Kundenrezension

14 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Differenzierter als die üblichen "Grün ist --irgendein negatives Adjektiv---"-Trolle, die man im Netz findet, 7. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blackout: Warum die Energiewende nicht funktionieren kann (Kindle Edition)
Das Buch ist anscheinend aus einer Sammlung einzelner Artikel entstanden und daher wirkt daher manchmal etwas unsystematisch und redundant. Etwas lästig sind teilweise seitenlange Auflistungen, etwa davon, welcher Politiker welche falsche Zahl genannt hat u.ä., ich habe mich mehrfach dabei ertappt, das zu überfliegen und nur sporadisch zu schauen, wann denn wieder etwas Wichtiges kommt. (Ich hoffe, ich habe nichts substanzielles überlesen.)

Der Autor sagt in der Einleitung (sinngemäß): „Möglicherweise wäre die Energiewende besser verlaufen, wenn die Politiker sie anders konstruiert hätten.“
Demzufolge müsste der Titel der Schrift eigentlich lauten: Warum DIESE Energiewende nicht funktionieren kann. Es wurde mir nicht klar, ob er eine Energiewende generell nicht für notwendig hält oder nur den tatsächlichen Verlauf kritisiert.
Den ursprünglichen Sinn der Energiewende, nämlich: „alle Kernkraftwerke abzuschalten“ nennt er merkwürdiger Weise erst in der Mitte des Buches. Es wird nicht erkennbar, ob er diesem Ziel zustimmt, in der Folge wird er dieses Ziel nicht mehr erwähnen, „da der Atomausstieg ohnehin als beschlossen gilt“. Es bleibt unklar, ob der Ausstieg aus der Kernkraft für ihn Unsinn ist oder sinnvoll, ob die Kernkraft durch fossile Energie oder durch regenerative Energiequellen ersetzt werden sollte.

Er beschreibt dann profund, welche Fehler bei der Konstruktion der Energiewende gemacht wurden, wer davon profitiert, wer zahlt, warum keine CO2-Einsparung erreicht wird usw. Unerfreulich sind die häufig polemische Sprache (Bspl: „Grünsprech“) sowie das Sozialismus-bashing, das sehr idiologisch wirkt, aber sicherlich in den entsprechenden Kreisen positiv aufgenommen werden wird.

Für ihn hat anscheinend jedwedes staatliche Handeln den üblen Geruch des Kommunismus', und so sind denn alle Lösungsvorschläge einmal wieder im „unternehmerischen Geschick“ zu finden. Ob dieses unternehmerische Handeln überhaupt zu einer Veränderung der Energiebereitstellung geführt hätte oder zur Konzentration auf billige chinesische Kohle unter Hinnahme der dortigen Produktionsbedingungen, die naturgemäß den Unternehmer nicht interessieren, erschließt sich mir nicht.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.09.2014 17:58:04 GMT+02:00
Q. Ronny meint:
Darf man eine Rezension schreiben wenn man ein Buch nicht gelesen - sondern nur überflogen hat (wie "hellclimber" selbst angibt)?

Ebenfalls ist für mich die Kritik von hellclimber an der fehlenden Meinung
des Autors zum Thema Atomausstieg nicht nachvollziehbar.
Meinungen zur Energiewende gibt es mehr als genug - das Buch basiert
aber nicht auf Meinungen - sondern ausschließlich auf Fakten.

Würden sich alle Politiker auf die Fakten konzentrieren, hätten wir
viele der Probleme nicht.

Wer die persönliche Meinung des Autors wissen möchte - kann diesen
auch direkt kontaktieren: http://alexander-wendt.com/

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2014 15:25:09 GMT+02:00
hellclimber meint:
Ich habe mich d wohl etwas missverständlich ausgedrückt, ich habe nicht das ganze Buch überflogen, nur einige Abschnitte, ähnlich wie damals die Karl May Bücher, wo immer mal wieder seitenweise die christliche Weltanschauung des Autors dargelegt wurde, es war dann schon zu erkennen, wo die eigentliche, spannende Geschichte weiterging. Immer, wenn Zusammenhänge und Schlussfolgerungen dargelegt wurden, habe ich das Buch mit äußerster Aufmerksamkeit gelesen, zurückgeblättert, verglichen usw.
Ich stimme Q.Ronny völlig darin zu, dass es Meinungen zu genüge gibt, mich stört das verbreitete: "Du hast Deine Meinung - ich hab meine Meinung, und die lass ich mir nicht wegnehmen!" sehr. Ich bin daher nicht an Meinungen, sondern an begründeten Positionen interessiert.
Letztlich ist natürlich irgendwann immer eine Wertung im Spiel, bei AKWs etwa ist es einfach so, dass einer schließlich sagt, das Restrisiko einer Katastrophe ist so gering, wenn ich die radioaktive Belastung durch die Kohleverbrennung dagegen setze, bringt das AKW die geringere Belastung. Der andere sagt, das Risiko ist vorhanden, eine Katastrophe, wenn auch unwahrscheinlich, würde im dicht besiedelten Deutschland zu dramatisch sein und das Ende der Demokratie bedeuten. Die Entscheidung ist dort nicht durch Fakten, sondern durch Werte determiniert.
Man muss also erst einmal klären, ob man eine Energiewende für sinnvoll (oder notwendig) hält oder eben nicht. Wenn man sie für notwendig hält, ist es natürlich richtig, zu schauen, ob die gewünschten Ziele durch die ergriffenen Maßnahmen erreicht werden (was in diesem Buch sehr gut gemacht wird). Wenn man die Sache sowieso für sinnlos hält, kann man sich die Arbeit eigentlich sparen und besser darlegen, warum die Idee falsch ist.
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