Kundenrezension

21 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flickenteppich, 28. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Alles, was ist: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nun ja; wenn die Kritiker sich vor Begeisterung über das Alterswerk von Salter fast überschlagen, dann wird das wohl seinen Grund haben. Mir als gewöhnlichem Leser erschließt sich der Ursprung derartiger Euphorie nicht.
Das Buch liest sich in seiner Inkonsistenz oft mühevoll und ich habe den Eindruck, dass der Autor tatsächlich literarische Bruchstücke aus 30 Jahren im Spätherbst seines Lebens endlich zu einem Ganzen zusammenfügen wollte (wie im Titel angedeutet).
Kein Zweifel: es gibt sprachlich sehr dichte und fesselnde Passagen, aber dann plätschern die Worte wieder vor sich hin- wie im richtigen Leben. Vielleicht ist gerade dieses Gewöhnliche Salters Botschaft.
Ratlos habe ich das Buch geschlossen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.10.2013 21:48:50 GMT+02:00
Krimimaus meint:
Das ist eine sehr treffende Rezension. Mit wem der Protagonist an welchem Ort seine Sexualität auslebte, interessiert mich nicht im geringsten. Es gib einige im Original sprachlich überzeugenden Passagen, doch insgesamt hat mich dieses mixtum compositum arg enttäuscht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2013 09:37:53 GMT+02:00
Danke für Ihren Zuspruch. Ich hatte schon befürchtet, geschmäht zu werden, aber Leser scheinen doch kultivierte Menschen zu sein.

Veröffentlicht am 08.10.2013 11:22:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.10.2013 11:31:34 GMT+02:00
A. M. meint:
Ich habe das von Ihnen behandelte Buch nicht gelesen und kann den diesbezüglichen Leseeindruck somit nicht bestätigen. Doch las ich vor sehr langer Zeit - so weit wie mir dies möglich war - Salters Autobiografie Verbrannte Tage. - Auch zu diesem Buch könnte ich Ihnen nicht reinen Herzens raten.

Ich glaube, dass Sie in Ihren Ausführungen etwas Grundsätzliches zum Ausdruck bringen, was für Salters Werk charakteristisch zu sein scheint: "es gibt sprachlich sehr dichte und fesselnde Passagen, aber dann plätschern die Worte wieder vor sich hin- wie im richtigen Leben." So wird auch in seiner Autobiografie Ereignis um Ereignis aneinandergereiht - sprachlich zum Teil in sehr eindrücklicher Weise. Allein der Leser hat Mühe, einen roten Faden und Relevanzen zu erkennen. Ich empfinde das als sehr bedauerlich, denn Salter erscheint mir als ein sensibler Beobachter und beileibe auch als ein sprachlich talentierter Schriftsteller, dessen Werke allerdings in weiten Teilen ins Episch-Beiläufige abzudriften scheinen.

Veröffentlicht am 20.10.2013 17:54:17 GMT+02:00
Dr. Wiesenecker hat recht und dazu ist er tolerant und zurückhaltend. Ich leider nicht... aber zurück zum Buch: tatsächlich gibt es gute Passagen aber es gibt auch Sätze wie diesen hier:
"Das Wasser war schwarz, es stieg auf, und dann, mit einem Grollen, zeigte es seine Zähne."
Genau an diesem Punkt habe ich beschlossen das Buch zu entsorgen. Und noch immer versuche ich mir vorzustellen wie Wasser seine Zähne zeigen soll? Vielleicht ist es bloss noch nicht aufgestiegen??

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2013 17:37:09 GMT+01:00
Borsla meint:
Schon mal etwas von Redensarten oder Metaphern gehört? Das ist doch ein schönes Bild, das hier verwendet wird. Leute, die Bücher entsorgen, sind mir suspekt, das hatten wir schon mal ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2013 17:42:46 GMT+01:00
:-), Besten Dank für den Hinweis. Metaphern sind Sprachbilder nicht wahr? Die können aber auch in's Lächerliche kippen wenn plötzlich Wellen Zähne kriegen.
Ich hab's gerne wenn Sie anderer Meinung sind als ich aber den Schlag mit der politischen Keule finde ich nicht originell und klug schon gar nicht.

Veröffentlicht am 16.11.2013 20:30:49 GMT+01:00
A. M. meint:
Also, ich denke, da muss man die Kirche nun doch mal im Dorf lassen. Christoph Fierz sprach von "entsorgen", diese Vokabel findet sogar beim Restmüll Verwendung, ohne dass sich jemand aufregt bzw. auf politische Korrektheit pocht. Herr Fierz sprach weder von "Aussondern" oder gar von "Bücherverbrennung". Also empfiehlt es sich doch, mit dem Erwiderungsvokabular auf dem Boden der Tatsachen und der zu unterstellenden Absichten zu bleiben.

Nicht geschätzte Bücher (von denen es ja leider genug gibt) erweisen sich nun einmal als Ballast. Ich selbst hatte, da lange in der Buchbranche tätig, lange Zeit auch Hemmungen, Bücher wegzuwerfen. Aber was bleibt als Alternative? Den eigenen Feinden schenken - wenn man sich dazu überwinden kann, oder aber die Feinde überhaupt lesen ... - Den besten, weil so unprätentiösen, aber unglaublich pragmatischen Rat hatte vor dreißig Jahren vielmehr der Bibliotheksleiter der germanistischen Bibliothek an der Freien Universität Berlin: Bei jedem Bücherkauf schon an den nächsten Umzug denken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.11.2013 10:17:03 GMT+01:00
Gottseidank muss ich mich nicht mit Bücherzündeln abgeben. Ich lese auf dem Kindle und ein Druck auf die Löschtaste genügt. Politische, nationalistische oder kulturelle Absichten verfolge ich damit nicht. Ich handle als Konsument, der mit einem Produkt unzufrieden ist.
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