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Kundenrezension

69 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht jeder Meister ist zum Lehrer geeignet, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Zeichnen für Dummies (Taschenbuch)
Da dieses Buch hier noch relativ wenige Rezensionen hat, und die existierenden sich nicht mit meinen eigenen Erfahrungen decken, sollte ich wohl auch ein paar Worte über dieses Buch verlieren. Zu meinem Hintergrund ist zu sagen, dass ich Kunststudentin bin und schon seit vielen Jahren zeichne, mich aber aufbauend auf meinen Grundlagen weiterbilden wollte und deshalb auf dieses Buch zurückgegriffen habe. Ich kann also nicht davon ausgehen, dass meine Frustration mit diesem Buch auf mangelnde Vorerfahrung (die man ja auch nicht haben sollen müsste bei so einem Buch) oder, bei aller Bescheidenheit, Talent zurückzuführen wäre. Ich hatte angenommen ab etwa der Hälfte des Buches auf Herausforderungen zu stoßen. Weit gefehlt.

Ich habe der Vollständigkeit halber das gesamte Buch von Anfang an durchgelesen und versucht, alle Übungen gleich mitzumachen. Gleich zu Beginn hatte ich vom Schreibstil der Autorin her recht stark das Gefühl, einem sehr selbstverliebten Menschen gegenüberzustehen. Wenn man wieder und wieder erwähnen muss, wie "lustig" die eigenen Zeichnungen sind, und dass man ja mit so viel Humor an die Sache herangeht anstatt das den Betrachter selbst entscheiden und entdecken zu lassen, ist schonmal viel vom eigentlichen Witz für mich weg. Ein absoluter Fauxpas allerdings ist es in meinen Augen, anzukündigen Zeichnungen aus seinen Anfangsjahren zu präsentieren die die Autorin nach eigenen Worten "verbrochen" hat - und dann an dieser Stelle Bilder zu zeigen, die vom Können her vielen erwachsenen, erfahrenen Künstlern in nichts nachstehen. Wenn man eine Art Wunderkind ist, dem Anatomie und Perspektive scheinbar im Blut liegen, dann sollte man es nicht als schlechte Anfangszeichnung herunterspielen. So etwas entmutigt und frustiert Leute mit weniger großartigen Anlagen, die ja eigentlich die Zielgruppe des Buches sein sollten.
Als Nächstes fand ich es recht befremdlich, dass mir scheinbar beigebracht werden sollte wie ich meinen Stift zu halten habe. So sehr der Gedanke, wirklich ganz von vorn anzufangen, für Anfänger auch angenehm sein mag, wage ich zu behaupten dass jeder Mensch seit Kleinkindalter einen Stift halten kann, und es kein "richtig" oder "falsch" gibt. (Der Autor Danny Gregory vertritt in seinem Buch "The creative license" übrigens genau die gleiche Meinung - dieses Buch wiederum kann ich nur allerwärmstens empfehlen, weil es wirklich für totale Anfänger geeignet ist und echte Erfolge und echtes Zeichenlernen verspricht, keine Selbstbeweihräucherung des Autors).

Die Autorin ist ohne Frage hochbegabt und diszipliniert, aber ich würde sie eher "Kunsthandwerkerin" als "Künstlerin" nennen. Sie ist technisch absolut perfekt - aber genau das störte mich an den Illustrationen im Buch gewaltig. Es ist kein künstlerisches Leben darin. Sie zeichnet, wie ein Computerprogramm ein Foto in eine Grafik umwandelt. Und wenn sie versucht, eine Comicfigur darzustellen, wie sie sie der Realität nunmal nicht entnehmen kann, kommt ein relativ hässlicher Klumpen mit zwei Kreisen als Augen und einem dritten Kreis als Nase dabei heraus. Ihre "lustige Köpfchenfamilie" (sprich drei körperlose Köpfe in perfekter grafischer Aufbereitung) sind viel eher Alptraumnahrung als Zeichenhilfe. Und mir ist bis heute nicht klar, warum sie das ansonsten wirklich schöne, unglaublich realistische Portrait zweier Teenies mit kugeligen Clownsnasen und gruseligen, flachen Manga-Augen verunstalten musste (leider hat sie es im Buch nicht erklärt).

Die Übungen selbst fangen wirklich bei den absoluten basics an, springen dann aber rasend schnell von Kapitel zu Kapitel und streifen die echten zeichnerischen Grundlagen nur im Vorbeigehen, ohne die es aber nicht geht. Echte Übungen zum Erlernen der präsentierten Möglichkeiten gibt es nicht. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorin viel eher sagt "schaut alle her was ich kann!" anstatt dieses Können dem Leser wirklich weitergeben zu wollen oder zu können. Leider erweist sich auch hier die Bemerkung, dass nicht jeder Meister zum Lehrer taugt, als nur allzu wahr.

Fazit: obwohl ich zumindest grundlegend über ein gewisses Talent zum Zeichnen sowie bereits über die Grundlagen des Zeichnens verfüge, bin ich im Kapitel 5 von 24 ausgestiegen was das Mitmachen der Übungen betrifft, und habe bei Kapitel 13 aufgehört, wirklich richtig zu lesen. Der Rest wurde grob überflogen und das wars mit dem Buch für mich. Gelernt habe ich nichts, außer dass es da jemanden gibt der fotorealistisch zeichnen kann. Applaus.
Der Autorin würde ich nahelegen, in dem Metier zu bleiben das ihr liegt, nämlich dem Fotorealismus, und vielleicht in diese Richtung ein Buch für bereits ausgebildete Künstler herauszugeben denen sie nur noch Feinschliff beibringen muss, und die Sparten "Comic" und "Anfänger" Leuten zu überlassen die dort ihre Fähigkeiten haben. Mir tut jeder Zeichenanfänger leid, der nach Lektüre dieses Buch wohl endgültig der Überzeugung ist, dass er nicht zum zeichnen taugt.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.03.2013 15:43:22 GMT+01:00
D. Windau meint:
Bei aller Sympathie für umfangreiche und detaillierte Rezensionen: Bei dieser habe ich den starken Eindruck, dass hier nicht ganz fair, vielleicht sogar aus Neid heraus, geurteilt wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 15:55:27 GMT+01:00
dandelion meint:
Dieser Eindruck sei Ihnen selbstverständlich vergönnt. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass ich zwar so einiges bei der Lektüre dieses Buches empfunden habe, aber mit Sicherheit keinen Neid, da mich persönlich Fotorealismus einfach nicht besonders reizt. Das heißt nicht, dass ich kein Realismustraining mache, aber bei mir fängt die Liebe zur Kunst da an, wo sie von der perfekten Darstellung eines Objektes abweicht und etwas wie sichtbare Pinselstriche, vielleicht leicht verwackelte Linien oder ähnliches beinhaltet, die die Hand des Künstlers erkennen lassen. Ein derartiger künstlerischer Zugang zum Zeichnen hat mir in Frau Hoddinotts Buch einfach gefehlt, aber vielleicht ist grafisch perfekte Darstellung ja genau das, was andere suchen, und für diejenigen kann das Buch dann genau das Richtige sein. Ich würde aber wie gesagt nicht raten, sich als Anfänger darauf einzulassen, da die direkte Anleitung zum Ergebnis einfach fehlt, und die im Buch enthaltenen Illustrationen sich auf einem Level befinden, mit dem kein Anfänger etwas auf konstruktiver Ebene anfangen kann. Für jemanden, dem man eben noch erklärt hat, wie er den Stift halten muss, sollten die Übungszeichnungen meiner Meinung nach schlichtweg etwas weniger überwältigend ausgearbeitet sein, um einer Überforderung und dem mehr als kritischen Vergleich entgegenzuwirken.

Bezüglich der Fairness ist nur zu sagen, dass ich keine objektive Beurteilung angestrebt habe. Meine Rezension ist absolut subjektiver Natur. Was Andere mit meinen Erfahrungen anfangen, ist jedem selbst überlassen, aber dazu gibt es persönliche Erfahrungsberichte ja.

Veröffentlicht am 09.05.2013 02:46:01 GMT+02:00
Capitano meint:
Ich bin absolut und eins zu eins Ihrer Meinung. Abgesehen davon, dass ich die Zeichnungen nicht einmal besonders gut gelungen finde. Sicher ist die Autorin technisch versiert, leider sind in diversen Zeichnungen (die als Anschauungsobjekt für genaues Sehen dienen sollen) einige Proportionen und Winkel schlichtweg unpräzise. Ich habe selten so leblose (und geschmacklose, aber darüber lässt sich bekanntlich streiten) Illustrationen gesehen, schön, dass jemand diese Meinung offenbar teilt.

Veröffentlicht am 09.08.2013 10:46:33 GMT+02:00
D. Otto meint:
Hi dandelion,

sag kannst du vielleicht auch ein deutschsprachiges Anfängerbuch empfehlen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.08.2013 10:52:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.08.2013 10:52:45 GMT+02:00
dandelion meint:
Hallo D. Otto,
deutschsprachig ist tatsächlich schwer, denn die besten Bücher die ich kenne sind auf Englisch... wenn du dich für Architekturzeichnung bzw. Landschaft interessierst, da fand ich "Richtig Sehen & Locker Skizzieren" sehr gut, wenn dein Interesse Skizzenbüchern gilt kann ich dir empfehlen, mal nach Felix Scheinbergers Büchern zu schauen.

Der Rest ist sich sehr ähnlich, da wäre es am Besten du schaust in den Fachhandel und blätterst dir die angebotenen Bücher durch, welches die Bereiche abdeckt die dich besonders ansprechen - und vor allem, welchen Zeichenstil der Illustrationen du persönlich magst.

Viel Erfolg beim Zeichnen! :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.08.2013 23:23:57 GMT+02:00
D. Otto meint:
Mh, eigtl. bin ich ja "nur" auf der Suche nach einem Buch, welches mir Grundsätze wie Schatten, Perspektive, Proportionen und andere Dinge näher bringt. Ich habe von allen diesen Dingen leider nicht viel Ahnung. Im Endeffekt suche ich halt nur einen Ersatz für eine Schule, welche es irgendwie nicht gibt bei mir in Leipzig. Zumindest keine, die am Wochenende stattfindet und bei der man einfach mal reinschnuppern kann.

Bereiche, die mich interessieren sind Mange und Comiczeichnungen. Was ich aber auch hinten anstellen kann, da ich denke ich benötige erst einmal mehr Grundwissen im vorraus. Liege ich hier etwa falsch?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.08.2013 09:08:20 GMT+02:00
dandelion meint:
Nein dieser Denkansatz ist auf jeden Fall richtig - je mehr du grundsätzlich über Darstellung weißt, umso besser kannst du das dann auch in Sparten wie Comic etc. einsetzen.

In dem Fall kann ich dir zwei Bücher empfehlen:
- "Endlich richtig zeichnen lernen! - Grundlagen des Zeichnens" von Dieter Schlaumann. Das ist mit 15¤ nicht teuer, hat zusätzlich eine DVD dabei und bearbeitet wirklich die Grundlagen. Und im Anschluss daran zum weiteren Training:
- "Zeichnen lernen" von Peter Gray - ein ziemlich dickes Buch das ich für nur 10¤ gekauft habe, das definitiv das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das mir unter Zeichenlernbüchern begegnet ist. Es schneidet die Grundlagen zwar nur an, hat aber eine wirkliche Vielzahl an sehr guten Übungen und Tipps darüber hinaus, auch was Komposition betrifft, ist dabei leicht verständlich und überfordert nicht.

Mit diesen beiden sollte man recht gut ausgestattet sein. Schau mal rein ob sie dir zusagen :) ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2013 19:57:52 GMT+01:00
Vielen Dank,
ich interessiere mich schon lange fürs Zeichnen interessiert, meine Kunstlehrerin hat mich dann aber soweit gebracht Kunst in der Oberstufe abzuwählen.
Nun habe ich nach einem Zeichenbuch gesucht, bin hierher und glücklicher Weise auf deinen Kommentar gestossen.
Heute kam "richtig sehen & locker skizzieren" bei mir zuHause an. Das Buch ist mit Begeisterung schonmal fast durchgelesen.
Ich freue mich richtig auf morgen, wenn ich mir nachmittags Zeit nehme und mit den Übungen anfange.
Vielen Dank für diesen guten Tipp, ein super Buch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2013 11:20:35 GMT+01:00
dandelion meint:
Super, das freut mich sehr dass ich helfen konnte! Für richtiges Grundlagentraining kann ich jetzt auch "Endlich richtig zeichnen lernen!" von Dieter Schlautmann empfehlen - mit dem Buch arbeite ich gerade und bin sehr angetan. Statt viel theoretischem Blabla findet man viele gute Übungen, zusätzlich eine DVD wo einige nochmals genauer erklärt werden und man kann Gelerntes dann auch immer gleich in einem fertigen Bild anwenden. Ich habe bereits gute Fortschritte in meiner Technik bemerkt, seit ich dieses Buch verwende. Liebe Grüße!
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