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Kundenrezension

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das >schönste< Album, 11. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Exciter (Audio CD)
Schon mal „Dream On" von Depeche Modes neuem Album gehört? Ja? Dieses Gitarrending. „Can you feel a little love?" Ich weiß, warum es der erste Track ist. Wer hier nicht mit ja antworten kann, kann die CD gleich wieder ins Cover stecken - und ab dafür. Wie erklärt man dem mäßig geneigten Leser, warum einem mit „Shine" von „Exciter" die Tränen in den Augen stehen? Oder warum ich bei „When the Body Speaks" Zwerchfellkrämpfe durchleben muß? Entweder jemand kennt Depeche Mode gar nicht. Zu jung, zu unsensibilisiert oder ein bisserl von beidem. Wer Depeche Mode so mitgekriegt hat, weil sie halt den einen oder anderen Hit gelandet haben („Enjoy the Silence" und so), braucht ab hier nur weiterzulesen, wenn er aus schriftlichen Erzeugnissen akkustisch induzierte Ganzkörperempfindungen destilieren will. Ansonsten: Reinhören! Ich nehme es keinem/r übel, diesen Text nicht gelesen zu haben, weil er/sie die Schönheit von „Exciter" selbstverständlich selbst erkannt hat. Eulen und Athen und so.
Ich will nicht behaupten, daß für mich die Drogen- und Selbstmordepisoden in jedem Lied allein die Freude über Daves gerettes Leben mitschwingen lassen. Ich will auch nicht sagen, daß er der ultimative Sänger ever to roam the Earth ist. Naja, für mich ist er's, aber ich kann verstehen, wenn andere andere Sangesleistungen höher schätzen. Er singt aber sicherlich überzeugend und mit hörbarer Überzeugung. Da. Sorry, jetzt geht's wieder los. „When the Body Speaks" trifft einen erst mit den Streichern, dann mit dem Wummerbaß, und wenn Dave ansetzt, kommen die Gitarrenmelodie und die sphärischen Flächen dazu. Da frag nochmal einer, warum mein Herz das gerade voll mitmacht. Naja, digression. Nein, eigentlich nicht. Es geht um sein „oh I need your tenderness, oh I need your touch". Dieses Lied sollte eigentlich immaterielle, eher ideelle Steine zum Erweichen bringen. Wie also, frage ich, kann man „Exciter" gehört haben - laut gehört haben, meinethalben, ohne der Magie der Komposition erlegen zu sein? Ich spüre jetzt schon, wie mich das Gittarensolo bis zum FadeOut treffen wird. Ich habe viel Musik gehört. Ich meine, daß ich auch viele unterschiedliche Melodien gehört habe. Manche Melodien in verschiedenen Liedern genau gleich sogar. Ich schaue nämlich sogar VIVA und MTV - manchmal. wenn ich ne Gehirnwäsche will. Ich habe einiges an CDs. Ok, die Magie von Vinyl entzieht sich meiner selbstgewählten Musikreproduktionskultur. (Ich schreibe doch auch über eine „SynthiePop- Band" oder. Es lebe das Zerhacken in kleine eindeutige Informationseinheiten =8)x geek, geek.) Aber diese Melodie... Jede Note zieht durch mich bis auf jedes Nervenende. Mit dem nächsten Track lassen die Produzenten die Synthesizer wieder so pulsieren, kreischen und gnadenlos krachen, daß die Musik die Sargnägel sprengt: „Dead of Night" annektiert meinen Kreislauf. Atmen wie der verzerrte Synth-Schreihals zwischen den Strophen, Systole und Diastole mit den Drums und das Textauswendiglernmodul auf Dave. Selbstironie? Provokation? Auf jeden Fall kantig. Wer in Musik nach sich nicht in sich selbst verlierender Tiefe sucht, sollte sie in „Exciter" finden können. Oder er kann aufhören zu suchen. Er wird sie irgendwo bei Ricki Martin, Samy Deluxe oder Dieter Bohlen verloren haben. Nein, mal im Ernst. Die Leute hinter der 2001er Produktion von Depeche Mode haben dem Werk zu minimalistischem Sound verholfen, der manche Tracks von Elementen freihält, die der erreichten Schönheit hinderlich hätten sein können. Martins Gitarrenspiel hat für mein Verständnis noch immer recht wenig Virtuoses, aber den Sound finde ich in Zeiten von Kommerzgrunge und ähnlich motiviertem Geschrammel erfrischend. Die Synthesizer decken in „Exciter" von besagtem waberndem Bass in „When the Body Speaks" über die schreienden Leads von „Dead of Night" flächen-, solo- und drummäßig alles ab, was „man" sich für ein neues Depeche Mode Album wünschen könnte. Was aber sind die schönsten Kompositionen, virtuos programmiert auf den neuesten elektronischen Klangerzeugern ohne Daves Stimme? Richtig: Instrumentals. Meine ich jetzt aber nicht. Die Frage hätte rhetorisch sein sollen. Die gesanglichen Performances, die Dave und Martin uns liefern, können getrost zu ihren besten gezählt werden. Die Texte sind gewohnt einfach aber tiefgründig interpretierbar. Man kauft Dave jedes Wort ab. Es geht um Liebe. Wie schmalzig. So viele langsame Lieder mit einmal. Es ging doch schon früher um Liebe und Leben, trotzdem waren Depeche Mode damals viel [insert your favorite prejudice here] als heute. -„Hey girl. you've got to take this moment, then let it slip away. Let go of complicated feelings. Then there's no price to pay." Man lasse sich bitte auf das Album ein. Ich wiederhole mich gern: Wer als „Depeche Mode Fan" in der Entwicklung der Musik von Depeche Mode keinen Bezug zu seiner eigenen Entwicklung als „Depeche Mode Fan" finden kann, entschuldige sich bitte mit Altershörschwäche oder geselle sich im Keller (vorsicht die Treppe ist schon was morsch) zu einer mir unerklärlichen Gruppe kognitiv aberrativer 80er-Jahre-Faschisten. Zugegeben, da ich gerade nochmal Comatose höre: Martin nehme ich diese Lyrics nicht so recht ab. Das komatöse Herein- und Herausschlüpfen bringt seine Stimme genausowenig wie das i-gedehnte „dreeeeeeaming" auf „feeeeeeeeeling". Aber, reden wir nicht davon. Sagen wir mal nicht, daß Dave hätte singen sollen. Oops. Wenigstens ist er nicht out of tune :) „Breathe" - das nehme ich ihm ab. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß ich dieses verzweifelte Festhalten an einseitiger Liebe bestens kenne, oder ob ich bei dem mit jeder Wiederholung intensiver werdenden„Breathe love" einfach tief durchatmen muß. Diese gemeinen Synths aber auch. „I feel loved." - kaboom! Welch ein Statement. Der Fels in der Brandung der seelenquälend schlaflosen Stunden. Und der Synthesizer treibt wieder. Verstimmte Sirenen schießen durch den Kopf, diese genialen Percussions aus virtuellanalogem Wunderwerk und der elektronischen Karibik: Tanze! Lebe! Der Text liest sich als Ratgeber für positives Denken. Oder als Beziehungsbarometer. Oder lest ihn, wie ihr wollt. Aber lest - besser noch: Hört zu! Bissi Englisch muß man schon können, hören und fühlen aber auch.
Ok, wer hat bis hier gelesen und sieht „Goodnight Lovers" trotz intensiven ZUhörens als überflüssig nichtDM und findet einfach keinen Bezug? „When you're born a lover you're born to suffer." Nein? Kein aristotelisch geistesreinigendes Jammern und Schaudern? Nicht? Die Liebe zweier Menschen zueinander als die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest? 42? Na dann gute Nacht.
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