenswert. Die immer wieder geäußerte Forderung, Bands müssten sich weiter entwickeln, sehe ich kritisch. Zu viele meiner Lieblingsbands haben sich in eine Richtung weiter entwickelt, die ich gar nicht mochte und waren für mich verloren. Auch von diesem Standpunkt her freue ich mich, was ich hier noch mal als Update des Update geliefert bekomme. Keine Sensationen und großen Überraschungen sondern ein solides Album, das "einfach nur" nach Garbage klingt. Und das darf sich eine Kapelle, die so markant und Stilprägend war, nach bald 20 Jahren Bandgeschichte zu 100% erlauben!

Viele Grüße,
Hans-Jürgen Philippi

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.01.2013 19:10:02 GMT+01:00
D. Ostrowski meint:
Darf ich antworten? Genial geschrieben. Für mich brauch sich eine Band nicht grundliegend neu erfinden. Neu heisst nicht zwingend toll oder cool. Garbage machen das, was sie am besten können. Einfach nur ein klasse Album und das Konzert setzte dem ganzen die Krone auf !!!

Veröffentlicht am 10.01.2014 19:13:07 GMT+01:00
Mann, ich liebe Shirley Manson, dieses putzige, rothaarige, alternative Sexsymbol der 90er, welches auch heute noch heiß ist! So, das musste jetzt einfach mal raus!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 09:54:15 GMT+01:00
Willkommen im Club! :-)
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