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Kundenrezension

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The boys are fuckin' back!, 3. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Christ Illusion (Audio CD)
Zugegeben, die Erwartungen waren nach den eher bescheidenen Vorgängern eher gering, aber wie es halt so ist, wenn man Fan einer Band ist, legt man sich den neuesten Output doch irgendwie zu. Ich habe bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung zugeschlagen und kann nur sagen, das Slayer damit DAS Album des Jahres eingeprügelt haben.

Schon im Vorraus wurde das Album als eine Mischung als Seasons in the abyss und God hates us all beschrieben, was im Groben auch gut hinkommt: Tom brüllt immernoch, jedoch diesmal mehr in Tonlagen, die wohlig an vergangene Großtaten erinnern und die Gitarren sind immernoch tief gestimmt, jedoch nicht mehr so im Keller wie beim 2001er Release. Der größte Vorteil dieses Albums gegenüber dem Vorgänger ist meiner Meinung nach, das es diesmal nicht mehr nur noch zu 100% voll auf die 13 geht, sondern wesentlich mehr Melodie im Spiel ist, was dem Album deutlich mehr Abwechslung verpasst. Womit wir auch schon bei den Songs angekommen wären:

- Flesh Storm: Nach einem Kurzem Intro legt der Song in bester "War Ensemble"-Manier los. Ein schneller Thrash-Song, der geschickt alte und neue Elemente verbindet und dabei noch recht eingängig bleibt.

- Cataclyst: Hier wird die Geschwindigkeit nochmal gesteigert und Tom brüllt sich wahrlich die Seele aus dem Leib (und probiert nebenbei aus, wie of man das berühme F-Wort in einem Song unterbringen kann). Wenn nach diesem Song die Wohnzimmereinrichtung noch steht, haben Sie wohl was falsch gemacht.

- Skeleton Christ: Jetzt folgt schon die erste Verschnaufpause. Der Song ist eher im Midtempo-Bereich angesiedelt und baut eine ziemlich fiese Atmosphäre auf. Dies ist neben dem Hochgeschwindigkeits-Geballer der zweite Typ von Songs, den man auf der Christ Illusion findet. Textlich geht es um christlichen Fanatismus, der gerade in den USA immer absurdere Ausmaße zu erreichen scheint.

- Eyes of the insane: Schlägt in die Selbe Kerbe wie Skeleton Christ. Ein langsamer Song, der sich steigert und in bester "south of heaven"-manier langsam an Atmosphäre aufbaut.

- Jihad: Der für jede Ami-Band obligatorische Song über die Terroranschläge vom 11. September 2001, politisch korrekt, wie Slayer nun mal eben sind, geht es hier jedoch um die Perspektive der Terroristen. Der Song beginnt mit sehr fremdartig wirkenden Riffs, was zumindest sehr an die allgemeine, verstörende Atmosphäre erinnert, die damals überall präsent schien und entwickelt sich dann sehr schnell zu einem Nackenbrecher erster Kajüte. Vielleicht muss man ihn ein paarmal hören, aber sobald er einmal gezündet hat, ist der der bis jetzt beste song der CD.

- Consfeary: Weiter gehts im Uptempo. Weil ich mich nicht wiederholen und den Leser nicht langweilen will, fasse ich mich kurz: Reign in Blood³

- Catatonic: Wieder einer der Songs, die sehr viel wert auf eine fiese Atmopsphäre legen. Jedoch gehört dieser Song zu den Schwächeren den Albums

- Black Serenade: Im Prinzip dasselbe wie bei Catatonic, nur knallt der song ein bisschen mehr.

- Cult: Der mit Abstand beste Song des Albums und das genialste, was Slayer seit der "Seasons..." je veröffentlicht haben. Die (mehr oder weniger intelligente) Meinung des Sterns zu diesem Song kann man ja schon hier lesen und genau so schauts auch aus. Nach einen kurzem Intro mit stampfenden Riffs bricht eine musikalische Dampfwalze los, die alles platt macht, was nicht sofort anfängt zu bangen. Textlich zeigen Slayer hier der Kirche den ausgestrecken Mittelfinger. Darüber kann man denken wie man will (gerade wenn man weiß, das Tom Araya bekenneder Christ ist), ich persönlich finde den Text geil und angesichts der aktuellen weltlage auch gar nicht mal so daneben.

- Supremist: Zum Abschluss leben Slayer noch mal mit stampfenden Ryhtmen ihre misanthrophische Ader aus und verabschieden sich danach mit sanft ausklingenden Gitarrenheulen (wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, denke bitte an das ende von "for whom the bell tolls")

Fazit: Dieses Album ist einfach nur noch geil: Slayer kombinieren ihre Trademarks mit neuen Einflüssen ohne jedoch wieder zu stark in Metalcore/Nu Metal-Abgründe abzudriften. Die Gitarrensoli entbehren nach wie vor jeglicher Melodie, Dave Lombardo beweist eindrucksvoll, das er nach wie vor einer der besten (Metal)Drummer der Welt ist, Kerry King und Jaf Hanneman zeigen, das sie doch noch geile Riffs schreiben können und Tom Araya stellt unter Beweis, das seine Stimme zumindest im Studio noch eiwandfrei funktioniert.

Alle Slayer-Fans, die dieses Album noch nicht besitzen, stellen sich jetzt erst mal für 666 Stunden in die Ecke und alle Anderen, die mit Harter Musik auch nur ein bisschen was anfangen können, greifen zu!
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