Kundenrezension

25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Epos auf der Kippe .... eine SPOILERFREIE Rezension ;-), 24. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Song of Ice and Fire 05. A Dance with Dragons (Gebundene Ausgabe)
Die Durchschnittsbewertung der Amazon-Rezensenten macht es wohl schon deutlich: Mit "A Dance with Dragons" hat GRRM nach gut 6 Jahren eine Fortsetzung geliefert, die zwiespältig beurteilt werden kann. Wer vom Schreibstil des Autors und der rauen Welt von Westeros&Co. bislang begeistert war, macht garantiert nichts falsch mit diesem Buch. Es liest sich bei aller Komplexität wie in einem Rausch in kürzester Zeit durch, an Faszination hat die Reihe absolut gar nichts eingebüßt!

Gleichwohl: Es hat sechs Jahre gedauert, und dieser Zeitraum fließt automatisch in die Bewertung aller GRRM-Stammleser mit ein und dürfte Erklärung für so manches enttäuschende Fazit sein.

Ist das gerechtfertigt?

Ich denke schon. Die Handlung kommt durchaus voran, nach meinem Eindruck auch stärker als im vorangegangenen Buch "A Feast for Crows" (was aber auch nicht schwer sein konnte). Sowohl im Norden an der Mauer als auch im Süden bei Daenerys wird die Entwicklung vorangetrieben - jedoch stellt sich auch mir zunehmend die Frage, ob all die Handlungsstränge in den verbleibenden zwei bis ggf. drei Büchern tatsächlich aufgelöst werden können. Und wenn mal wieder einer Person, deren Entwicklung in den nunmehr 5 Büchern viel Zeit gewidmet wurde, überraschend sterben muss, stellt sich bei all den Ungeklärtheiten so langsam die Frage, warum dem Charakter so viel Raum gegeben wurde bzw. ob nicht besser manche Fäden langsam verbunden werden müssten.

Daher mein Eindruck: Wäre es eine Fantasy-Serie, die wie manche andere moderne Reihen von Jordan, Erikson,... auf mehr Bände angelegt wäre und müsste man gleichzeitig nicht mehr als ein halbes Jahrzehnt auf den jeweils nächsten Band warten, man könnte sich mit diesem Buch weit besser arrangieren, man würde nach vielleicht 600-700 Seiten nicht langsam das Gefühl bekommen, nun müsse aber endlich auch etwas geschehen, was die Handlung erkennbar vorantreibt. So erging es mir, und diese Form der Ungeduld beeinträchtigte meine Lesefreude.

Einem Aspekt eines vorgehenden Rezensenten möchte ich unterstreichend erwähnen: "A Dance with Dragons" ist im Vergleich zu den vorhergehenden Bänden bemerkenswert heterogen: Die Kapitel etwa an der Mauer oder um Theon sind straight und fesselnd geschrieben ... während ich ausgerechnet bei einer Lieblingsfigur (Tyrion, und da bin ich sicher nicht der einzige) die Kapitel mit den langatmigen und teils redundant erscheinenden Reisen und seiner weiteren Entwicklung für zäh und bisweilen unglaubwürdig halte.

Daher als Fazit: 4 Sterne - das ist vielleicht Jammern auf hohem Niveau, aber nach 6 Jahren und mit dem beabsichtigten Ende in 2-3 Büchern ist zu wenig erkennbar, dass die zerfaserten Handlungsstränge wieder stimmig zusammengeführt werden können.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.09.2011 13:35:03 GMT+02:00
Melia meint:
Bin zwar noch lange nicht am Ende, sondern hab gestern erst die 300-Seiten-Marke gekappt, aber das, was Sie zu Tyrions Reise schreiben, stimmt voll und ganz. Ich liebe ja Tyrion - er ist mit Abstand mein liebster Charakter in den Büchern. Aber als sich abzuzeichnen begann, dass das wieder eine elendslange Reise wird, hab ich mich schon gefragt, was das soll. Fand ich schon bei Arya nervig. Aber ich bin wie gesagt noch nicht besonders weit - Tyrions Reisegefährten sind grade draufgekommen, dass er verschwunden ist, mal sehen, was da noch alles kommt.
Die Theon-Kapitel sind btw richtig gut - vielleicht etwas grausam, aber nachdem ich die Figur noch nie gemocht habe und seit den Aktionen in Band 3 nur mehr furchtbar finde, kann ich mit den Bolton'schen Aktionen gegenüber Theon ganz gut leben *g*

Veröffentlicht am 06.06.2012 11:47:14 GMT+02:00
Miss Waikiki meint:
Ich hatte in diesen Kapiteln immer Mitleid mit ihm, Melia. Zuerst dachte ich wie du... geschieht ihm Recht. Dann kam das Mitleid. Interessant wäre, wie sie in der Übersetzung Wörter finden, die sich auf "Stinker" reimen und dann auch noch einigermaßen passen. Soweit ich bisher in den Rezensionen gelesen habe, ist das nämlich die Übersetzung für "Reek". Aber da ich die Übersetzung in der Leseprobe holperig gefunden habe, werde ich mir die übersetzte Version nicht antun. Ich weiß schon, wieso ich auf die englische Ausgabe umgestiegen bin.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2013 11:17:27 GMT+02:00
Melia meint:
Ich hatte in den weiteren Kapiteln auch zunehmend Mitleid mit Theon. Er ist zwar ein Widerling, aber was Ramsay ihm alles angetan hat, war einfach zuviel. Hat Martin super hingekriegt - ich hätte nie gedacht, dass ich für Theon mal was Anderes als Verachtung empfinden würde :)
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