Kundenrezension

164 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschlungene Geschichte in großartigen Bildern, 27. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Windes. Roman (Taschenbuch)
Für Bücher wie dieses wurde der Begriff "Schmöker" erfunden. Mit seinem Erscheinen in Deutschland bekam "Der Schatten des Windes" aufgrund seines großen Erfolges in Spanien entsprechendes Medienecho. Dazu kam die Adelung von Elke Reich-Ranicky.

Doch das Buch wird dem durchaus gerecht. Die kunstvoll gesponnene Geschichte dreht sich um einen jungen Mann, der in das Leben eines erfolglosen Autors eintaucht bis beide Leben anfangen, sich ineinander zu verschränken. Zafon erschafft als Bühne ein dunkles Barcelona, in dem seine Personen immer wieder über düstere Plätze und in verlassene Häuser gehen.

Er schickt seine Figuren durch ein Gewirr aus Handlungsfäden und emotionalen Abgründen, läßt sie lieben, leiden, sterben und Rache nehmen. Dabei gelingen ihm starke Bilder, präzise Charaktere und eine Geschichte, die trotz ihrer Wuchtigkeit bis zum Ende interessiert.

Trotzdem bleibt das Buch nicht frei von Schwächen. Zunächst gibt es, was heute durchaus häufiger vorkommt, einige deutliche sprachliche Nachlässigkeiten, die wohl der Übersetzung oder dem Lektorat anzulasten sind.

In seinem Wunsch, dem Leser jedes verborgene Detail der komplexen Handlung zu offenbaren, benötigt Zafon lange narrative Zusammenfassungen von zurückliegenden Ereignissen, die das Erleben der Handlung stören.

Dazu führt der Autor so viele Charaktere ein, dass man zum Teil den Überblick verliert.

Etwas zu wohlmeinend ist das Ende, in dem er ein merkwürdig süßliches Happy-End zimmert, das nicht zur düsteren Atmosphäre des restlichen Buches passt.

Trotz der Kritik ist dies ein spannendes und emotionales Buch voller facettenreicher Figuren und großer Bilder. Daß dem Autor bei diesem Umfang manchmal ein wenig die Zügel entgleiten schmälert den Lesegenuss nur ein wenig.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.04.2009 19:08:57 GMT+02:00
G. Pfeiffer meint:
Es gibt keine Elke Reich-Ranicky. Vermutlich liegt hier eine irrtümliche Kombination von Elke Heidenreich (die das Buch tatsächlich gut bewertet hat, meiner Meinung nach völlig ungerechtfertigt) und Marcel Reich-Ranicki (dessen Name übrigens nicht mit Y geschrieben wird, und der das Buch unbeachtet gelassen hat).
Es ist anzuraten, sich vor dem Verfassen der Rezension zu informieren, wer dieses Buch tatsächlich wie bewertet hat, und nicht einfach Personen, die ein Lob ausgesprochen haben sollen, zu erfinden.

Veröffentlicht am 18.05.2009 15:42:21 GMT+02:00
Habe zwar 5 Sterne für das Buch......jedoch eine sehr kompetente Kritik.

Veröffentlicht am 14.09.2009 11:30:58 GMT+02:00
Durch die Einführung von sehr vielen Charakteren fiel es mir teilweise schwer, den Überblick zu behalten; deswegen habe ich die Lektüre für einige Zeit unterbrochen. Als ich dann aber einen ganzen Tag zum Lesen zur Verfügung hatte, habe ich den Rest des Romans "verschlungen" und war tief beeindruckt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.11.2009 08:50:48 GMT+01:00
Dichter kann man das, was Wittenburg mit Elke Reich-Ranicky ausdrücken wollte wohl nicht sagen. Und wer weiß: vielleicht war das "Y" sogar Absicht. Mit Pedanterie kommt man im Leben nicht weit und jemand wie Sie sollte sich dann doch eher in der Kosemtik-Abteilung eines Online-Versandes Ihres Vertrauens umsehen. Da werden Sie bestimmt die passende Nagelschere für Ihren Rasen finden!
Mit Literatur werden Sie jedenfalls nicht viel Freude haben - je besser desto weniger.

Veröffentlicht am 27.12.2009 02:13:12 GMT+01:00
Lucy Hyde meint:
"Zunächst gibt es, was heute durchaus häufiger vorkommt, einige deutliche sprachliche Nachlässigkeiten, die wohl der Übersetzung oder dem Lektorat anzulasten sind.
In seinem Wunsch, dem Leser jedes verborgene Detail der komplexen Handlung zu offenbaren, benötigt Zafon lange narrative Zusammenfassungen von zurückliegenden Ereignissen, die das Erleben der Handlung stören."

Schön, dass dies auch einmal ausgesprochen wird - ich kann Ihren Worten nur vollstens zustimmen.

"Dazu führt der Autor so viele Charaktere ein, dass man zum Teil den Überblick verliert."

So erging es mir zum Glück nicht: Ich bin eine der wenigen, die zuerst "Das Spiel..." gelesen hat und dementsprechend "vortrainiert" war.

"Etwas zu wohlmeinend ist das Ende, in dem er ein merkwürdig süßliches Happy-End zimmert, das nicht zur düsteren Atmosphäre des restlichen Buches passt."

Hm, das hätte aber doch jetzt nicht sein müssen, oder? Ein kleiner Spoiler, den ich bei dieser guten Rezension aber gerne verzeihe. ;o)

Veröffentlicht am 29.05.2011 23:34:07 GMT+02:00
Leseratte meint:
ACHTUNG SPOILER in obiger Rezension!! Ich hatte überlegt das Buch zu kaufen, aber wie kann in der nützlichsten negativen Rezension stehen, wie das Buch ausgeht? Schade.
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